Stimmen zum Spiel: Hoffenheim - BVB

Während Nagelsmann - trotz gebotenem Spektakel - mit der ersten Halbzeit seiner Schützlinge so gar nicht zufrieden war, zeigte sich Thomas Tuchel begeistert von der Moral seines Teams, die immerhin durch Schiedsrichter Benjamin Brand zuvor krass benachteiligt wurde (Zum einen der Treffer zum 2:1 für 1899, als Sandro Wagner Sven Bender wegschubst, und zum anderen die ungerechtfertigte Gelb-Rote Karte gegen Marco Reus). Die Stimmen zum Spiel:

Trainerstimmen

Thomas Tuchel: Uns war vollkommen bewusst, wie schwer das hier wird. Alles, was gegen uns laufen konnte, lief gegen uns. Das macht die Dinge in Hoffenheim noch schwerer als sie ohnehin schon sind. Die Reaktion, die wir gezeigt haben, war außergewöhnlich. Wir hatten sogar mehr Torschüsse als Hoffenheim. Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, auf jeden Fall mit einem Punkt nach Hause zu fahren. Man hat bis unters Dach gespürt, dass wir uns dagegen stemmen. Dafür ein Riesenkompliment an das Team. Wir haben den Punkt verdient.

Julian Nagelsmann: Die erste Halbzeit war nicht so gut, weil wir nicht den Mut gefunden haben, gegen das aggressive Pressing von Dortmund rauszuspielen. Sie haben mit drei Spitzen attackiert - dahinter war Raum, den wir bespielen wollten. Das haben wir zu selten gemacht. Dennoch gehen wir früh in Führung - durch eine Situation, die wir besprochen hatten. Genau wegen dieser Läufe hat Mark Uth heute begonnen. Es waren auch heute viele strittige Szenen. Ich kann den Ärger der Dortmunder verstehen. Ich hätte die zweite Gelbe Karte für Marco Reus auch nicht gegeben. Und wenn das 2:1 nicht zählt, beschwere ich mich auch nicht. Nach der Pause haben wir ein gutes Spiel gemacht. In manchen Phasen haben wir zu viele lange Bälle gespielt. Wir haben drei Hundertprozentige. Da müssen wir treffen. Das 2:2 darf so nicht fallen. Mit den Chancen von Andrej und Jeremy müssen wir das Spiel entscheiden. Es war ein packendes Spiel und ich kann heute mit dem Punkt leben.

Stimmen zum Spiel

Hans-Joachim Watzke: „Ich rege mich sehr über diese beiden unfassbaren Fehlentscheidungen in der ersten Halbzeit auf. Das ist unfassbar, unglaublich, das sind eklatante Fehlentscheidungen - so eine Schiedsrichterleistung. Die gelb-rote Karte für Marco Reus ist eine absolute Frechheit. Amiri hängt, ja klammert sich fünf, sechs, sieben Meter ins Trikot von Marco rein, zieht eine Minute lang am Trikot, und dann sieht Marco Gelb-Rot! Hoffenheim spielt sehr körperbetont, das ist auch bekannt und legitim. Wenn es dann so aussieht wie beim Wagner beim Kopfballtor, ist es aber nicht mehr legitim. Wir hoffen, dass wir den Schiedsrichter möglichst lange nicht mehr bekommen".

Marcel Schmelzer: "Sandro Wagner macht das sehr clever, das muss man sagen. Aber es war ein klares Foul. Genau in dem Moment, in dem Sven hochspringen will, bekommt er einen Stoß von hinten und genau deswegen erreicht er dann den Ball nicht mehr. Da reicht der kleinste Schubser. Es war ein sehr hart geführtes Spiel. Mit zehn Mann war das Unentschieden mehr als verdient. Ich bin froh, dass wir so eine Moral gezeigt haben. Wir haben eine super Moral bewiesen als Team und das ist sehr wichtig. Wir haben jetzt wieder zehn Verletzte, hinten in der Fünferkette spielen wir selten mit dem gleichen Personal. Da bekommen wie keinen richtigen Ablauf hinein. Aber da müssen wir uns jetzt durchkämpfen und das letzte Spiel gegen Augsburg erfolgreich bestreiten. Und dann kann ich Ihnen zur Rückrunde auch versichern, dass wir mit einem kompletteren Kader auch wieder besser spielen werden".

Sandro Wagner: „Das Foul sehe ich jetzt und stehe dazu. Im Spiel habe ich es nicht gemerkt, das war intuitiv. Wenn ich das so sehe, war das ein Foul, ja. Mein Pfostenschuss wäre das 3:1 gewesen, im Gegenzug kriegen wir den Ausgleich. Insgesamt sind wir etwas traurig, weil mehr drin war. Aber, wir sind weiter ohne Niederlage und stehen zumindest vorerst auf dem dritten Platz. Da gibt es Schlimmeres. Dortmund hat eine tolle Mannschaft, gegen die wir heute sogar hätten gewinnen können".

Christian Pulisic: Natürlich war vor dem Spiel unser Ziel, hier drei Punkte mitzunehmen. Doch unter Berücksichtigung des Spielverlaufs können wir, denke ich, mit einem Punkt zufrieden sein.

(O-Ton: Of course, before the game we would like to come out of here with three points. But based on how the game went, I guess we’re OK with one point.)



Opens window for sending emailAlessandro Crisafulli, 17.12.2016







Nächstes Spiel: Borussia Dortmund vs. SV Werder Bremen
Aktuelle Infos // Pressekonferenz // Statistik
Copyright 2011 - Gib mich die Kirsche - Das Fußballmagazin aus Dortmund