Stimmen zum Spiel: Mainz - BVB

Sowohl in Bremen, als auch jetzt in Mainz legt der BVB eine starke Anfangsphase hin, verfällt aber dann unerklärlicherweise in alte Verfahrensmuster. Thomas Tuchel ist vor dem Heimdebüt 2017 gegen Leipzig nicht zu beneiden...


Thomas Tuchel:
Wir hatten einen guten Start mit einem frühen Tor. Insgesamt war es ein ordentliches Auswärtsspiel in der ersten Halbzeit. Da hatten wir noch zwei richtig große Umschaltmöglichkeiten, mit der Chance auf das 2:0 und damit vielleicht eine Vorentscheidung. Wir hatten in der ersten Halbzeit eine tolle Zweikampfquote, alles schien gut. Doch in der zweiten Halbzeit haben wir es irgendwie nicht mehr geschafft, das Spiel in die Mainzer Hälfe zu verlagern. Das Spiel hat fast nur noch in der Luft stattgefunden. Immer wieder hohe Bälle, Kopfbälle und wieder lange Bälle.

Mainz hat es geschafft einen Fußball zu spielen, denn wir so nicht mögen. Aber auch da haben wir zunächst gut und auch körperlich verteidigt. Die Jungs waren fleißig, wir haben keine Chancen zugelassen. Bis eben zu dem Ausgleich.

Der Schlüssel liegt ja gerade darin, dass wir nur 1:0 geführt haben. Irgendwie sah es aus, als wollten wir nur mit dem 1:0 nach Hause fahren. Das ist der Hauptkritikpunkt. Wir hatten nicht den Mumm, uns vorne nochmal festzusetzen und das Spiel so zu beruhigen. Wir konnten unsere Stärken am Ball, unsere Dominanz, nicht mehr zum Tragen bringen. Und dann kann es immer passieren, dass du auswärts eben nur Unentschieden spielst.

Martin Schmidt: Das ging natürlich los, wie wir es überhaupt nicht wollten. Wir wollten die flachen Bälle im Mittelfeld vermeiden, und natürlich solche Ballverluste auch. Genau das ist passiert und wir wurden nach zwei Minuten bestraft. In der Pause habe ich den Jungs gesagt, das Tor wollt ihr morgen nicht sehen – da bekommt ihr Augenkrebs. Da haben wir auf dem Platz gestanden wir Hühner – das war eine schreckliche Szene.

Danach haben wir es aber besser gemacht. Wir wussten, dass wir hochkonzentriert verteidigen müssen. Wir haben uns reingekämpft und es gut gemacht. Gegen Dortmund ist es immer besser, den Ausgleich erst ganz zum Schluss zu machen. Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht gespielt, in der zweiten besser und nehmen den Punkt gern mit, auch wenn wir insgesamt sehr wenig aufs Tor geschossen haben. Für uns ist es ein wichtiger Punkt.



André Schürrle: 
Wir haben so gespielt, wie wir das vermutet haben. Der Platz war schwer zu bespielen. Es gab viele lange Bälle, wir sind ganz gut in die Zweikämpfe gekommen, haben viele Kopfbälle gewonnen.  Dann musst du so ein Spiel auch einfach mal mit 1:0 über die Bühne bringen. Das ist heute leider wieder nicht gelungen. Und so ist es schwer, wieder ganz oben ranzukommen, wenn du so die Punkte liegen lässt. Es ist brutal, so am Ende noch den Ausgleich zu bekommen. Das haben wir nicht gut verteidigt.

Julian Weigl: So ein Gegentor tut einfach nur sehr weh. Der Platz war nicht einfach zu bespielen. Mainz hat es uns sehr, sehr schwer gemacht. Wir haben reingehauen. Vor dem Gegentor müssen wir das besser verteidigen – das ist einfach ärgerlich. Eigentlich hätten wir den Sack früher zumachen müssen.

Marcel Schmelzer:  Das ist so ärgerlich – da spielen alle anderen am Wochenende für uns und wir lassen hier die Punkte liegen. Das ist nicht unser Anspruch, hier nur unentschieden zu spielen. Unser Anspruch ist ein anderer und wir hätten heute einfach mal das 1:0 nach Hause bringen müssen.

Roman Bürki: Mainz macht mit der einzigen Chance den Ausgleich. Das ist doch einfach unglücklich. Da müssen wir näher bei den Leuten stehen. Natürlich hätten wir den Sack früher zumachen können – schon in der ersten Halbzeit.

Opens window for sending emailAndreas Römer, 29.1.2017





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