Stimmen zum Spiel: BVB - Ingolstadt

Ein starkes Ingolstadt, das zu fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen ist. Und ein glücklicher BVB, der vom Kopf her geschlaucht durch die Englische Woche schleicht und mit ein wenig Dusel, aber trotzdem nicht unverdient die drei Punkte im Westfalenstadion behält. Auf diesen gemeinsamen Nenner einigten sich beide Trainer Thomas Tuchel und Maik Walpurgis.


Thomas Tuchel: Glückwunsch erstmal an Ingolstadt für diese Leistung. Ich finde das sie ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben. Dass wir aber das Ergebnis haben, ist natürlich großartig und fühlt sich super an, am Ende von so intensiven Wochen. Dass wir offensichtlich auch nicht unser bestes Spiel gemacht haben, ist auch klar. Dass auch die mentale Frische gefehlt hat, dass uns Handlungsschnelligkeit, Sicherheit, Passgenauigkeit gefehlt haben, um dann heute auch dominanter zu spielen und auch das Spiel erstmal in die gegnerische Hälfte zu bekommen. Um dann auch Lösungen zu finden, damit haben wir uns heute wahnsinnig schwer getan. Wir hatten auch viele einfache Ballverluste. Und dann geht auch diese ganze Rennerei los gegen diese schnellen Spitzen. So geht dann auch nach und nach die Sicherheit flöten. Und dann sieht es auch so aus, wie es dann aussah.



Aber morgen früh wird sich dieser Sieg großartig anfühlen. Wenn du am Freitagabend vorlegst, in dieser Phase in der wir uns in der Liga gerade befinden, dann ist das Gold wert. Es ist auch nicht immer einfach, dass alles so abzuschütteln in diesem Drei-Tage-Rhythmus, in dem wir zuletzt gespielt haben. Auch mit diesen K.O.-Spielen, wo die ganzen jungen Spieler so gehypt werden. Da stecken natürlich körperliche Anstrengungen drin, es sind aber mentale Belastungen. Das muss alles irgendwie verarbeitet werden. Bevor du das alles aus den Kleidern hast, stehst du schon wieder in Berlin auf dem Platz. Bevor du das wiederum aus den Kleidern hast, stehst du gegen Lotte auf dem Platz. Das nächste K.O.-Spiel im Pokal. Dann ist das wahnsinnig intensiv, das kann ja alles gar nicht mehr alles verarbeitet werden.

Und dann ist zu guter Letzt heute noch eine Auslosung. Da quatschen dann erstmal alle um 12 Uhr über die Champions-League, und du denkst dir, schön, wir haben heute auch noch ein Bundesligaspiel zu spielen. Und dann sieht es halt mal so aus, wie es heute aussah. Das ist nicht schlimm, weil wir gewonnen haben. Und deshalb bin ich hier Trainer geworden. Wegen genau diesem Gefühl, das du ne Mannschaft trainierst, die das dann trotzdem gewinnt. Das ist dann herrlich.
Maik Walpurgis:
Als erstes meinen Glückwunsch an Thomas und seiner Mannschaft zum Sieg und zu der grandiosen Serie, seit zwei Jahren zuhause ungeschlagen zu sein. Die wollten wir heute natürlich durchbrechen. Die Mannschaft hat es auch sehr, sehr gut gemacht und unseren Plan sehr gut verfolgt. Wir wollten mutig sein, wir wollten Borussia Dortmund früh stören und immer wieder auch durch Pressing in Ballbesitz kommen. Wir haben das wirklich sehr gut gemacht und mit dem Spiel können wir auch sehr zufrieden sein. Nur leider nicht mit dem Ergebnis. Und das macht es dann für uns natürlich so bitter, dass wir hier ein sehr gutes Auswärtsspiel machen und ohne etwas zählbares nach Hause fahren.




Roman Bürki:
Ich war nicht wirklich überrascht, dass es heute so schwierig wurde. Ich bin immer auf alles vorbereitet. Meistens machen ja meine Vorderleute alles richtig, ok, heute war es dann mal etwas schwieriger. Ich denke es war ein dreckiger Sieg. Ingolstadt hat es uns heute sehr schwer gemacht, sind sehr viel gelaufen. Sind auch früh angelaufen und haben Druck ausgeübt.

...zum nicht gegebenen Elfmeter in der 52. Minute

Ich hätte mich nicht beschweren können, wenn der Schiedsrichter gepfiffen hätte. Ich sehe den Ball, ich will zum Ball, und er stellt es auch clever an, wie die Stürmer es halt können und auch machen. Er stellt dann seinen Fuß zwischen den Ball und mich und ich berühre ihn da.

Julian Weigl:
Es war heute wirklich ein hartes Stück Arbeit und die erwartet schwere Partie. Die Ingolstädter haben es uns sehr schwer gemacht. Sie haben gut gegen den Ball gearbeitet. Am Ende war es dann doch ein glücklicher Sieg für uns.


Opens window for sending emailMathias Laßauer, Stephan Münnich (Fotos) - 17.03.2017





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