Bilanzpressekonferenz mit Watzke und Tress

Die Zahlen die zur Bilanz zu vermelden waren, hatten abermals wieder eine Steigerung erfahren. Die angepeilte Schallmauer von 400 Millionen Umsatz für 2019 wurde jetzt schon durchbrochen. Mit 405 Millionen Umsatz bewegt man sich weiterhin auf Wachstumskurs begünstigt durch ein positives Marktumfeld.

Ein Ende ist nicht in Sicht: In den nächsten Jahren sei mit weiterem Wachstum durch die Märkte in China und den USA zu rechnen. Gerade in den USA erfreut sich der Fußball immer größerer Beliebtheit. Ein Gewinn von 8,2 Millionen nach Steuern macht den BVB zu einem der gewinnträchtigsten Unternehmen, wobei auch der Transvergewinn hier zu Buche schlägt. Ohne Finanzschulden und mit einem hohen Festgeldkonto von 50 Millionen ist man einer der wenigen Clubs, der ohne Kredite auskommt. Ein ambitioniertes Ziel sei in den nächsten Jahren die 500 Millionen Marke.




Die Zielsetzung zur neuen Saison sei die Qualifikation zur CL, das Überstehen der Gruppenphase in der CL was durchaus nach der Auslosung ein ambitioniertes Ziel sei. Aber mit dem neuen Trainer Peter Bosz habe man jemanden der gerade in der jetzigen Situation sehr professionell arbeitet. Die Auslosung in 2013 habe eine ähnlich schwere Gruppe ergeben, aber bei einem momentanen UEFA-Ranking von Platz 7 kann man auch mal selbstbewusst auftreten, man wisse welche großen Kaliber hinter uns lauern: Es ist wieder mal eine große Aufgabe mit einer Mannschaft mit Perspektive bei der man Geduld braucht.

Die Strahlkraft des BVB steigt weiter und den Anlegern könne Watzke eine Dividende von 06 Cent vorschlagen.Der Personalaufwand betrage nach allen Abzügen zwischen 128-130 Millionen. Zur eigenen Person stellt Watzke klar, dass seine Rücktrittsgedanken, die er in der Krise um das Busattentat gehabt habe, seien definitiv erledigt. Gerade auf der Fandeligiertentagungtagung habe er eine gute Stimmung gegenüber seiner Person ausgemacht. Seinen Vertrag bis 2019 werde er erfüllen und in der ersten Hälfte 2018 in die Gespräche mit Präsident Rauball gehen.

Den Wert des Vereins sehe er jenseits einer Milliarde, wenn man das Stadion und den Kader mit einbezieht. Der Wachstumskurs das Marktes konzentriere sich immer mehr auf die Topclubs, externe finanzielle Zuströme aus den arabischen Staaten sind zusätzlich vorhanden und bringen viel Bewegung mit Luft nach oben. Die Summen für Transvers überraschen nicht mehr, "die 220 Millionen für Neymar war dann halt noch eine noch nicht so verrückte Ablösesumme, als das man sie nicht zahlen konnte." Watzke erklärte: "Wir wollen weiterhin für günstige Eintrittskarten stehen, ein nationales Finale wird immer in Deutschland stattfinden, selbst die Zerstückelung des Spieltags hat jetzt eine Grenze erreicht, an der es nicht mehr weiter geht, auch an der 50+1 Regel halte ich weiterhin fest."

Watzke wird sich an diesen Worten messen lassen müssen. Wir werden sehen wie es damit weiter geht, der BVB muss im Spiel der großen mitspielen, schon jetzt ist klar das viele andere Clubs in den Startlöchern stehen unsere Borussia zu überholen. Wenn wir weiterhin Europäischen Topfußball sehen wollen, müssen wir damit leben die weitere Kommerzialisierung hinzunehmen. Die Spirale die dort entstanden ist, wäre nur durch Regelungen des Verbands wie in den USA anzuhalten. Wann und ob dies in Europa erkannt wird, ist abzuwarten.


Oliver Römer, Fotos: Archiv






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