Stimmen zum Spiel: Leverkusen - BVB

Die Pressekonferenz war fast giftiger als die Partie auf dem Platz. Thomas Tuchel beschwerte sich über die vielen Fouls, Roger Schmidt fand alles "fair und normal".

Thomas Tuchel: Glückwunsch an Bayer Leverkusen zum Sieg. Wir wussten, es wird intensiv. Ich finde aber wir haben das gut gemacht, wir waren über weite Strecken dominant, drückend überlegen. Dann kriegen wir früh nach einer Standardsituation – die einzige Ecke für Leverkusen im ganzen Spiel – unglücklich das Gegentor. Nach den vielen intensiven Spielen in den letzten Wochen, waren wir ein bisschen müde. Als wir dann gedrückt haben, hat uns als Verstärkung ein Tor gefehlt. Leverkusen hat sehr körperlich gespielt. Wir haben über 20 Fouls kassiert, zur Pause musste ich wegen Verletzung wechseln.

Roger Schmidt: Wir freuen uns, dieses wichtige Spiel gewonnen zu haben. Wir wussten, wir müssen das gewinnen. Meine Mannschaft hat bestätigt, was wir ab der zweiten Halbzeit in Mainz gezeigt haben. Wir wussten, wir müssen das Beste zeigen, um hier bestehen zu können. Das haben wir geschafft. Wir haben sehr dominant gespielt, haben Dortmund seine Qualität der schnellen Spitzen genommen. Das war ein Superkonter zum 2:0. Danach haben wir es mit viel Leidenschaft und Willen nach Hause gespielt. Ich bin froh und stolz heute. Ich fand, das war ein faires Spiel von beiden Seiten.

Nochmal Thomas Tuchel: Das sagt der Trainer, dessen Mannschaft 21 Mal gefoult hat, zu einem Trainer, dessen Mannschaft sieben Fouls gemacht hat. Ich finde, da ist eine Grenze überschritten. Wir bekommen jetzt zum dritten Mal hintereinander über 20 Fouls gegen uns. Wir hatten 65 Prozent Ballbesitz, das ist Ausdruck von Dominanz.



Nochmal Roger Schmidt:
Ballbesitz heißt ja nicht Dominanz, das hat man ja heute gesehen.

Mathias Ginter:
Das war eine zähe Angelegenheit. Die erste Halbzeit war so ein klassisches Null-zu-Null-Spiel. Wir kriegen unglücklich nach einem Standard das 0:1 und das war’s dann mit dem 0:0. In der zweiten Halbzeit sind wir ein bisschen offensiver gewesen. Leverkusen hat aber viele Aktionen mit taktischen Fouls gestoppt. Es war irgendwie wir in Leipzig, wir kamen kaum einmal in den Sechzehner rein. Das ist sehr ärgerlich.

Julian Weigel: Das Gegentor war klar mein Fehler. Das nehme ich auf meine Kappe. Ich rutsche ein Stückchen weg. Das war sehr bitter für mich. Ich habe versucht dran zu bleiben, aber er steigt gut hoch und macht das Tor. Da muss ich mich bei der Mannschaft entschuldigen. Da muss ich einfach eingreifen. Das war sehr ärgerlich. Wir hatten aber genug Zeit, das noch zu reparieren. Wir haben uns ja auch Chancen erspielt, die aber nicht konsequent genutzt. Das 2:0 war dann der Genickbruch.

Gonzalo Castro: Wir haben aber auch zu viele eigene Fehler gemacht, die uns sonst nicht passieren. Gerade im Aufbau. Aber Leverkusen war auch exzellent eingestellt. Leverkusen hat sehr gut gepresst und wir haben oft falsche Entscheidungen getroffen. Wir hatten Chancen, den Ausgleich zu schießen. Ich hab auf dem Platz ein bisschen etwas an den Adduktoren gemerkt. Deshalb wollten wir zur Halbzeit einfach kein Risiko eingehen.


Opens window for sending emailAndreas Römer, 1.10.2016




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