Noten zum Spiel gegen Gladbach

Roman Bürki: Das muss arschkalt gewesen sein für den Schweizer. Der erste Schuss auf sein Tor kam nach 33 Minuten. Bis dahin hatte er nichts zu tun. Auch danach hielt sich sein Aktionsradius in Grenzen. Zu harmlos waren die Angriffe der Gäste. Note: 3

Lukasz Piszczek: War scheinbar so froh, dass er nicht in der Innenverteidigung ran musste, dass er zu Beginn Gas gab, als wenn er zehn Jahre jünger wäre. Aktiv nach vorn und nach hinten sicher gegen Thorgan Hazard. Später etwas weniger auffällig aber immer da, wenn es brenzlig wurde. Sah beim Gegentor unglücklich aus. Note: 3

Julian Weigl: Das Fehlen von gleich drei etatmäßigen Innenverteidigern spülte ihn in die Startelf. Auf ungewohnter Position machte er seine Sache aber gut. Ballsicher wie man das von ihm gewohnt war und im Kampf Mann gegen Mann auch nicht wirklich gefordert, weil die Sturmspitzen der Gäste diese Namen gar nicht verdienten. Note: 3



Ömer Toprak: Wenigstens ein gelernter Innenverteidiger war da. Auch er hatte überraschend wenig zu tun. Zu schwach der Gästesturm. Hatte zwei-, dreimal ein wenig Glück, dass der Schiedsrichter seinen robusten Einsatz durchgehen ließ. Note: 3

Achraf Hakimi: Hatte nach der ersten Halbzeit sicher Muskelkater in den Armen vom vielen Winken, dass er den Ball gern hätte. Vor ihm taten sich Räume auf, die er gern genutzt hätte. Doch er wurde viel zu oft übersehen. Pfeilschnell brachte er dann und wann doch den Ball nach vorn, fand dann aber nicht mehr die Kraft für den richtigen Pass. Note: 3

Thomas Delaney: Defensiver Sechser so umschreibt man seine Rolle wohl passend. Räumte weg, was wegzuräumen war. Allerdings wenig für den Spielaufbau eingebunden. Seine Pässe waren zumeist in Richtung eigene Viererkette. Note: 3,5

Axel Witsel: Ruhender Pol im Mittelfeld. Immer anspielbar mit unfassbarer Ballbehauptung und hoher Passquote. Nur fehlt manchmal der Moment, in dem er das Spiel schnell machen und nicht einen weiteren sicheren Pass spielen sollte. Note: 3,5


Jadon Sancho: Nicht ganz so quirlig wie wir ihn schon gesehen haben. Doch machte er diesmal auch wenig Fehler. Ließ lieber mal ein Dribbling aus und passte auf den Mitspieler. Sein Tor war erste Sahne. Wie er aus dem spitzen Winkel das Ding reingebracht hat – Respekt. Er hat Freude daran mit Reus und Götze eine Abwehr durcheinanderzuwirbeln. Note: 2,5

Marco Reus: Sein Akku ist unfassbar. Ständig unterwegs holt sich überall die Bälle und ist in null komma nix wieder in der Spitze. Es macht ihm sichtlich Spaß mit Götze und Sancho mit hohem Tempo die Gäste auszuspielen. 11. Saisontor, ein Pfostentreffer und in der Vorbereitung von beiden Toren beteiligt. Note: 2,5

Raphael Guerreiro: Fleißig ohne den ganz großen Glanz. Man würde sich hin und wieder wünschen, er wüsste auch etwas mit seinem rechten Fuß anzufangen. Der scheint nur dazu da zu sein, damit er nicht umfällt. Schnibbelt viele Bälle mit dem Außenrist und man staunt, welche Kontrolle er dabei hat. Note: 3

Paco Alcacer: Rauschte an der Flanke von Piszczek nach fünf Minuten vorbei. Sein Auftritt war danach unauffällig. Bewegte sich viel, fand aber nicht die richtige Bindung zum Spiel. Lauerte vergeblich auf den tödlichen Pass auf seinen Fuß. Musste nach einer halben Stunde verletzt runter. Note: 4,0



Mario Götze: Nach 34 Minuten für Alcacer im Spiel. Und das gefiel ihm sichtlich. Rannte viel und sein Verständnis mit Reus und Sancho war beeindruckend. Legte beide Tore mit seinem letzten Ball auf. Ein ganz starker Abend. Note 2,0

Marius Wolf: Durfte ein paar Minuten helfen, die Zeit rumzukriegen. Ohne Note

Jakob Bruun Larsen: Auch seine Einwechslung in der Nachspielzeit sollte vor allem Zeit von der Uhr nehmen. Ohne Note


Andreas Römer, Falk-Stéphane Dezort (Fotos) 22.12.2018


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