Dortmunder Umbruch gravierender als gedacht: Jürgen Klopp geht! (Gib mich die Kirsche)

15. März 2014

Im April 2015 wurde bekannt, dass Jürgen Klopp Borussia Dortmund zum Ende der Saison 2014/15 verlassen würde – ein tieferer Einschnitt, als viele zunächst annahmen. Klopp hatte den Verein seit 2008 geprägt und aus einem sportlich wie finanziell angeschlagenen Klub wieder eine feste Größe im deutschen und europäischen Fußball gemacht.

Unter seiner Leitung wurde Borussia Dortmund 2011 und 2012 Deutscher Meister und gewann 2012 mit dem DFB-Pokal das Double. 2013 erreichte die Mannschaft das Finale der UEFA Champions League, das im Londoner Wembley-Stadion knapp gegen den FC Bayern München verloren ging. Klopps intensiver, auf frühem Pressing und schnellem Umschaltspiel beruhender Stil wurde weit über Dortmund hinaus zum Markenzeichen.

Ein Umbruch mit Folgen

Die Abschiedssaison 2014/15 verlief schwierig: Zur Winterpause stand Borussia Dortmund zeitweise auf einem Abstiegsplatz, ehe sich das Team im Frühjahr stabilisierte und am Ende noch einen Europapokalplatz erreichte. Der angekündigte Weggang bedeutete für den Verein weit mehr als einen Trainerwechsel – er markierte das Ende einer prägenden Ära.

Als Nachfolger verpflichtete Borussia Dortmund Thomas Tuchel, der zuvor den FSV Mainz 05 trainiert hatte. Für die Fanszene rund um die Südtribüne blieb Klopps Zeit untrennbar mit der Rückkehr an die europäische Spitze verbunden – ein Kapitel, das die Erwartungen an die folgenden Jahre spürbar prägte.

Der Kern jener erfolgreichen Jahre bestand aus Spielern, die Klopp maßgeblich entwickelte oder prägte – darunter Mats Hummels, Mario Götze, Nuri Şahin, Shinji Kagawa, İlkay Gündoğan und Robert Lewandowski. Viele von ihnen zählten später zu den gefragtesten Profis Europas. Gerade weil dieser Kader über die Jahre nach und nach auseinanderbrach, wurde deutlich, welche Aufbauarbeit hinter den Titeln gestanden hatte. Klopps Abschied 2015 fiel damit in eine Phase, in der der Verein ohnehin vor einem personellen Generationswechsel stand – und in der die Fanszene rund um die Südtribüne einen ihrer prägendsten Wegbegleiter verabschieden musste.