Unser Blick nach vorn - Teil 3

Im letzten Teil unser ganz persönlichen Saisonvorschau formuliert die Kirsche-Redaktion ihre Erwartungen an die Saison. Wie kommt der BVB aus den Startlöchern und wo glauben wir, landet unser Lieblingsklub nach 34. Spieltagen.

Mit Leipzig, Pokalsieger Frankfurt und Hoffenheim hat der BVB in den ersten vier Spielen schon gute Gegner. Wie glaubt ihr, kommen die Jungs aus den Startlöchern?


Bodo: Ich habe eigentlich ein ganz gutes Gefühl.

Ingo: So wie letzte Saison: Von Anfang an Vollgas.

Sascha: Die Frage ist nicht, wie WIR aus den Startlöchern kommen, sondern wie die Anderen aus den Startlöchern kommen werden. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt mit den, ich übertreibe mal, “satten” Spielern. Die anderen Vereine sind gierig. Mit Hoffenheim und den Dosen wird es sehr schwer, glaube ich. Gegen Frankfurt mache ich mir nach Kovacs Weggang weniger Sorgen. Ich denke nicht, dass sie das Niveau halten werden.

David: Ich glaube nicht, dass diese Mannschaft satt ist. Das ist doch gerade der Sinn eines Umbruchs. Die Trainingsarbeit ist derzeit der absolute Hammer, wahnsinnig akribisch und detailversessen. Kein Vergleich zu Bosz und Stöger. Deshalb denke ich, dass wir sehr gut starten. Wir müssen die Systeme ans Laufen kriegen.

Falk: Erstes Spiel gibt es eine Niederlage. Dann folgt die Siegesserie.



Andreas:
In der letzten Saison war die Niederlage gegen die Brausetruppe der Anfang vom Ende für das Bosch-System. Ich hoffe sehr, dass die Mannschaft es diesmal besser macht. Allerdings habenn die schon die CL-Qualifikation gespielt, den Ernstfall also schon geübt.

Martin: Mit dem Favre-Schwung gelingt ein guter Start in die Saison.


Kann die Bundesliga endlich die Bayern stoppen? Fünf Meistertitel hintereinander – wie langweilig. Mindestens 20 Punkte Vorsprung – gääähhn! Was muss passieren, damit sich das endlich ändert?


David: Der BVB muss jedes Spiel gewinnen.

Bodo: Ich glaub auch weiter leider an Langeweile.

Ingo: Die Bundesliga kann die Bayern nicht stoppen - aber der BVB kann es.



Sascha:
Nur sie selbst. Denen kann in der BuLi keiner gefährlich werden, dafür sorgen die schon mit ihren Transfers. Kein Verein wird stabil genug sein und kein Verein hat das Bayern-Standing, wo viele Vereine schon vorher aufgeben. Aber warum auch kämpfen, denn belohnt wird es vom DFB dann selten. Schwalben und Beinahe-Berührungen führen dann wieder zu ungerechtfertigten Freistößen, die der Dosenöffner für die Bayern werden. Also ich denke, dass sich da auf Jahrzehnte nichts tun wird!

Falk: Bayern wird Meister.

David: Vom Papier her ja. Ich bin gespannt, was sich in München noch tun wird. Es ist gefährlich ruhig dort, was Neuzugänge angeht. Ein Ersatz für Vidal wird wohl noch kommen. Und wenn wir dann Lewandowski loseisen, muss der Weißwurst-Fabrikant doch noch ächzend seinen Geldspeicher plündern.

Andreas: Nur einer von 18 Bundesligatrainern setzt auf den BVB - alle anderen glauben wieder an die Bayern. Ich hoffe, alle Mannschaften geben gegen die Bayern mal alles und schenken die Spiele nicht schon vorher her, indem sich die Spieler absichtlich die Gelbe Karte im Spiel zuvor abholen.

Martin: Wir haben die besten Chancen, die Langeweile zu killen. Auch Leverkusen hat in meinen Augen einen sehr guten Kader, dort muss Herrlich Konstanz in die Leistungen seiner Mannschaft bekommen, damit es für ganz oben reichen könnte. Alle weiteren Mannschaften sehe ich dahinter, von RB über die Blauen bis hin zu Mönchengladbach oder Hoffenheim.


Und zu guter Letzt: Was traut ihr dem BVB zu? Wo landen wir am Ende der Saison?


Bodo: Ein CL-Platz muss bei dem Kader auf jeden Fall drin sein, und da glaube ich auch dran.

Kurt: Ein CL-Platz vor Schalke ist Pflicht, ebenso das Pokalfinale und das Viertelfinale in der Champions League. Aber bei dem selbstverschuldeten Chaos in der letzten Saison und in der Sommerpause und bei der TOP-Mannschaft, die wir gleichwohl auf den Platz bringen werden, kann es dieses Jahr wieder mal zur Meisterschaft reichen.



Sascha:
Da ich bisher noch kein einziges Spiel gesehen habe um für mich zu beurteilen, wie man spielt und wie das Zusammenspiel funktioniert, mag ich da keine Aussage zu treffen. Rein vom Papier und der Tradition her müssten wir zumindest unter den ersten Vier landen. Aber ob das mit Favre und den Altlasten funktioniert wird man sehen. Wundern täte es mich nicht, wenn es nichts wird.

David: Altlasten, Altlasten. Erst einmal sind das immer noch Menschen. Und zweitens gibt es genügend Beispiele, dass Aussortierte urplötzlich noch einmal explodieren. Selbst einen Lewandowski wollte man hier schon vom Hof jagen, weil er am Welttorjäger Barrios nicht vorbeikam. Der BVB muss mutig spielen, weniger hintenrum, mehr den “tödlichen Pass” in die Tiefe suchen. Dann ist man sofort gefährlich - und dann ist man mit den Spielern auch kaum aufzuhalten. Wenn es gut läuft, traue ich der Mannschaft die Meisterschaft zu. Das Potenzial ist gewaltig jetzt.

Falk: Die europäischen Plätze sind das Minimalziel. ich würde mich freuen, im Mai nach Berlin zu fahren und in der Liga in den Top-Drei zu landen.

Martin: Auch ich denke, dass das Erreichen der Champions League Pflicht ist. Wir werden hinter den Bayern Zweiter.

Andreas: Mit der Einstellung wird das nix. Wenn wir schon nicht dran glauben, wer denn dann? Ich denke, wir schaffen eine Überaschung holen den Titel. So!

David: Da muss einfach mehr drin sein als Platz vier. Was in der letzten Saison gelaufen, ging auf keine Kuhhaut mehr. Sowohl personell - Stichwort seltsame Aufstellungen und Wechsel - als auch von der gesamten Einstellung her war das einfach unterirdisch. Dem BVB ist der Erfolg der letzten Jahre ein wenig zu Kopf gestiegen. Das scheint sich mit Sebastian Kehl gelegt zu haben. Und das wird sich auch auf dem Platz zeigen. Ich habe die Verpflichtung von Favre sehr kritisch beurteilt. Was ich bis jetzt aber im Training gesehen, muss ich sagen: Das wird stürmisch! Endlich wird mal wieder trainiert beim BVB...

Opens window for sending emailRedaktion, 17.8.2018


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