Stimmen zum Spiel: Hamburg - BVB

"Ich bin natürlich enttäuscht und hätte mir ein paar weniger Geschenke für die Dortmunder in der ersten Spielhälfte gewünscht", sagte Geburtstagskind Uwe Seeler und stand mit dieser Sicht dem hilflos wirkenden HSV-Trainer Markus Gisdol in nichts nach: "Es ist für die Mannschaft und den Verein eine sehr schwere Situation. Die Realität heißt mit unserer Mannschaft nichts anderes als reiner Existenzkampf", so Gisdol in der Pressekonferenz.

Trainerstimmen:

Markus Gisdol: "Wir sind über unseren Start in dieses Spiel sehr verärgert, weil wir so viele individuelle Fehler gemacht haben, die uns das Genick gebrochen haben. Wir sitzen alle im gleichen Boot, ich bin genauso Teil des Teams und deswegen werden wir hier sehr kämpferisch weiterarbeiten. Es werden auch wieder andere Gegner und Spiele kommen, die wir gewinnen können. Ich habe Verständnis für den Unmut der Fans. Aber es hilft in unserer schweren Situation nichts, wenn die Mannschaft ausgepfiffen wird oder negative Reaktionen kommen. Wir müssen uns alle darüber klar werden, dass die ganze Saison reiner Existenzkampf ist. Dafür brauchen wir totale Unterstützung und Rückhalt."

Thomas Tuchel: "Wir wussten um die lange Serie, die wir hier nicht mehr gewonnen hatten, dass jetzt Länderspielpause ist und dass wir als nächstes gegen Bayern München spielen. Ein Sieg war alternativlos. Die vier Tore von Aubameyang sprengen natürlich jede Erwartungshaltung. Es ist fantastisch, einen Spieler wie Auba zu haben."

Stimmen zum Spiel:

André Schürrle: "Wir sind sehr zufrieden mit diesem Sieg. Es tut sehr gut, wieder gewonnen zu haben. Wir wollten den Kampf annehmen, das haben wir von der ersten Minute an gemacht und uns mit den frühen Toren belohnt. Wir haben zwar zwei Gegentore bekommen und nie richtige Ruhe gehabt, aber genauso wollten wir spielen: Den Gegner brutal anlaufen, in die Zweikämpfe kommen und vorne die Tore reinhauen. Das haben wir eindrucksvoll gemacht. Für den Gegner ist es natürlich extrem hart. Das wünscht man keinem. Der HSV steckt tief in der Krise und dann liegt man zur Halbzeit mit drei Toren hinten. Das ist bitter, das will man nicht erleben. Da tun einem die Spieler auch leid, weil sie sich schon reinhängen."

Sebastian Rode: "Wir waren eigentlich auf eine sehr aggressive Hamburger Mannschaft eingestellt und haben nicht erwartet, dass sie es uns so einfach machen. Das frühe Tor spielt uns in die Karten. Wir bekommen dann ein bisschen mehr Sicherheit. Die individuellen Fehler der Hamburger begünstigen das dann auch noch. Als wir dann mal 3:0 geführt haben, war eine gewisse Sicherheit im Spiel, dass wir das Ding gewinnen."

Pierre-Emerick Aubameyang:

Gefragt zu seinem Torjubel mit Thomas Tuchel:

"Ich habe mich noch mal beim ihm entschuldigt. Dann sagte er mir, ich solle noch zwei Tore machen und ich sagte: okay! Ich habe eingesehen, dass ich mit meinem Trip nach Mailand einen Fehler gemacht habe und ich wollte mich bei der Mannschaft und vor allem beim Trainer entschuldigen."

...nach der Tabellenkonstellation:


"Ich bin wirklich happy, dass wir gewonnen haben. Wir hatten vor der Partie schon einen gewissen Druck, weil wir so lange nicht gewonnen hatten. Ich habe gehört, dass Bayern nur 1:1 gespielt haben, das ist gut. Wir haben den Abstand jetzt auf sechs Punkte verkürzt. Das Heimspiel ist eine gute Gelegenheit den Meisterschaftskampf wieder spannend zu machen."

...zum Spielball (Pierre-Emerick Aubameyang hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann gefragt, ob er den Spielball behalten dürfe):

"Ich nehme mir immer den Ball mit, wenn ich drei Tore schieße - oder mehr. Den Ball bekommt mein kleiner Sohn."
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*Anmerkung der Redaktion:
Aubameyang ist überhaupt erst der vierte Spieler im Trikot der Schwarzgelben, der vier Tore in einem Bundesliga-Spiel erzielt hat. Den letzten BVB-Viererpack erzielte der heutige Sportdirektor Michael Zorc im Mai 1988 (4:2 über Bayer Uerdingen). Manfred Burgsmüller (1982, sogar Fünferpack) und Friedhelm Konietzka (1964) vervollständigen das Quartett.

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Nicolai Müller: "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, durch die wir schnell mit 0:3 hinten liegen. Das müssen wir uns selbst ankreiden. Danach ist es dann natürlich extrem schwer gewesen gegen Dortmund zurück zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, das Beste aus der Situation zu machen und uns nicht abschießen zu lassen."


Opens window for sending emailHolger W. Sitter, 06.11.2016





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