Stimmen zum Spiel: BVB - Leipzig

"Das wird ein Spiel mit offenem Visier", prophezeite RB-Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl. Und genau so  ein schnelles und von der Offensivstärke beider Teams geprägtes Spiel im Vollgasmodus sollten die Fans im Westfalenstadion zu sehen bekommen.

Peter Bosz:
„Gratulation an Leipzig, es ist das erste Mal, dass ich das in der Bundesliga mache. Ich fand es war kein großartiges Spiel. Viele Zweikämpfe ja, ein gutes Fußballspiel nein von unserer Seite. Das war eine sehr schlechte erste Halbzeit. Wir haben zu viele Bälle zurückgespielt zum Torwart, das ist nicht unserer Fußball. Wir haben die Räume nicht genutzt. Wenn man auch noch schlecht verteidigt, ist es schwer zu gewinnen. Auch wenn Leipzig sehr gut Druck gemacht hat, haben wir es nicht gut gemacht. Es war heute nicht unser Fußball, wir haben die Räume nicht gut genutzt und auch noch schlecht verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, es anders zu machen. Doch wir haben unsere Chancen nicht genutzt, deshalb hat Leipzig verdient gewonnen.“

Ralph Hasenhüttl: „Ich bin sehr stolz, was wir hier geleistet haben ­– das war sensationell! Wir wollten ein Spektakel bieten! Wenn man hier gewinnt, dann muss man schon einiges richtig machen. Wir haben trotz des frühen Rückstands an unseren Matchplan geglaubt und ihn sehr gut umgesetzt. Wir haben immer versucht, Nadelstiche nach vorn zu setzen, und den Vorsprung mit sehr viel Leidenschaft wettgemacht. Naby Keita und Stefan Ilsanker waren am Anfang ein bisschen nervös, haben uns aber dann ins Spiel zurückgebracht. Ich hatte den Eindruck, dass wir mehr Lösungen hatten als Dortmund.

Wir sind nicht optimal gestartet, das frühe 0:1 war optimal Mist. Aber wir haben danach den Matchplan sehr gut umgesetzt und den Rückstand weggesteckt. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Lösungen als der BVB und haben den Gegner mit unserem Pressing gestresst. Wir kommen anschließend super aus der Halbzeit, machen das 3:1 und bringen den BVB dann wieder zurück. Aber was wir heute hier geleistet haben, war sensationell. So offensiv aufzutreten, war mutig von uns. Das kann auch schief gehen. Ich bin richtig stolz auf die Jungs. Der Fokus hat heute darauf gelegen, dass wir uns in einem Stadion behaupten, in dem zwei Jahre keine Mannschaft mehr gewonnen hat. Wir sind All-in gegangen, wir haben viel Risiko genommen. Mut wird belohnt.“ 


Weitere Stimmen zum Spiel

Julian Weigl: „Wir haben es nicht geschafft, die zweiten Bälle zu bekommen. Sie waren sehr aggressiv auf die zweiten Bälle, wir haben den ersten Ball meistens gewonnen und dann waren sie giftig, einen Schritt schneller als wir. Sie hatten sehr, sehr viel gefährlichere Ballbesitzphasen, die wir nicht hatten. RB hat verdient gewonnen. Dass wir erstmals seit April 2015 wieder ein Spiel verloren haben, tut weh. Aber mehr tut die Art und Weise, wie wir dieses Spiel verloren haben, weh.”

Mario Götze: „Der Schiedsrichter und sein Gespann haben es sehr gut gemacht. Wir müssen auf uns und unsere Gegentore schauen. Das war nicht optimal. Drei Gegentore zu Hause, das darf uns nicht passieren. Wenn wir das frühe 1:0 machen, brauchen wir mehr Stabilität, müssen auf das zweite Tor gehen. Dann kommen wir aus der Pause, bekommen das dritte Gegentor plus die Rote Karte. Schlechter hätte es nicht laufen können. Wenn Auba das dritte macht, spielen wir 3:3. Wenn man ehrlich ist, haben wir auch Pech gehabt.“


Opens window for sending emailRedaktion, 15.10.2017




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