Gib mich DIE KIRSCHE - Das Fußballmagazin aus Dortmund

 

Wir, das Fußballmagazin "Gib mich DIE KIRSCHE", sind seit 2003 online. Aus unserer Redaktion mitten in der Dortmunder City haben wir den BVB fest im Blick. Wir recherchieren Hintergründe, sprechen mit Spielern, Verantwortlichen und Fans, berichten aus der Fanszene, von Pressekonferenzen und den Bundesligastadien.

Obwohl wir im Regelfall unser schwarzgelbes Herz auf der Zunge tragen, blicken wir gerne in jeder Richtung über den Tellerrand, beobachten das Treiben in Bundesliga Eins und Zwei und berichten über Fußballthemen aller Art. Wir sind ein Fußballmagazin mit Fannähe und unsere Redaktion ist eine bunt gemischte Ansammlung von Fußballverrückten, die schon seit Jahren mit dem BVB zittern, jubeln, lachen und weinen. Unsere Modellpalette reicht vom Baujahr 1939 bis zum Baujahr 1991 und verfügt über die dementsprechende Vielfalt und Erfahrung. Bei uns gibt es sowohl Sky-Abonnenten und Allesfahrer, als auch Südtribünengänger und "Sitzplatzkanacken". Unsere Stärke ist die Vielfalt von Blickwinkeln, aus denen wir kommentieren und berichten.

Dabei steht für uns keine Berichterstattung im "Hurra-Stil" im Vordergrund, sondern eine leidenschaftliche, humorvolle, aber eben auch kritische Begleitung von Borussia Dortmund und dem Geschehen* in der Bundesliga.

In der Saison 2010 / 2011 haben wir erstmalig über 15 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet und unsere Foto-Redaktion hat sich über die Jahre einen Namen als beliebteste Datenbank für BVB-Bilder gemacht.

Das ist uns Ansporn, auch in Zukunft aus der deutschen Fußballhauptstadt zu berichten. Dabei wollen wir auch weiterhin weder Witz, noch journalistischen Anspruch vermissen lassen und immer für euch am Ball bleiben.

 

 

 

Wie „Gib mich die Kirsche“ zu seinem Namen kam

Der Name wurde vom Gründerkreis bewusst gewählt, um Lothar Emmerich (* 29. November 1941 im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld; † 13. August 2003 in Hemer), einem berühmten Sohn von Borussia Dortmund, ein ehrendes Andenken zu bewahren.
"Emma", wie er überall nur genannt wurde, spielte von 1960 bis 1969 beim B.V. Borussia Dortmund 09. Während dieser Zeit erzielte er zunächst elf Tore bei 32 Einsätzen in der Oberliga West, sowie ab Gründung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1961, weitere 115 Tore in 183 Einsätzen. 1966 war er Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga mit 31 Toren und erhielt den goldenen Schuh (siehe Bild 1). Ein Jahr später - 1967 - reichten 28 Tore zur Verteidigung dieser Trophäe, die er sich allerdings mit Gerd Müller teilen musste.

In seiner stärksten Zeit beim BVB spielte er zusammen mit Siegfried Held (229 Bundesligaspiele, 43 Tore), mit dem er besonders harmonierte und Europas Abwehrreihen das Fürchten lehrte. Beide gingen als die "Terrible Twins" in die Fußballgeschichte ein. 1965 war er maßgeblich daran beteiligt, dass der BVB den DFB-Pokal mit 2:0 gegen Alemannia Aachen in Hannover holte. Seine glanzvollste Zeit hatte er zweifellos 1966, als er mit den Dortmundern den Europapokal der Pokalsieger als erste deutsche Vereinsmannschaft überhaupt gewann. Zuvor kegelten die Borussen nacheinander die Teams aus La Valetta, Sofia, Atletico Madrid und West Ham United aus dem Rennen und standen somit im Finale am 5. Mai 1966 in Glasgow gegen den klaren Favoriten FC Liverpool. Die zwei Halbfinal-Spiele gegen West Ham mit deren Superstars Bobby Moore, Martin Peters und Geoff Hurst unmittelbar davor waren überragende Spiele dieser Borussen-Mannschaft. West Ham war Titelverteidiger in diesem Wettbewerb und gehörte zur europäischen Spitzenklasse. Den Mannen um "Emma und Siggi" gelang dieser Triumph mit zielstrebigem Offensivfußball und der legendären Bogenlampe von Reinhard "Stan" Libuda.

Anschließend wurde Lothar Emmerich von Bundestrainer Helmut Schön in die Nationalmannschaft für die WM 1966 berufen, wo er mit der deutschen Fußballnational- mannschaft Vizeweltmeister wurde. Die Mannschaft unterlag England in London nach Anerkennung des wohl berühmtesten "Nicht-Tores" der Fußballgeschichte, dem so genannten "Wembleytor" mit 2:4. Bei diesem Turnier schoss er als Linksfuß gegen Spanien ein Tor aus spitzem Winkel fast von der Eckfahne zum 1:1- Ausgleich (siehe Bild 2), das Torhüter Iribar auch Jahre später noch als "unmöglich" einstufte.

Seit dieser Zeit eilte ihm inbesondere der Spitzname "Emma mit der linken Klebe" voraus. Insgesamt bestritt der gebürtige Dortmunder Junge fünf Spiele für die Nationalmannschaft. 1999 holte ihn der damalige Präsident Dr. Gerd Niebaum zurück zu Borussia Dortmund zurück, wo er bis zu seinem Tod zusammen mit Aki Schmidt (siehe Bild 3) höchst erfolgreich als Fanbeauftragter des schwarzgelben Traditionsclubs an der Basis wirkte.

"Emmas" Leidenschaft auf dem Platz, seine Spielfreude, aber auch seine Mannschaftsdienlichkeit machten ihn zu einem der populärsten Spieler der 60er Jahre. Sein Ausruf "Gib mich die Kirsche!", mit dem er seine Mitspieler aufforderte, ihm endlich den Ball zum Torschuss zuzuspielen, ist deshalb bis heute legendär und zugleich Motivation und Ansporn für uns. Wir sind deshalb Stolz darauf, mit unserem Namen an einen der größten Borussen erinnern zu dürfen.


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