Stimmen zum Spiel: BVB - Köln

Von Protest und schlechten Verlierern


Peter Stöger:
Zunächst meinen Glückwunsch. Der Sieg geht in Ordnung, der geht auch in dieser Größe mit dem 5:0 in Ordnung. Das Spiel hat denkbar ungünstig begonnen. Das ist ja das, was du dir hier am allerwenigsten wünscht, gleich mit 0:1 ins Spiel zu starten. Danach haben wir uns 20 Minuten ordentlich präsentiert. Ich hatte sogar das Gefühl, der eine oder andere Konter könnte vielleicht auch zum Erfolg führen. Im Laufe des Spiels haben wir dann gesehen, über was für ein Potenzial unser Gegner verfügt. Wenn sie es technisch nicht lösen können, machen sie es mit Geschwindigkeit. In der zweiten Halbzeit haben wir hinten auch noch zu viele Fehler gemacht.

Die Entscheidung zum zweiten Tor war meiner Meinung nach falsch. Natürlich ist die Hoffnung größer wenn du mit 0:1 statt 0:2 in die Pause gehst. Aber ich habe auch das Spiel gesehen und werde mich nicht hier hersetzen und sagen, dass diese Szene schuld daran ist, dass wir keine drei Punkte gemacht haben. Der bessere Gegner hat verdient gewonnen. Trotzdem sollte man diese Situation durchdiskutieren.



Peter Bosz:
Ich bin natürlich zufrieden. In der ersten Halbzeit war ich nicht ganz zufrieden. Da haben die Kölner sehr gut gestanden, sehr kompakt agiert. Und bei den Kontern hatten wir ein bisschen Glück, dass kein Ball wirklich durchkam. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, aber da waren auch die Räume größer. Nach dem Spiel bei Tottenham war es wichtig zu Hause zu gewinnen, das haben wir getan und 5:0 ist ein gutes Resultat.

Die Szene zum 2:0 habe ich erst hinterher im Video gesehen und ich denke der Ball war schon unterwegs ins Tor und niemand hätte den mehr stoppen können. Natürlich verstehe ich die Kölner, weil es ärgerlich ist, so kurz vor der Pause so ein Tor zu kassieren.


Köln Manager Jörg Schmadtke: Wir werden das Spiel nicht freigeben, wir werden natürlich Protest einlegen. Das war eine Fehlentscheidung des Teams und das werden wir nicht akzeptieren. Das war irregulär, gegen das Regelwerk. Und wenn gegen das Regelwerk entschieden wird, gibt es normalerweise eine Neuansetzung.


Hans-Joachim Watzke: Wenn man 0:5 verloren hat, wenn man im Spiel komplett chancenlos war und dann Protest einlegen will, finde ich das eine Attitüde des schlechten Verlierens. Das Argument, der Ball sei noch nicht über der Linie gewesen, ist doch absurd. Was wäre denn passiert, wenn der Pfiff früher erfolgt wäre? Wäre der Ball einfach zurückgesprungen? Es hatte kein Mensch mehr die Chance, diesen Ball aufzuhalten. Der war einfach drin!

Michael Zorc: Ich finde es nahezu grotesk oder lächerlich, wenn wir jetzt anfangen, an dem Spiel herumzudoktern. Ob der Pfiff nun erfolgte, als der Ball vor, auf oder hinter der Linie war, ist für mich vollkommen unerheblich. Er war auf jeden Fall deutlich im Rollen und kein Kölner Spieler hatte noch irgendeine Chance, diesen Treffer zu verhindern. Alle wollten doch den Videobeweis. Es war kein Foulspiel, es war ein reguläres Tor. Das ist Fakt. Bei der sportlichen Bewertung dieses Spiels gibt es nun wirklich keine zwei Meinungen...



Maximilian Philipp: Nach dem Stolperer über die Werbebande beim Torjubel bin ich jetzt wahrscheinlich ein Facebook-Hit. Da kann ich aber nach so einem Spiel drüber lachen. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist. Ich hatte ja schon in den Spielen zuvor ein paar Chancen, die ich nicht genutzt habe. Das hat mich sehr geärgert. Heute hat es gut geklappt. In der Höhe haben wir verdient gewonnen. Mit unserem Offensiv-Pressing hat jeder Gegner Probleme. Heute haben wir es gut zu Ende gespielt. 


Opens window for sending emailRedaktion, 17.9.2017




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