Noten zum Spiel: BVB - Schalke

Eine Halbzeit furios alles in Grund und Boden gespielt - eine Halbzeit war dann die Luft raus, als ob man mit einer Nadel hineingestochen hätte: Entsprechend differenziert fällt auch die Notengebung für diese gefühlte Niederlage aus.

Roman Weidenfeller:
Wurde begeistert von den Fans auf der Südtribüne gefeiert und lieferte einen tollen Kaltstart hin. Ein sicherer Rückhalt. War den Gegentoren chancenlos, weil aber vier Treffer zu viel sind, nur Note 2-

Nuri Sahin:
Endlich wieder in der Startelf, avancierte der Ur-Borusse schnell zum Taktgeber. Mit viel Kommunikation war er ein Ruhepol. Baute aber in der Mitte der zweiten Halbzeit körperlich total ab. Unverständlich, warum ihn Bosz nicht auswechselte. Note 4

Andrej Yarmolenko:
War in der Anfangsviertel viel unterwegs, baute dann aber dramatisch ab. Agierte viel zu unglücklich und hatte nicht eine Torchance. Das war viel zu wenig. Note 5-



Mario Götze:
Beendete nach fast einem Jahr seine Torflaute und traf – aufgepasst – per Kopfball. Verdiente sich seine Sporen mit viel Laufarbeit und war auch stabil im Zweikampf. Baute körperlich aber enorm ab in Durchgang zwei. Note 4+

Raphael Guerreiro:
Es fehlt noch so einiges, bis der Portugiese wieder zu alter Form findet. Trotzdem ein solider Auftritt. Zeigte sich sehr passsicher, schoss ein sehenswertes Tor und bereitete eines vor. Note 3-

Pierre-Emerick Aubameyang:
Die zwei Gesichter des Gabuners: In der ersten Halbzeit einfach unwiderstehlich und explodiert, leitete mit seinem völlig unnötigen Platzverweis aber die Wende ein. Da werden wohl ernste Gespräche folgen. Note 5

Christian Pulisic:
War neben Weidenfeller bester Dortmunder auf dem Platz. Mit guten Dribblings unterwegs und immer mit dem Versuch, über Tempoläufe die Schalker Abwehr zu übertölpen. Nach dem Aubameyang-Platzverweis allein in der Spitze, da fehlt ihm die Härte. Note 3

Sokratis:
Die Dramaqueen hat wieder zugeschlagen. Bei jedem Tumult mit dabei, aber absolut robust und zweikampfstark. So muss das sein. Note 4



Marcel Schmelzer:
Ließ seinen markigen Worten auch Taten folgen. Ackerte viel auf der linken Außenbahn, viel gelang dem Kapitän aber nicht. Wirkte manchmal in der Rückwärtsbewegung unsicher. Note 4-

Julian Weigl:
Schenkte leichtfertig einige Bälle her. Blieb aber erstaunlich blass und war in der Phase, in der Schalke aufkam, sichtlich überfordert. Da tauchte er ab und hätte der ruhige Pol im Mittelfeld sein müssen. Note 5

Ömer Toprak:
Lange Zeit war seine Leistung so lala, später einfach indiskutabel. In dieser Form einfach nicht bundesligatauglich. Die Schalker hatten ihn von der Minute an als Schwachpunkt ausgemacht. Note 6

Dan-Axel Zagadou (ab der 83. Minute):
Sollte ab der 83. Minute körperliche Robustheit und Länge in die Abwehrschlacht bringen. Keine Benotung



Marc Bartra (ab der 67. Minute):
Wieso muss sich ein Einwechselspieler schon nach einer guten Viertelstunde dehnen? Da muss doch etwas im Training falsch laufen. Note 5

Gonzalo Castro (ab der 78. Minute):

Der Plan war wohl, mit ihm als ballsicheren Motor für Entlastung zu sorgen. Das ging gewaltig schief, auch weil Castro nicht die körperliche Robustheit hat, die nötig gewesen wäre. Keine Benotung


David Inderlied - 25.11.2017




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