Der Abschied von Robert Lewandowski markierte für Borussia Dortmund das Ende einer außergewöhnlich erfolgreichen Phase. Der polnische Stürmer war 2010 von Lech Posen nach Dortmund gekommen und entwickelte sich dort zu einem der gefährlichsten Angreifer Europas.
Mit dem BVB wurde Lewandowski 2011 und 2012 Deutscher Meister und gewann 2012 den DFB-Pokal. In besonderer Erinnerung bleibt sein Auftritt im Halbfinale der Champions League 2013, als ihm im Heimspiel gegen Real Madrid vier Tore gelangen – eine Leistung, die weit über Dortmund hinaus Beachtung fand.
Ablösefreier Wechsel nach München
2014 verließ Lewandowski Borussia Dortmund ablösefrei und schloss sich dem Ligakonkurrenten FC Bayern München an. Der Wechsel reihte sich in eine Serie prominenter Abgänge dieser Jahre ein und löste in der Fanszene entsprechend gemischte Gefühle aus.
Aus sportlicher Sicht hinterließ der Torjäger eine große Lücke, die der Verein neu ausfüllen musste. Zugleich stand sein Weg beispielhaft für die Herausforderung, vor der Borussia Dortmund in dieser Ära wiederholt stand: herausragende Spieler zu entwickeln und ihren Weggang zum Branchenprimus sportlich zu verkraften.
Bei Borussia Dortmund hatte sich Lewandowski unter Jürgen Klopp vom Ergänzungsspieler zum zuverlässigen Mittelstürmer entwickelt und in vier Jahren rund einhundert Pflichtspieltore erzielt. Sein Weggang stand damit auch für den Wandel des Vereins: Nach den Titeljahren musste Borussia Dortmund lernen, den regelmäßigen Verlust seiner besten Spieler sportlich aufzufangen, ohne den eigenen Anspruch aufzugeben. Dass ausgerechnet der Ligakonkurrent aus München von diesen Abgängen profitierte, verlieh den Wechseln aus Dortmunder Sicht eine zusätzliche Brisanz, die in der Fanszene noch lange nachhallte.
Dass ein Spieler dieses Kalibers den Verein ablösefrei verließ, löste zudem eine anhaltende Debatte über Vertragslaufzeiten und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem FC Bayern München aus.
