Stimmen zum Spiel: Madrid - BVB

Thomas Tuchel: Das Spiel hat Nerven gekostet. Wir haben richtig gut begonnen, da hatte ich ein richtig gutes Gefühl. Doch nach vielleicht fünf Minuten waren plötzlich so viele einfache Fehler in unserem Spiel, wir haben oft die falsche Entscheidung getroffen. Jede der Torchancen von Madrid war somit komplett von uns eingeleitet. Da war zumindest mein Eindruck von draußen. Nach einer guten halben Stunde haben wir dann hinten den Zugriff bekommen, gute Balleroberungen und riesen Konterchancen gehabt, aber da dann die Präzision gefehlt. Es fehlt die Klarheit beim letzten Pass, wie spiele ich den ohne das Tempo zu verlieren, in welchen Fuß spiel ich den – da können wir uns verbessern. Aber wir haben an uns geglaubt und haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen umgestellt. Das zweite Tor kannst du fast nicht verteidigen. Real hat da vorne eine so unheimliche Qualität und wenn di Flanke so präzise kommt, kannst du wenig machen. Aber wir haben toll gekämpft haben unsere Chance gesucht und gefunden und uns am Ende belohnt. Von mir gibt es keine Aussage zu den möglichen Achtelfinalgegnern – das wird alles schwer.



Sebastian Rode:
Der Gruppensieg gegen den aktuellen Titelträger fühlt sich gut an. Aber wir machen uns nichts vor: Das Achtelfinale wird trotzdem schwer. Real hat es versäumt, den Sack zuzumachen. Wir haben mit unseren Jungs vorn immer die Möglichkeit, ein Tor zu machen. Auba und Marco haben das einfach gut gemacht. Fürs Achtelfinale könnte ich auf Paris und ManCity verzichten.

Lukasz Pisczcek: Das war ein toller Moment für uns: Wir sind Erster in der Gruppe. In der ersten Halbzeit waren wir nicht so gut, aber in der zweiten haben wir richtig gut gespielt. In der Pause haben wir auf 4-1-4-1 umgestellt, das hat und geholfen. Die Mannschaft hat gut gemacht. Dazu hatte Roman einen sehr guten Tag und wir sind froh, dass Marco wieder dabei ist. Wir wussten, wir sind offensiv nicht so schlecht, wenn wir nur ein bisschen genauer spielen. Deshalb habe ich auch nach dem 0:2 noch an uns geglaubt. Natürlich freuen wir uns über den Ersten Platz, aber wir wissen, das Achtelfinale wird auch wieder schwer. Da spielt dann auch der Torrekord keine Rolle. Wenn du da rausfliegst, spricht da keiner mehr von.

Julian Weigl:
Ich bin sehr glücklich, dass wir das geschafft haben. In der ersten Halbzeit haben wir sehr viele Fehler gemacht. Da hat man dann gemerkt, dass es für viele das erste Mal war hier gespielt zu haben. Da muss man auch erst mal mit der Atmosphäre klarkommen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann viel besser ins Spiel gekommen und haben auch nach dem 0:2 noch an uns geglaubt. Wir haben immer wieder Nadelstiche setzen können und am Schluss dann so den Ausgleich zu machen, war einfach toll.



Marco Reus:
Wir hatten uns vor dem Spiel vorgenommen, hier als Gruppenerster vom Platz zu gehen. Es war schwer, Madrid hatte schon richtig gute Chancen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Da war unser Spiel ein bisschen offen. Am Ende zählt aber nur, dass wir den Ausgleich gemacht haben und tatsächlich Gruppenerster sind. Das nehmen wir gerne mit.  Wir hatten schon in der ersten Halbzeit einige gute Möglichkeiten, genau wie wir das besprochen hatten. Aber wir haben das nicht konsequent, nicht vernünftig ausgespielt. Da hat der letzte Pass gefehlt. Auch nach dem 0:2 haben wir an uns geglaubt und das zu Recht. Natürlich müssen wir uns bei Roman bedanken, weil er uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten hat.

Roman Weidenfeller: Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt, hier im Stadion und mit dieser Mannschaft. Zuletzt war das nicht immer so toll für mich, aber heute war es toll. Solche Spiele sind besondere Herausforderungen, darauf hat man viele Jahre hingearbeitet. Für mich war das heute fast wie eine Weihnachtsgeschenk. Vor Madrid in der Gruppe zu landen ist natürlich ein tolles Gefühl. Das gilt vor allem auch für unsere Fans, die ja immer viel auf sich nehmen, um uns hier zu unterstützen. Das ist der pure Wahnsinn. Insofern ist dieser Gruppensieg auch ein Dankeschön an die Fans. Heute haben der Wille und der Mut, hier im Bernabéu zu bestehen den Ausschlag gegeben. Es hat mich gefreut, dass ich spielen durfte. Ich habe noch unheimlich viel Spaß dabei. Und so Spiele wie heute Abend liegen mir ganh besonders.

Sebastian Kehl (im ZDF-Studio): Bei den dicken Konterchancen hat der letzte Pass nicht gepasst. Sonst hätte da schon früher was passieren können. Doch man kann sich freuen, wie viele Torchancen sich Borussia überhaupt hier rausgespielt hat. Die Umstellung auf 4-1-4-1 hat echt was gebracht, das hat dem Dortmunder Spiel gut getan.



Karim Benzema:
Für mich persönlich war es wichtig und schön, zwei Tore zu machen. Aber mit dem Resultat bin ich nicht zufrieden. Wir hätten gewinnen müssen und wissen jetzt erneut, dass das eine sehr, sehr starke Mannschaft ist. Vielleicht hat bei uns in der zweiten Halbzeit auch ein bisschen die Konzentration nachgelassen. Insgesamt war es aber ein echt tolles Spiel.

Zidene Zidane:
Wir hatten noch einige gute Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden, ein drittes Tor zu erzielen. Doch wir haben Dortmund die Möglichkeit gegeben zurück zu kommen. Die haben sie gut genutzt. Dass wir nur Gruppenzweiter sind, ist eben so. Dortmund hat den ersten Platz einfach verdient. Sie haben doch heute Abend hier im Stadion bewiesen, wie und warum sie so stark sind.


Opens window for sending emailAndreas Römer, 7.12.2016



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