Rückblick BVB-Saison 2011/12 (Teil 5)

15. Juni 2013

UNSER RÜCKBLICK 2012 (5)

Gerade der BVB erlebt – getragen von den Erfolgen auf europäischem Terrain – wie kaum ein anderer Klub die Gnadenlosigkeit des Boulevards zu spüren. Und das machen sich die Berater nur zu gern zu Nutze, um ihren Spielern eine angemessene Verbesserung durch zu drücken. Michael Zorc weiß davon gewiss ein Lied zu singen…

Holger: Mario Götze und Marco Reus machen unglaublich viel Spaß aus Dortmunder Sicht. Leider bleibt das dem Ausland ebenfalls nicht verborgen. Müssen wir – trotz laufender Verträge – künftig damit leben, dass ihre Ausnahmetalente allwöchentlich mit allen möglichen Top-Vereinen dieser Welt in Verbindung gebracht werden?

Felix Meininghaus:
Klar, das ist der Lauf der Dinge in einer oftmals überhitzten Medien-Wirklichkeit, die durch schnell konsumierbare Ware im Netz noch weiter auf Touren gebracht wird. Da müssen sich „Bild“ und „Sport-Bild“ schon sputen, um die Gerüchte noch schneller auf den Markt zu schmeißen. Abgesehen von dieser Hysterie werden Götze und Reus längst als das wahrgenommen, was sie sind: Internationale Spitzenkräfte, die für jeden großen Klub in Europa interessant sind.

Marcus Bark: Gerade in dieser aufregenden Zeit, in der selbst Geschichten aus der ‘Marca’ und der ‘Sun’ es sofort in die deutschen Agenturen schaffen: ja. Auf Dauer wird es kein deutscher Verein außer den Bayern schaffen, die auf ähnlichem Gehaltsniveau liegen, wie englische Topklubs, solche Fußballer zu halten.

Marc: Logisch, je besser die Spieler spielen, umso größer das Interesse anderer Vereine. Das ist leider der Lauf der Dinge. Und verhindern lässt es sich nicht. Wenn Dortmund weiterhin so professionell mit der ordentlich gefüllten Gerüchteküche umgeht, sollten die Auswirkungen dieser Störfeuer überschaubar bleiben.

Ingo: Ich fürchte, genau das wird passieren. Und dann wird sich zeigen, wie stark ihre Mannschaft ist. Schön sind in solchen Zeiten natürlich Spieler wie Pische, Hummels oder auch Schmelle, die sich ganz klar zum BVB bekennen.

Heinz Büse: Damit müssen Verein und Fans leben. Schon allein deshalb, weil die Boulevardisierung der Medien den Trend zu spekulativer Berichterstattung verstärkt hat.

Peter: Ja klar, denn auch eine Garde an ‘Sport-Bild’ -Journalisten braucht eine tägliche Beschäftigung. Nicht umsonst wurde im Umkehrschluss von der Zeitung mit den vier großen Lettern Ende November kolportiert, dass Mesut Özil beim BVB im Gespräch sei.

Bruno “Günna” Knust: Damit müssen wir wohl wirklich leben. Journalisten auf der ganzen Welt wachen ja jeden Morgen vor ‘nem leeren Blatt Papier auf und das muss dann über den Tag gefüllt werden. Das zeigt allerdings aber auch, dass der BVB wieder von der internationalen Presse und den Top-Vereinen wahrgenommen wird.

Uli: Ja, das müssen wir wohl in Kauf nehmen. Solange es diesen Medientanz um das Goldene Kalb Fußball und Seiten wie transfermarkt.de gibt, wird sich daran auch nix ändern. Und dann gibt es ja auch noch diese euphemistisch „Berater“ genannte Geißel eines jeden Fußballvereins…

Jens: Also mir ist es doch ganz lieb, dass täglich in den Gazetten dieser Welt von möglichen Transfers vom BVB berichtet wird. Ich sehe das ähnlich wie den Spitzensteuersatz. Den würde ich auch gerne zahlen, denn die andere Seite der Medaille ist es, dass man dann ein gutes Team hat, respektive so viel Geld verdient, dass man nach dem Spitzensteuersatz taxiert wird.

Rutger: Naja. Irgendwie kriegen die BUYern es ja hin, dass bei ihnen nie ein Leistungsträger weg geredet wird. Das liegt sicherlich zum Teil daran, dass Bayern München eben noch eine ganze Ecke größer ist als Borussia Dortmund. Auch daran, dass dort merklich höhere Gehälter bezahlt werden. Und daran, dass sie bei den zweifelhaften Leitmedien des deutschen Fußballs (Sky, Sport 1 etc.) die mit Abstand größte Lobby haben. Aber man sollte schon mal das selbstbewusste Gedankenspiel anstellen, mit welchem Wechsel man sich als BVB-Spieler noch eindeutig verbessert – vom Kontostand vielleicht abgesehen? Mats Hummels hat das so formuliert: “Wenn Du bei Borussia Dortmund spielst, gibt es nur noch drei oder vier andere Clubs, bei denen Du überhaupt nachdenkst.”. Wie wir mittlerweile auch wissen, zählen die Bayern für Deutschlands mit Abstand besten Innenverteidiger nicht dazu.

Holger: Nicht mehr, Rutger. Spätestens seit Anfang diesen Jahres, als Vater Hermann dort nicht mehr arbeiten darf.

Andreas: Da steht dann in der Regel ja auch immer der Berater, der mit vielen Scheinen winkt. Wenn aber das, was wir zurzeit bei ihre BVB erleben, stimmt, dann wiegt “Echte Liebe” als gutes Gegengewicht. Hoffen wir, dass es noch eine Weile so bleibt.

Andy: Götze hat ja schon über seinen Berater verlauten lassen, dass für ihn ein Wechsel nicht in Frage käme. Ich bin, zumindest was die nächste Saison angeht, da ganz gelassen und gehe davon aus, dass wir noch ne Menge Spaß an diesem Duo haben werden.

Denise: Ich glaube auch, dass wir noch viel Spaß mit den beiden haben werden. Zumal die beiden auf mich nicht den Eindruck machen, hier in Dortmund irgendetwas zu vermissen. Auch glaube ich, dass gerade für Götze das Umfeld eine große Rolle spielt und Nuri für ihn sicher ein mahnendes Beispiel abgibt.

Jan: Reus und Götze sind beide bodenständig und normal drauf. Die sehen auch, dass in Dortmund was wächst. Ich glaube, dass die zwei unheimlich Lust darauf haben, den Dünger für das Gewächs zu spielen. Und was die Spekulationen angeht: Ich kann natürlich auch jede Woche erzählen, dass ich bald einen Ferrari fahre – dennoch werde ich das aber nie!

Kim: Fussballer sind Profis und somit abhängig von Angebot und Nachfrage, ergo: das Geld zieht die Spieler, egal wohin auch immer.

Holger: Shinji Kagawa gehörte zweifellos zu den Senkrechtstartern beim BVB, bevor er von Manchester’s Sir Alex Ferguson nach Old Trafford geholt wurde. Anfangs dachte jeder, dass die Lücke, die der japanische Mittelfeldspieler hinterließ, kaum geschlossen werden könne. Heute sehen wir Gündogan und Reus in ähnlichen Sphären glänzen. Konnte sein Weggang also vollständig kompensiert werden?

Felix Meininghaus: Ein ganz klares Nein! Diese unglaublichen Drehungen, die Pässe in die Schnittstelle, der Torabschluss – das ist und bleibt unerreicht. Entschuldigung, aber da verliere ich jegliche Objektivität. Mittlerweile hat ja so gut wie jeder Erstligist einen Japaner – und alle überzeugen mit der Art, wie sie Fußball spielen. Aber der von Borussia Dortmund bleibt unerreicht. Shinji Kagawa, ein Naturereignis!

Bruno “Günna” Knust: Was wir spielen ja heute ohne Kagawa auch anders und selbst, wenn das Kagawa-Kompensationsprogramm inzwischen so gut greift, aus ihre Köpfen ist er sicher noch nicht ganz raus. Manchmal, wenn’s im Spiel mal klemmt, wünschen sich viele Zuschauer immer noch seine zündenden Ideen, seine Dribblings, seine Vorstöße und Tore. Das hat aber wohl eher auch noch viel mit seinem hohen Sympathiefaktor in Dortmund zu tun.

Marc: Wenn ich den bisherigen Saisonverlauf betrachte und nicht nur die Punkteausbeute zu Rate ziehe, ist der Weggang durch Marco Reus im Zusammenspiel mit Mario Götze sicherlich kompensiert worden. Ich habe auch nicht erwartet, dass der Weggang des Japaners so geräuschlos von der Mannschaft aufgefangen werden könnte.

Heinz Büse: Ich sag auch, im Großen und Ganzen ja. Für mich ist Gündogan der Spieler, der im Jahr 2012 den größten Sprung gemacht hat. Dass er ein geiler Kicker ist, war immer klar. Nun ist aber Konstanz hinzugekommen – defensiv wie offensiv.

Marcus Bark: Zumindest funktioniert das sehr gut. Die Hymne auf Gündogan habe ich ja schon gesungen. Bei Reus denke ich, dass in vielen Bundesligaspielen von ihm zu wenig kam. In der CL war das top, aber bei ihm ist noch einige Luft nach oben.

Ingo: Die Mannschaft hat es, wie beim Abgang von Sahin, auch jetzt bei Kagawa geschafft, nicht nach hinten zu blicken, sondern nach vorne. Sie haben die Chance genutzt, aus der Not eine Tugend zu machen und andere glänzen zu lassen. Von daher ist es nicht zu sagen, ob wir stärker oder schwächer sind, was wir aber sagen können ist, dass die Mannschaft sich als solche in den letzten Jahren stetig verbessert hat.

Uli: Ingo hat Recht. Was wir sind jetzt eine andere Truppe und kommen auch so ganz gut klar. Trotzdem: Shinji ist von keinem Verein der Welt zu ersetzen, der Bursche ist einfach genial. Und er passte so gut zu uns und ihre Spiel. Ich vermisse ihn schon!

Jens: Sportlich sicherlich, aus Sicht der japanischen Fanmeute vulgo den Reportern in der Mixed Zone eher nicht.

Andy: In manchen Situationen merkt man schon, dass die Überraschungsmomente und eins zu eins Situationen des kleinen Japaners fehlen. Reus kann das auch, aber ist trotzdem ein ganz anderer Typ von Spieler. Ich trauer Shinji immer noch hinterher. Im Gegensatz zu Nuri.

Peter: So müde und ausgebrannt, wie Reus gerade zur Schlussphase in der Bundesliga wirkt – was bei dem Pensum aber auch kein Wunder ist – wäre es gut, noch einen Kagawa in der Hinterhand zu haben. Doch das Leben ist leider kein Wunschkonzert.

Marcus: Meine Befürchtungen waren groß. Aber einen Sahin, Barrios oder aber auch Kagawa konnte man irgendwie kompensieren. Vor allem mit Vertrauen in die Jungs und Arbeit. Auch wird man irgendwie einen Lewandowski ersetzen können (wenn ich nur daran denke). Mehr Angst macht mir ein grösserer Umbruch mit weiteren Abgängen, der ja zum Glück kurzfristig nicht bevorsteht. Sonst ist das Vertrauen in die leitenden Kräfte sehr hoch.

Jan: Für mich hat Reus Kagawa nicht ersetzt. Er ist besser. Er ist anders, aber es funktioniert einfach.

Kim: Shinji ist ein quirliger, kleiner Spieler, der mit Bonus zu uns gekommen ist und mit Boni gedraftet wurde. Er ist ein Spieler aus einem Land, in dem der Fußball gepusht wird. Hätte wohl ein Detlef Schrempf jahrelang in der NBA gespielt, wenn hier nicht der Markt gewesen wäre?

Holger: Und da war ja noch der Löw-Knaller des Jahres. Marcel Schmelzer wurde sein Können abgesprochen und der so gescholtene erwiderte: „Ich war schon immer ein Typ, der über Vertrauen funktioniert und nie über Druck.“. Egal, ob sich Löw damals unabsichtlich vergaloppiert oder seine Worte bewusst gewählt hatte: Seit der öffentlichen Fundamentalabrechnung, die dem Bundestrainer weitaus mehr schadete, als dem von ihm Kritisierten, läuft es bei Schmelzer auffällig gut, oder?

Marcus Bark: Kein Zweifel. Ich war bei dem Länderspiel in Wien und dachte in der Pressekonferenz schon: Hui, da hat der Jogi Löw aber mal richtig einen rausgehauen. Als er dann fast wortgleich vor (!) einem Spiel nochmal seinen Spieler öffentlich an den Pranger stellte, fehlte mir zunächst der Glaube, denn das hatte ich nur gelesen. Es ist in der Tat so, dass Schmelzer seit der Nummer starke Leistungen bot, angefangen mit dem Heimspiel gegen Real.

Felix Meininghaus: Stimmt. Schmelzer selbst gehört ja zu den ruhigen Vertretern, am liebsten würde er auf dieses Thema gar nicht angesprochen. Dennoch liegt es doch auf der Hand, dass ihn Löw’s Einschätzung massiv geärgert haben muss. Dass er daraus positive Energie gezogen hat, spricht für ihn.

Heinz Büse: In der Tat. Schmelzer hat eine bemerkenswerte Trotzreaktion gezeigt. Es scheint, als habe ihn die Kritik eher beflügelt als verunsichert.

Patrick: Es zeichnet übrigens den Charakter von Marcel Schmelzer aus, dass er nach diesem verbalen Unsinn und dem öffentlichen Vertrauensentzug des Bundestrainers gewohnt ruhig geblieben ist und damals nicht die Koffer gepackt hat und abgereist ist. Das war nicht selbstverständlich. Ebensowenig wie seine konstante Entwicklung davor und danach. Noch ein Satz zu Löw: wenn ich daran denke, dass der Bundestrainer auch eine Art öffentliche Vorbildfunktion für Führungskräfte in ihre Gesellschaft hat, dann halte ich sein Auftreten in diesem Zusammenhang für sehr bedenklich. Jemanden öffentlich bloßzustellen und niederzumachen, um seine eigenen Felle zu retten – das ist einfach nur jämmerlich.

Marc: Ich möchte eigentlich nichts zu dem Bundestrainer sagen. Die Aktion war von seiner Seite peinlich genug. Dass Marcel Schmelzer die Antwort auf dem Platz gegeben hat, spricht für seinen Charakter und seine Art, mit solcher unberechtigter Kritik umzugehen. Hut ab, Marcel!

Ingo: Zum Glück! Ich hatte ernsthaft Angst, dass dieser Bauer von Löw mit seinen Aussagen einiges kaputt gemacht hätte. Aber umso geiler, dass Schmelle seitdem noch stärker geworden ist.

Jens: Ich denke ein Schmelle wird noch Deutschlands Fußballruhm mehren, wenn man sich nicht mehr an den titellosen Ex-Bundestrainer Löw erinnert.

Uli: Die Frage suggeriert, Löw hätte seinen Anteil an der Entwicklung von Schmelle. Das ist entschieden zu viel der Ehre für den Trainer gewordenen Schal. Schmelzer hat vorher gute und schlechte Spiele gemacht und entwickelt sich seit Jahren weiter. Dank der Leute, die ihn bei ihre Amas entdeckt, gefördert und stets zu ihm gehalten haben.

Rutger: Jogi Löw ist für mich in seiner Art, die Nationalmannschaft zu führen, vollkommen inakzeptabel. Ich halte ihn weder für überdurchschnittlich kompetent, noch für ehrlich oder wenigstens fair im Umgang mit Menschen. Das Leistungsprinzip hat er auch abgeschafft… Wenigstens gelingt es ihm noch immer regelmäßig, öffentlichkeitswirksam in der Nase zu bohren. Und um noch unsachlicher zu werden, was ich in diesem Fall für angemessen halte: Es isch ebenau gudd, dass ich mich halt ebenau ögscht wenick für Länderspiele indrösiere. Sonsch wäre ich ebenau ebenau ebenau sehr verärgert. So schau ich halt ebenau erscht wieder zu, wenn wieder ein Bundeschdrainer am Werke ischt, der wo ebenau der deutschen Schbrache mäschdich ist.

Bruno “Günna” Knust: Ach, ihre Jogirette… Manchmal glaube ich, er hat den gleichen PR-Berater wie Philipp Lahm. Bei Schmelzer sieht tatsächlich schon länger vieles gut aus. Bis auf die Frisur….

Holger: Passend dazu hat der Bundesjogi ja jetzt vor ein paar Tagen zur Überraschung aller eingeräumt, dass man Weidenfeller immer auf der Rechnung hatte und man durchaus registriert hätte, dass er seit Jahren konstant gut spiele. Außerdem sei das Kapitel keineswegs abgeschlossen. Wer will hier jetzt wen verarschen?

Rutger: Sorry Holger! Da hast Du leider, wie viele Dortmunder Medienschaffende, anscheinend die Botschaft “zwischen den Zeilen” verpasst. Der Bundesschal wand sich wie ein Aal um belastbare Aussagen herum, um dann am Ende wortwörtlich zu sagen: “Esch gann halt ebenau immer noch irgen’eine Gonschdellation eindreden, wo er dann ebenau vielleischt ebenau nochmal eine Schongs bekommt.”. Das nicht mit “Über meine Leiche, Du Penner!” zu übersetzen, erfordern viel Geduld und guten Willen!

Denise: Aber das ist doch eine schallende Ohrfeige für ihre Roman! Wenn ich er wäre, hätte ich dem netten Herrn Löw schon längst einmal gesagt, dass ich unter ihm mit Sicherheit kein Spiel bestreiten würde. Soll er doch alleine `Vize-was-auch-immer´ werden.

Andy: Zu ihre Bundes-Schal äußere ich mich eigentlich ungern. Ob Berechnung oder Versehen. Das, was der Jogi da von sich gelassen hat, war für mich jedenfalls unterste Schublade.

Peter: Stimmt Andy. Löw sollte endlich seinen Hut nehmen und Horst Hrubesch den Platz als Bundestrainer überlassen. Davon wird auch das Nischendasein des Dorsch-Angelns profitieren und andererseits wird weniger metrosexuell ausgerichtete Nivea-Werbung in den Medien laufen. Wer kann dazu schon „Nein“ sagen?

Jan: Die Nationalelf langweilt irgendwie. Das ist immer ein tolles , großes Event für die ganze Familie, wenn die Jungs in weiß spielen, aber so richtig was rum kommt dabei ja nicht. Man kann sich also denken, was ich zu Löw sage…

Jasmin: Wenn ich das über den Bundesjogi hier sagen würde, was ich wirklich denke, dann bräuchte ich dafür einen eigenen Artikel… Deshalb kurzum: Der will gerne, weiß aber nicht wie, wird es auch nie können und sollte besser gestern gehen als morgen erst. Aber wir haben da ja leider alle keinen Einfluss drauf.

Holger: Wo müsste der BVB Eurer Meinung nach diesen Kader ergänzen bzw. welchen Bundesligaspieler würdet Ihr gerne beim BVB sehen?

Felix Meininghaus: Wie schon gesagt: Vor allem im Sturm. Spielen wir jetzt Wunschkonzert? Okay: Mame Diouf aus Hannover ist ein toller Stürmer und würde aufgrund seiner Laufleistung auch gut ins Klopp-Konzept passen. Dann ist noch Bedarf auf den Außenbahnen. David Alaba würde ich sofort nehmen, von allen Spielern des FC Bayern München ist er mir mit Abstand der Liebste. Und den kleinen Draxler von Schalke, das wäre ebenfalls ein idealer Klopp-Spieler. Aber jetzt genug gesponnen…

Marcus Bark: Außenverteidiger-Backups und Sturm hatte ich ja schon vorhin erwähnt. Beim Wunschspieler würde ich David Alaba nehmen. Ein außergewöhnlich guter Spieler und ein Supertyp.

Rutger: Ist das jetzt Spieler-Wunschwichteln? Klasse! Ich war schon Mitte der Nullties der Meinung, dass Huszti Borussia gut zu Gesicht stehen würde. Damals war er auf dem Markt und vor der Saison wieder. Obwohl er schon fast 30 ist, hätte er mit “Götzeus” eine schlagkräftige offensive Dreierkette gebildet. Einen Edin Dzeko würde ich auch gerne in Dortmund sehen. Vielleicht hat der ja etwas entspanntere und weniger egozentrische Berater als Lewandowski. Grundsätzlich ist aber immer wichtig, dass ein Spieler auch in Sachen Physis, Einstellung und Charakter passt. Mit einem Diego oder einem Özil, so toll sie auch kicken können, könnte man im System Klopp insbesondere in Sachen Gegenpressing keinen Blumentopf gewinnen. Shinji oder Nuri dürften gerne jederzeit ihren Fehler einsehen und zurück nach Dortmund kommen.

Ingo: Mit dem Verstärken ist das so ’ne Frage, ein zweiter treffsicherer Stürmer wäre geil. Wen ich aber wirklich gerne in schwarzgelb sehen würde: David Alaba. Ich glaube, dem steht ne ganz große Zukunft bevor.

Jens: Ich freue mich auf Jonas Hofmann, der ja unlängst einen Profivertrag unterschrieben hat und beim BVB II schon eine Hausnummer ist.

Uli: Ein treffsicherer Stürmer wäre nicht schlecht, auch, um vorne schwerer auszurechnen zu sein. Mit einem konkreten Namen tue ich mich schwer. Darüber hinaus hoffe ich, dass Julian Koch gesund zu uns zurückkehrt und endlich mal verletzungsfrei bleibt.

Andy: Shinji Kagawa. Ach nee. Bundesligaspieler? Dann nehme ich auch den treffsicheren Stürmer bitte.

Peter: Toni Kroos (Bayern München), Roman Neustädter (Schalke 04), Sami Khedira (Real Madrid) und Phillipp Wollscheid (Bayer Leverkusen.)

Andreas: Ich gucke da weniger in die Bundesliga. Zuletzt sind wir sehr gut mit dem Scouting-System des BVB gefahren. Eher unbekannte Leute holen für kleines Geld. Die mit viel Potenzial halt. Ein nächster Kagawa wäre prima – brauchen werden wir sicher in jedem Fall einen Torjäger, sollte Lewandowski gehen.

Marcus: Christoph Metzelder. NICHT! Ich bin seit Jahren Fan von Stefan Kießling. Aber grundsätzlich sollten wir genauso weiter machen wie bisher. Talentierte Fußballer, wenn möglich mit Wurzeln um die Fußballhauptstadt.

Jan: Ich finde Schürrle nach wie vor gut – aber wirklich wünschen würde ich mir Robbie Kruse von der Fortuna. Der hört einfach nicht auf zu spielen und hat einen tollen Zug zum Tor hin. Ich denke, der würde ins Team passen.

Kim: Ich bin auch für Toni Kroos, der beste 10er der Liga!

Holger: Jungs, wo habt Ihr nur Eure Augen…

Marc: Ich sehe auch eher auf der Stürmerposition Nachholbedarf. Auch wenn bei Julian Schieber immer wieder argumentiert wird, dass er noch Zeit benötigt, sind mir seine bisherigen Einsätze für die Schwarz-Gelben nicht nachhaltig positiv in Erinnerung geblieben.

>> Im 6. Teil geht es um das Umfeld und die wirtschaftliche Situation

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Redaktion, 03.01. 2013