Franz Jacobi: Letzte Drehtage zum Film über den BVB-Gründer (Die Kirsche)

15. März 2014

Ein Filmprojekt über die Gründungsgeschichte von Borussia Dortmund rückte mit Franz Jacobi eine der zentralen Figuren der Vereinshistorie in den Mittelpunkt. Jacobi gehörte zu den Gründern des Klubs und übernahm dessen erstes Vorsitzendenamt.

Borussia Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 gegründet, als sich eine Gruppe junger Männer im Lokal „Zum Wildschütz“ im Dortmunder Norden zusammenfand. Aus diesem Ursprung rund um den Borsigplatz entwickelte sich über die Jahrzehnte einer der bekanntesten Fußballvereine Deutschlands.

Erinnerung an die Ursprünge

Dass die Anfänge des Vereins filmisch aufgearbeitet werden, unterstreicht den hohen Stellenwert, den die eigene Geschichte im Umfeld des Klubs einnimmt. Der Borsigplatz als Gründungsort ist bis heute fester Bestandteil der Vereinsidentität und traditioneller Schauplatz von Meisterfeiern.

Für die Fanszene bedeutet die Beschäftigung mit Franz Jacobi und den Gründungsjahren mehr als eine historische Fußnote: Sie verbindet die Gegenwart des Vereins mit seinen Wurzeln im Arbeitermilieu des Ruhrgebiets und macht nachvollziehbar, wie eng Borussia Dortmund von Beginn an mit seiner Stadt verwoben war.

Die Gründung ging auf eine Gruppe junger Männer zurück, die sich vom kirchlich geprägten Jugendverein ihrer Gemeinde lösten, um einen eigenen Fußballklub zu gründen – gegen den Widerstand des zuständigen Kaplans. Aus diesem eigenwilligen Schritt entstand ein Verein, der bis heute stolz auf seine Wurzeln im Arbeitermilieu verweist. Dass Franz Jacobi als treibende Kraft und erster Vorsitzender diesen Anfang mitgestaltete, macht ihn zu einer Schlüsselfigur der schwarz-gelben Geschichte. Ein Film über die Gründungsjahre trägt dazu bei, diese frühe Phase einem breiteren Publikum in Erinnerung zu rufen und die Verbindung zwischen Verein, Stadt und Anhängern greifbar zu machen.