Stimmen zum Spiel: Stuttgart - BVB

Zum nicht geahndeten Foul an Götze im Strafraum sagte Watzke "Ein unfassbar klarer Elfmeter. Ich weiß nicht, ob man Mario erst ein Bein abhacken muss, bevor mal gepfiffen wird." Ansonsten konnte der BVB-Boss, wie nahezu alle anderen, mit Spiel und Ergebnis gut leben.

 

Die Pressekonferenz:

Jürgen Klopp: Insgesamt bin ich mit dem 1:1 zufrieden. Der VfB war heute brutal stark und hat ein positiv aggressives Spiel abgeliefert. Dass wir kurz vor der Pause den Ausgleich machen, war verdient. In der zweiten Hälfte war es dann ein super intensives Spiel, in dem wir gegen Ende die deutlich besseren Chancen hatten. Hätten wir gewonnen, wäre das also keineswegs unverdient gewesen, aber insgesamt gesehen ist das Remis O.K.

Zum nicht gegebenen Elfmeter: Ich habe es im Stadion gesehen und jetzt gerade auch noch einmal. Natürlich ist das ein Elfmeter gewesen, also es war keiner, weil er nicht gepfiffen wurde, aber es gab in der Geschichte schon einen Haufen solcher Foulspiele die gepfiffen wurden. Heute leider nicht.

Bruno Labbadia: Das Spiel ließ kaum eine Sekunde zum Atmen, war sehr intensiv. Es fällt wohl unter die Kategorie Spiel für die Zuschauer, denn die sind heute mit Sicherheit auf ihre Kosten gekommen. Gegen einen Gegner wie Borussia Dortmund, der Deutscher Meister ist und eine unglaubliche mannschaftliche und individuelle Qualität vorzuweisen hat, war es natürlich sehr schwer zu verteidigen. Aber wir haben das gut gemacht und am Ende natürlich etwas Glück gehabt bei den Chancen des BVB in der Schlussphase. Ich kann das Unentschieden heute problemlos unterschreiben. Der BVB spielt wirklich schönen und tollen Fußball mit einer eindrucksvollen individuellen Klasse. Wie die die Bälle spielen, das ist schon Klasse.

 

Interview mit Neven Subotic:

Neven, jeder im Stadion hat den Ball in der 89. Minute, den Du da aufs Tor bringst, schon drin gesehen. Du auch?

Das ging alles super schnell. Die Flanke kommt hoch rein, und ich habe gesehen, wie die Spieler vor mir zum Kopfball hochspringen, doch ich bekomme ihn auf den Kopf. Dann habe ich noch alles versucht, um den Ball so kräftig wie möglich aufs Tor zu bekommen, aber der Torwart springt hoch und kriegt ihn. Und als er am Boden liegt erwischt ihn noch irgendwie mit dem Fuß. Das war natürlich eine gute Reaktion. Aber eigentlich muss ich den Ball rein machen. Dann heißt das Ergebnis 2:1 und wir sind glücklich. Aber so sind wir zumindest einigermaßen zufrieden mit der Leistung. Wir haben super gespielt, haben uns viele Chancen erarbeitet, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt für mich auf jeden Fall. Ich denke, das 2:1 für uns wäre verdient gewesen.

Was nehmt Ihr aus diesem Spiel mit? Ihr seid in der Bundesliga jetzt fünf Spiele ungeschlagen und habt heute in einer Art und Weise gespielt, die Selbstvertrauen geben sollte.

Auf jeden Fall. Wir haben gegen eine sehr starke Truppe gespielt. Stuttgart ist verdient auf dem fünften Platz, weil sie sehr offensiv spielen, sehr gutes Pressing machen. Und gegen die so zu spielen, wie wir es gemacht haben, einen Tick überlegen zu sein, das hat uns selbst bewiesen, dass wir in einer guten Verfassung sind. Darum wird es auch am Dienstag gegen Piräus gehen, dass wir gegen eine gute Mannschaft die Oberhand haben.

Das war heute das fünfte Spiel in fünfzehn Tagen, aber von Verschleiß ist noch nichts zu spüren.

Nein. Das Einzige, was wir jetzt noch machen, ist schlafen und spielen. Heute Abend geht nicht viel. Ich bin um 11 im Bett, morgen ist Sonntag, da werde ich den halben Tag schlafen, um zu regenerieren, damit wir am Dienstag fit sind. Man hat halt kein Leben. (lacht)

War das heute eines der intensivsten Fußballspiele in dieser Saison?

Das Spiel gegen Bremen war auch schon sehr intensiv, aber heute war für mich das geilste Spiel, weil es so offen war. Es ging elf gegen elf, und beide Mannschaften wollten gewinnen. Es war ein offener Schlagabtausch und hat Spaß gemacht. Keiner auf dem Platz hat heute schlecht gespielt, alle waren gut in Form, und ich denke für die Fans war es ein sehr reizvolles Spiel, obwohl nur zwei Tore gefallen sind."

 

Weitere Stimmen zum Spiel:

Hans-Joachim Watzke: Die zwei Punkte sind weg, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Was mich ärgert: es war ein sehr gutes, ein sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben da echt guten Fußball gespielt. Am Ende waren wir vielleicht die überlegene Mannschaft. Von 90 Minuten waren wir gut 60 Minuten besser als der VfB. Stuttgart hat allerdings auch durchaus ein sehr gutes Spiel gemacht. Normalerweise sage ich nichts zu den Schiedsrichtern, aber heute muss das mal sein. Ich denke, Manuel Gräfe ist einer der besten deutschen Schiedsrichter, aber was er heute mit Mario gemacht hat, ist eine Katastrophe. Er stand drei, vier Meter daneben und das war ein unfassbar klarer Elfmeter. Ich weiß nicht, ob man Mario erst ein Bein abhacken muss, bevor mal ein Elfer gepfiffen wird. Das hat natürlich auch zum Endergebnis beigetragen. Aber Kompliment an beide Mannschaften. Es war ein unheimlich intensives Spiel. Ich bin durchgeschwitzt, obwohl ich ja gar nicht auf dem Platz stand.

Moritz Leitner: Wir hätten das Spiel gerne gewonnen, gerade bei den Chancen zum Ende hin. Aber gut wir müssen und ich denke wir können damit ganz gut leben. Für mich selber empfinde ich es so, dass ich mich in jedem Training und mit jeder Spielminute verbessere. Der Trainer hilft mir da wirklich gut. Ich freue mich, wenn ich der Mannschaft helfen kann. Shinji Kagawa: Gerade in der zweiten Hälfte haben wir unsere Stärken, unsere Schnelligkeit und Passsicherheit gut ausspielen können, aber ich persönlich muss diese eine Chance natürlich nutzen. Die Annahme war gut, aber ich komme da plötzlich in Rücklage und dann verdreht sich der Schuss. Daher wurmt mich das Spiel auch etwas, auch wenn ein 1:1 hier sicherlich in Ordnung ist.  Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailChristoff Strukamp, 30.10.2011  

 



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