Stimmen zum Spiel: Freiburg - BVB

Der BVB dominierte in Freiburg nach Belieben und hätte viel, viel höher gewinnen müssen, darin waren sich beide Trainer einig. Christian Streich ging sogar noch weiter und lud die Schuld komplett auf seine Schultern. Die Stimmen zum Spiel:

Thomas Tuchel: Wir sind sehr glücklich über diese Leistung. Der Mannschaft gebührt ein dickes Kompliment. Sie hat außergewöhnlich stark gespielt und in allen Bereichen eine Topleistung abgerufen. Wir waren hellwach, in unseren Aktionen sauber und haben mit der nötigen Schärfe und Ernsthaftigkeit gespielt, die du brauchst, um Freiburg in Schach zu halten. Wir hatten großen Respekt vor dieser Aufgabe, Freiburg ist taktisch eine Topmannschaft, hat offensiv viel Qualität, ist immer kompliziert zu verteidigen. Umso höher werten wir, dass wir das geschafft haben. Das gibt uns ein sehr gutes Gefühl und war ein enormer Schritt.



Christian Streich: Das Spiel war extrem enttäuschend. Der Fehler lag bei mir. Ich habe nicht entsprechend umgestellt. Ich hätte weggehen müssen vom 4-4-2. Ich habe es nicht getan in der Vorbereitung auf das Spiel. Ich habe falsch gehandelt. Deshalb durfte Dortmund so überlegen sein.

Marco Reus:
 Freiburg ist extrem heimstark, sie spielen als Aufsteiger einen guten Fußball. Wir haben sie aber überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen. Wir haben über 90 Minuten mit hohem Tempo sehr guten Fußball gespielt. Dass es zur Pause nur 1:0 stand, war zu wenig.

Kurzinterview mit Michael Zorc

Michael Zorc, wie fanden Sie dieses Spiel beim SC Freiburg?

Rundum souverän.  Ich glaube wir können sehr zufrieden sein mit der Mannschaftsleistung jedes einzelnen. Wir waren dem Gegner in allen Belangen überlegen. In der Halbzeit haben wir uns in der Kabine geärgert, dass es nur 1:0 steht, denn es kann ja immer etwas passieren. Aber die Mannschaft hat weitergespielt und weiter die Tore gemacht. Ich freue mich für Auba, dass er wieder getroffen hat. Jeder einzelne Spieler, der auf dem Platz war, hat heute eine erstklassige Leistung geboten.

Aubameyang wirkte in der ersten Halbzeit allerdings verunsichert nach seinen torlosen Spielen zuletzt. War das heute genau zur richtigen Zeit?

Das gibt es immer, das haben wir in den letzten 50 Jahren Bundesliga immer wieder erlebt, dass ein Torjäger eine Phase hat, in der nicht trifft, dass er zweifelt und überlegt. So eine Phase hatte Auba jetzt und ich bin mir sicher, dass er jetzt in den nächsten Wochen wie gewohnt treffen wird. Ich habe mir gerade die Torjägerliste angeschaut, da führt er noch oder liegt gleich auf... mit Lewandowski. (lacht). Ok das wird ein harter Kampf.




Sie trauen ihm zu, dass er den gewinnt?

Warum nicht? Wenn du fast nach zwei Dritteln der Saison vorne mit dabei bist, klar kannst du auch gewinnen. Bayern hat natürlich solche Spiele, die sie 8:0 gewinnen. Ok. Wir hätten heute auch 8:0 gewinnen können und das wäre in keinster Weise zu hoch gewesen. Aber es geht nicht darum, dass Auba Torschützenkönig wird. Das wäre ein schönes Beiwerk. Es geht darum, dass wir in der Liga oben dran bleiben und uns fam Ende ür die Champions League qualifizieren. Das ist das Einzige, was mich wirklich interessiert.

Bundestrainer Joachim Löw war im Stadion. Gonzalo Castro hat heute sehr stark gespielt. Hat er sich eine Nominierung endlich wieder mal verdient?

Er hat es schon länger mal verdient. Wir haben uns mit Jogi Löw heute Morgen im Hotel kurz getroffen. Aber es ist letzten Endes seine Entscheidung. Gonzo kann nur Woche für Woche gute Leistungen bringen, die kontinuierlich abliefern. Am Ende muss dann der Bundestrainer entscheiden. Aber von der Leistung her wäre es sicher gerechtfertigt.

Was erwarten Sie nun am Dienstag in Lotte?

Dass wir weiterkommen.


Christoff Strukamp, Fotos: Getty Images - 26.02.2017







Nächstes Spiel: Borussia Dortmund vs. SV Werder Bremen
Aktuelle Infos // Pressekonferenz // Statistik
Copyright 2011 - Gib mich die Kirsche - Das Fußballmagazin aus Dortmund