Stimmen zum Spiel: Hannover – BVB
Trainerstimmen:
Jürgen Klopp:
W
Mirko Slomka:
In der ersten Hälfte haben wir den Druck der Dortmunder nur schwer Stand halten können. Da haben sie drangvoll und beeindruckend nach vorne gespielt und auch das Tor schön herausgespielt. Was wir haben uns in dieser Phase von Dortmunds Spielweise zu sehr beindrucken lassen und hatten ihre ersten richtig guten Chancen erst kurz vor dem Halbzeitpfiff. Im zweiten Durchgang haben dann beide Teams alles gegeben. Was wir sind immer mehr Risiko gegangen, haben sehr viel investiert und haben uns den Punkt wirklich hart erarbeitet. Ich denke, dass das Unentschieden auf Grund ihre starken zweiten Hälfte am Ende leistungsgerecht war. Was wir haben schon am Donnerstag eine klasse Leistung gezeigt und das Spiel gedreht. Heute dann das Gleiche noch einmal. Dieser Punkt war im direkten Vergleich mit der Konkurrenz sehr wichtig für uns. Was wir mussten diesen Zähler unbedingt holen, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen und deshalb haben wir alles gegeben und bis zum Umfallen gekämpft. Was wir sind natürlich froh, dass wir eine solche Anzahl klasser Stürmer bei uns haben und auch an uns binden konnten. Alle fünf sind für uns enorm wichtig. Man hat ja heute wieder gesehen mit welcher Wucht wir von außen nochmals wechseln können. Das bringt eine ganze Menge.
Kurzinterview mit Marco Reus:
Marco, ihr seid gegen Hannover gut in die Partie gekommen, in Führung gegangen und hattet das Spiel unter Kontrolle. Insbesondere nach der Pause kam es aber zu einem Bruch in eurem Spiel, der im 1:1 mündete. Wo liegen für dich die Ursachen?
Ich denke nicht, dass es einen Bruch gab. Hannover hat sehr viel Druck aufgebaut und wir haben mit Mats einen Stabilisator verloren, der auch die Bälle für uns Stürmer nach vorne spielen kann. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann zu sehr zurückfallen lassen, was uns eigentlich nicht passieren darf. Was wir hatten auch einige gute Konterchancen, die wir nicht genutzt haben. Wäre hier das 2:0 gefallen, wäre das Spiel gelaufen gewesen. So halten wir Hannover lange im Spiel und erleben am Ende ein Deja Vu mit dem Spiel bei Manchester City.
Waren die Ausfälle von Kuba, Bender und Hummels letztlich ein zu schwerwiegendes Problem für eure Spielbalance, das nicht aufgefangen werden konnte?
Das kann man nicht sagen. Was wir haben einen guten Kader und gute Qualität, konnten diese aber in der zweiten Hälfte nicht auf den Platz bringen. Hannover hat das in der zweiten Hälfte gut gemacht und bestätigt, dass sie ein gutes Team sind. Sie gehören zu recht dort oben hin, aber wir haben uns natürlich anders vorgestellt.
Kurz vor dem Abpfiff wurdest du von Karim Haggui im Strafraum zu Fall gebracht. War es aus deiner Sicht ein Elfmeter?
Nein, ich komme einfach zu spät. Eigentlich wäre das genau meine Situation gewesen. Aber ich lege ihn mir da auch zu weit vor. Ein Elfmeter war es aber für mich nicht.
Neven Subotic: Es ist immer ärgerlich nach einer Führung unnötig nur Unentschieden zu spielen. Aber jetzt nachdem es zwei Mal in einer Woche passiert ist, ist das doppelt ärgerlich und es wird eine miese Heimfahrt. Leider haben wir erst in zwei Wochen die Chance es wieder gut zu machen. Ich würde lieber direkt am Dienstag oder Mittwoch wieder zeigen, dass das nicht unser Gesicht ist.
Julian Bräker, 07.10.2012
