Stimmen zum Spiel: BVB - Warschau

Die Empfindungen konnten konträrer nicht sein an einem Abend der Superlative: "Ich habe mich riesig gefreut, dass ich von Anfang an spielen durfte", sagte Marco Reus. "Meine Stimmung ist bescheiden. Wir müssen viel besseres Verteidigungs-Verhalten an den Tag legen", sagte sein Trainer... Und weiter:

Thomas Tuchel:
So etwas habe ich noch nie erlebt. Und anscheinend gab es ja so etwas ja auch noch nie. Deshalb ist es kurz nach dem Spiel schwer zu analysieren. Wir müssen uns da mal in Ruhe anschauen. Ich glaube aber, dass wir noch deutlich Luft nach oben haben im individuellen Zweikampfverhalten defensiv und in der Absicherung von Kontern. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Ich weiß noch gar nicht, ob wir ganz tief in die Analyse einsteigen werden. Wir haben es ja trotzdem geschafft, sehr klar zu gewinnen. Ich weiß gar nicht, ob man diesem Spiel so sachlich begegnen kann. Das war doch irgendwie surreal. Wir hatten uns in der Halbzeit vorgenommen, kein weiteres Tor mehr zu bekommen. Im Endeffekt tut mir Roman Weidenfeller am meisten leid. Es war toll, wie Marco gespielt hat. Und weil es nicht so intensiv war konnte er auch durchspielen. Wir mussten viel zu lange auf ihn warten.

Roman Weidenfeller:
Es ist sicher toll, als Zuschauer bei so einem Tor im Stadion zu sein. Doch als Torwart sieht man das natürlich anders. Unsere Offensive war sehr, sehr gut, aber es gibt auch einige Punkte über die wir noch mal sprechen sollten. Wir müssen ein anderes Verteidigungsverhalten an den Tag legen. In der Champions League muss du einfach die Räume enger schließen und auch entsprechend aggressiv zur Sache gehen. Das hat auch nichts mit den Wechseln zu tun. Da hat jeder bei uns das Zeug in der Champions League zu spielen. Wir hätten uns einfach keine vier Dinger fangen dürfen. Ich kam mir schon ein bisschen fehl am Platze vor – hatte mir das einfach anders vorgestellt, als so viele Gegentore zu bekommen.



Marco Reus: Ich habe mich riesig gefreut, dass ich heute von Anfang an spielen konnte. Ich wollte der Mannschaft unbedingt helfen und so stellt man sich einen Einstand nach so langer Zeit natürlich gerne vor. Ich habe hart trainiert, hart für diesen Moment gearbeitet. Umso glücklich bin ich natürlich, dass wir gewonnen haben und dass ich die Tore geschossen habe. Ich wurde natürlich jedes Mal toll bedient, musste ja nur noch einschieben. Trotzdem ist das sicher ein wichtiger Schritt für mich. Ich habe versucht aggressiv zu spielen, jede Einsatzminute tut mir gut. In der Liga müssen wir hinten natürlich besser auftreten als heute.

Nuri Sahin: Für die Fans war es sicher ein tolles Spiel. Auch für uns war es gut, bis auf die vier Gegentore und die anderen Szenen, wo wir hinten so offen standen. Wir hatten viele Spieler auf dem Platz, die nicht so im Rhythmus sind, das tat allen gut zu spielen, auch wenn wir so viele Tore kassiert haben. Es war ein schönes Gefühl, wieder dabei zu sein, wieder auf dem Platz zu stehen.  Ich denke, ich habe heute gezeigt, dass ich Lust auf Fußball habe.

Sebastian Rode: Das war ein irres Spiel heute. Mit der Offensivleistung muss man natürlich zufrieden sein, aber ich denke Thomas Tuchel wird ein paar graue Haare bekommen haben, bei den vier Gegentoren. Jetzt haben wir es in der eigenen Hand, in Madrid den Gruppensieg klar zu machen. Aber jetzt gilt erst einmal unsere volle Konzentration auf das Spiel in Frankfurt.

Opens window for sending emailAndreas Römer, 22.11.2016




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