Stimmen zum Spiel: BVB - München

Da hat wohl einer ganz genau die Video-Kassetten der Bayern-Niederlagen gegen Athletico Madrid studiert. Er habe ein wenig den "Athletico Madrid-Style" wiedererkannt, bekannte BVB- Sportdirektor Michael Zorc und streute damit Salz in die Wunden des Rekordmeisters, der an seiner Souveränität zu zweifeln beginnt.

Trainerstimmen:

Carlo Ancelotti: Es war ein schweres Spiel. Ich bin nicht glücklich darüber. Der BVB ist gut gestartet und hat ein frühes Tor geschossen nach einer schönen Kombination. Wir haben natürlich danach versucht, zurück zu kommen. Ich bin mit der Leistung zufrieden, die war gut gegen ein starkes Team.



Thomas Tuchel: Wir sind natürlich überglücklich. Es ist offensichtlich, mit viel Qualität und Selbstvertrauen sie angreifen. Deshalb war uns bewusst, dass es Phasen und Minuten geben wird, in denen wir leiden werden. In denen es uns nicht gelingen wird, unsere Dominanz auf den Platz zu bekommen. Unser Anspruch war, dass wir diese Phase, in denen wir uns schwertun, aushalten. Dass wir kompakt bleiben, dass wir niemals die Intensität verlieren. Die erste Halbzeit war unfassbar intensiv von beiden Teams. Da hatten wir noch gute Phasen immer wieder, um das Spiel zu beruhigen. Das wurde immer ein bisschen weniger. In der zweiten Hälfte haben wir es ein bisschen umgestellt, mit Mario Götze auf der Doppel-Sechs und Außenspieler etwas tiefer. Das hat dazu geführt, dass wir tiefer reingedrängt wurden, hat uns aus meiner Sicht aber auch zu ein bisschen mehr Kompaktheit verholfen. Wir haben nie nachgelassen, diszipliniert und mutig zu verteidigen. Das war der Schlüssel.

Stimmen zum Spiel:

Roman Bürki: Ich denke, wir hatten auch ein bisschen Glück dabei. Wir waren unter Druck, das kann man gegen Bayern aber auch gar nicht verhindern, die haben eine riesige individuelle Klasse. Aber wir haben das Tor gemacht, als wir die Chance dazu hatten. Wir hätten vielleicht auch noch das zweite Tor machen können, um ein bisschen mehr Ruhe reinzubringen. Aber es war natürlich eine Top-Leistung von uns. Genau das umgesetzt, was der Trainer von uns verlangt hat. Am Anfang haben wir ein großes Tempo gebracht, viel gepresst und vorne früh zugemacht. Damit waren wir erfolgreich. Klar, dass man sowas nicht 90 Minuten so spielen kann. Nach dem Schlusspfiff ist natürlich eine Riesenerleichterung.

Michael Zorc:
Es fühlt sich richtig gut an. Wir können uns heute alle richtig freuen. Wir müssen es trotzdem richtig einordnen: Bayern hat besser gespielt als wir, war dominanter. Wir haben nicht eine so hohe Ballbesitzquote gehabt, die Passquote war nicht gut. Aber wir haben insbesondere in der hinteren Reihe sehr gut verteidigt. Bei der ganzen Dominanz, die Bayern hatte, haben sie keine wirklich klaren Torchancen herausgespielt. Die hatten wir sogar noch in der Mehrzahl. Deshalb haben wir das Spiel verdient gewonnen. Das war heute ein bisschen Athletico Madrid-Style, würde ich fast sagen.

...zu den Auswirkungen des Dortmunder Sieges für die Liga:

Die Liga interessiert mich nicht. Mich interessiert Borussia Dortmund. Für uns war es ganz wichtig. Wir haben heute totale Mentalität auf dem Platz gehabt und das hat heute den Ausschlag gegeben. Ich habe gerade die Laufdaten gesehen. Wir mussten sehr laufen, es war ein sehr intensives Spiel. Bayern München hat viel Aufwand betrieben. Wir freuen uns heute.

...über die gezeigte Mentalität:

Man hat den Geist gespürt, dieses Spiel unbedingt und mit allen Mitteln gewinnen zu wollen. Wie wir hinten in die Zweikämpfe hineingeworfen haben, wie wir die Bayern-Stürmer wenig zur Entfaltung kommen lassen haben, das war einfach klasse.



Eric Durm: Ich habe mich fit gefühlt. Dass es so schnell zu einem Einsatz gereicht hat, war ein vielleicht Tick überraschend. Ich war bereit reinzukommen und habe zum Glück ja auch ein paar Minuten bekommen. Es ist etwas ganz besonderes, nach so langer Zeit wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen zu können. Jeder hat für den anderen gekämpft. Gottseidank haben wir gewonnen, und das haben wir uns heute auch verdient. In der zweiten Halbzeit mussten wir alles investieren, um kein Gegentor zu kassieren.

Mats Hummels: Ich muss natürlich raus auf Götze. Ob er mir den Ball durch die Beine spielt oder, wenn ich die Beine zumache, vorne rumgeht: Einen Tod stirbt man immer.


Opens window for sending emailDavid Inderlied - 19.11.2016








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