Noten zum Spiel: Hannover - BVB

Der BVB verliert völlig unerwartet bei Hannover 96 mit 2:4. Als Grund war schnell eine löchrige Abwehr ausgemacht. Doch die Mannschaftsleistung war insgesamt nicht BVB-like, da auch die Offensive es nicht vermochte, dieses Spiel aus dem Feuer zu reißen. Die Noten im Einzelnen:


Roman Bürki: Bei den Gegentoren machtlos. Beim Elfmeter geht er allerdings zu ungestüm raus und verschafft seiner Mannschzaft zum wiederholten Male einen Nachteil. Zwar fädelte Klaus beim Schweizer ein und holte so den Foulelfmeter heraus, aber sowohl Schiedsrichter Patrick Ittrich als auch der Kölner Video-Assistent Wolfgang Stark irrten bei der Bewertung. Harniks Fallrückzieher hielt er allerdings sensationell (89.) Note: 3

Marcel Schmelzer: Borussias Kapitän hatte ebenfalls keinen guten Tag erwischt. Auf seiner angestammten linken Abwehrseite musste er den schnellen Hannoveranern nur allzu oft hinterher sehen. Nach vorne mit seinen Flanken aus dem halbfeld, die in der Regel zu Tempogegenstößen führen, wirkungslos. Ausnahme: seine Flanke, die das 2:2 brachte. Note: 4,5



Dan-Axel Zagadou: Was für ein Wechselspiel der Gefühle für den noch jungen Franzosen: Erst vollstreckte er auf Höhe des Elfmeterpunkts zum zwischenzeitlichen Ausgleich (27.), dann brachte er als letzter Mann Jonathas unglücklich zu Fall, was zu seinem frühen Ausschluss und schwächen des teams führte (59.). Note: 5

Sokratis:
Borussias Abwehrchef ist Sinnbild einer Formkrise. War er früher der sprichwörtliche "Turm in der Schlacht", ist er heute oft überspielt, kommt ständig zu spät und sieht schlecht aus. Bei beiden Gegentoren übte er sich in tätiger Untätigkeit. In dieser Form keine Hilfe. Note: 5

Marc Bartra:
Der Spanier bekleidete erneut die rechte Abwehrseite. Er war im Zweikampf nur allzuoft zweiter Sieger und wirkte auch zu unruhig in vielen Aktionen. Sein oft schon praktiziertes, gutes Aufbauspiel fand nicht statt. Wie alle Borussen war auch er defensiv selten auf der Höhe und war Bestandteil einer sich in Auflösung befindlichen Deckung, die ihren namen nicht verdiente Deshalb: Note: 5

Nuri Sahin: Der zuletzt wiedererstarkte Türke ging ebenfalls unter und vermochte es nicht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Allerdings wurde er im Spielaufbau von den Hannoveranern auch konsequent in Manndeckung genommen und kam damit sichtlich kaum zurecht. Einzig nennenswerte Szene: Sein angefälschter Schuss führte zum 1:1 (27.). Note: 4,5



Gonzalo Castro:
"Gonzo" fiel - man möchte beinahe sagen wie gewohnt - in der ersten Hälfte überhaupt nicht auf und blieb folgerichtig in der Kabine zum zweiten Durchgang. Als Ballverteiler im Mittelfeld ist er überfordert, weil er in der Regel immer zu lange mit dem Ball am Fuss rennt. Und so landen die Bälle halt beim gegnerischen Spieler. Note: 5

Mario Götze:
Diesmal nicht so eifrig, wie sonst. Er ließ sich viel zu oft weit nach hinten fallen, um Sahin beim Spielaufbau zu unterstützen. Nach vorne fiel er vor der Pause eher nicht auf, danach setzte er sich jedoch wesentlich wirkungsvoller in Szene, wenngleich es für das Offensivspiel insgesamt kaum was bewirkte und keine Chancen kreiierte. Note: 4,5

Andrej Yarmolenko:
Der Ukrainer war wieder pausenlos unterwegs und verdiente sich Fleißkärtchen - hinten wie vorne. Schockmoment war eine sensationell aufgelegte Großchance von Pulisic, wo er vermutlich im Kopf schon feiernd abgedreht hatte, beim versemmeln (36.). Wiedergutmachung betrieb er, als er Sanés Kopfballvorlage volley abnahm und sehenswert zum 2:2 traf (52.). Zu Recht in der 74. Minute ausgewechselt. Note: 4

Pierre-Emerick Aubameyang: Er ist halt kein spielender Mittelstürmer und Spiele wie dieses laufen in der Regel an ihm komplett vorbei. Dennoch hätte die Partie für ihn einen guten Verlauf nehmen können, als er eine Flanke von Pulisic knapp verfehlte (24.) Note: 5

Christian Pulisic:
Der 19-jährige Angreifer war der auffälligste Borusse. Glänzend, wie er Yarmolenko aus kürzester Distanz freispielte (36.). Auch nach Hannover's erneuter Führung sorgte er weiter konstant für Gefahr. Note: 3,5



Shinji Kagawa: Griff ab Beginn der zweiten Hälfte für den schwachen Castro ins Geschehen ein und sorgte zunächst auch für mehr Spielkultur. Mit fortlaufendem Spiel gelang es dem Japaner allerings kaum noch, die dringend benötigten genialen Momente zu kreiieren. Note: 4

Raphael Guerreiro: Kam ab Minute 66 für Sahin und fand sich sofort zurecht. Der Portogiese war ein belebender Faktor und wird der Mannschaft weiterhelfen. Ohne Bewertung

André Schürrle
(ab 74.): Kam für Yarmolenko und konnte nichts mehr bewirken. Ohne Bewertung


Opens window for sending emailRedaktion, 28.10.2017








 
 


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