Selbst die Hochzeit in Schwarzgelb

Die "Generation schwarz-gelb" (kurz GSG09), ist ein kleiner aber feiner Fanclub aus Moringen - einem kleinen Örtchen inmitten landwirtschaftlich geprägter Idylle und zwischen dem Harz und Solling gelegen. Gegründet wurde das Aushängeschild Borussia Dortmunds allerdings schon im Jahr 2009 in Hardegsen, etwa 10 km von Moringen entfernt.

Die Idee einen eigenen BVB -Fanclub zu gründen, entstand in den Köpfen von Torben Adam und Sven Kühn bereits im Jahre 2007. "Wir haben so viele schwarz-gelbe Anhänger in der Region, da muss doch was zu machen sein", dachte sich Torben, doch es sollte in Hardegsen noch bis 2009 dauern, ehe die Idee umgesetzt werden konnte. Moringen, dass u.a. Bekanntheit dem Umstand zu verdanken hat, dass die Familie des hannoverschen Premierministers Gerlach Adolph von Münchhausen dort einst ein großes Gut besaß, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen eigenen – von Tanja Peckmann, Sebastian Eggert, Dennis und Miri Merk – gegründeten BVB -Fanclub mit dem Namen "Die schwarz-gelben37er" unter der Leitung von Tanja, die auch heute noch als 1. Vorsitzende die Jungs und Mädels in der Region Northeim in Schach hält.



Aus zwei mach eins war 2012 die Idee. Also Fusion. Gesagt - getan. Eines Abends lief im TV eine DOKU über Spezialeinheiten der Polizei und der Begriff GSG9 fiel. Da kam Torben die Idee „Generation schwarz-gelb 09“ - kurz GSG09. Der Name war perfekt. Die Euphorie war groß und ersten Treffen wurden mit reger Teilnahme wissbegierig begrüßt, doch schon bald merkten insbesondere viele alteingesessene Mitglieder, dass durch die "Neuen" nun auch eine gewisse Ernsthaftigkeit im Fanclubleben gefragt war. Die insgeheim gehegten Vorstellungen der meisten, dass ein Fanclub ausschließlich dafür da ist, um als „Eintrittskarten -Beschaffer“ alle glücklich zu machen, ging natürlich nicht auf. Eine Problematik, die alle Fanclubs des Dortmunder Traditionsvereins nur zu gut kennen.

Stattdessen setzte man andere Akzente und stärkte das Gemeinschaftsgefühl des miteinander und füreinander - was bis heute als Kern der Identifikation gefragt ist. Die Folge war ein erster Aderlass, mit dem ein spürbarer Mitgliederverlust im Jahr 2014 einherging, was aber dem Zusammenschluss insgesamt keinen Schaden zufügte. Am 28. März 2015, Punkt 20 Uhr, fand dann die Jahreshauptversammlung beim Griechen in Moringen statt und die Weichen wurden in Richtung Aufbruch gestellt: „Mit einem harten Kern von 15 aktiven Mitgliedern, haben wir in kurzer Zeit verdammt viel auf die Beine gestellt“, sagt Tanja Peckmann-Eggert nicht ohne Stolz.

So wurden zum Beispiel gemeinsame Motto -Fanclubfahrten organisiert. Seit der Gründung werden zudem Treffen veranstaltet um gemeinsam Fußball zusammen zu schauen – wenn schon nicht live im Stadion, dann wenigstens gemeinsam vorm TV, oder Grillabende geschmissen. Eine weitere tolle Idee wurde ebenfalls umgesetzt. Eine standfeste Torwand wurde durch kluger Hände Arbeit geschaffen, die auf Veranstaltungen in der Region aufgebaut wird – sehr zur Freude ewig jung gebliebener Ballvirtuosen. Der jeweilige Reinerlös des Torwandschießens wird immer einem guten Zweck gespendet, was zusätzliche Freude auslöst in der Region.



So konnte beispielsweise einer jungen Frau aus Göttingen ein Scheck überreicht werden (Foto), die 2013 aufgrund einer unvorhersehbaren Infektion komplett querschnittsgelähmt ist. Ihre Krankenkasse hatte sich einer Lösung per Neuroprothese verweigert. Diese kann sie sich hoffentlich bald, dank weiterer Spenden selbst anschaffen, um wieder einigermaßen "normal" durchs Leben laufen zu können.

Doch all das schafft man nur, wenn alle Mitglieder zusammen halten. Mittlerweile haben wir so tolle Leute samt ihren Kindern und Familien in unserem Fanclub, das wir da echt stolz auf das sein können, was wir bislang geschaffen haben. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Entwicklungen vor der eigenen Weiterentwicklung nicht halt machen. Dank Sascha Wacholz hat der Fanclub auch endlich eine eigene Homepage. Ohne ihn, sagt Tanja freimütig, wäre sie „völlig aufgeschmissen“ in Sachen Computerhandling...

Und so überrascht es auch nicht, dass es 2014 noch ein anderes kleines Highlight gab, dass höchste Beachtung gefunden hat, denn die 1. Vorsitzende und ihr Mann Basti haben geheiratet – natürlich in schwarz-gelb (siehe Bild). Echte Liebe halt... Denn eins muss an dieser Stelle erwähnt werden: Ohne die Ausdauer dieser Beiden wäre der Fanclub heute nicht da, wo er jetzt ist, meint Nadine Hartje. Und wer jetzt neugierig geworden ist und mehr von den GSG'lern und ihren Aktivitäten wissen möchte, ist natürlich herzlich Willkommen...

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailHolger W. Sitter, Fotos: Tanja Peckmann-Eggert - 26.06.2015

Homepage: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.gsg09.com
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