Noten zum Spiel: Augsburg - BVB

Die Leistung im zweiten Durchgang war nicht nur für den Cheftrainer die schlechteste, seit er da ist, sondern sie spiegelt sich entsprechend auch in unseren Noten wider.


Roman Bürki: Der Schweizer spielte wie gewohnt Libero. Das Gegentor durch Caiuby muss er verhindern (11.). Da irrt er im Fünfmeterraum umher, statt entschieden dazwischen zu gehen. Einzige nennenswerte Unsicherheit war seine einarmige Faustabwehr (51.), war aber aufmerksam gegen einen Caiuby-Kopfball (59.). Note: 3,5

Lukasz Piszczek: Insbesondere in der ersten Halbzeit bildete er mit Yarmolenko eine allzeit gefährlichere Angriffsseite,  doch seine immer wieder auftretenden technischen Unzulänglichkeiten treten immer offener zu Tage. „Piszu“ holte sogar einen Elfmeter heraus, nachdem Schiri Fritz sich am Spielfeldrand die Szene noch einmal angeschaut hatte. Note: 3,5

Sokratis: Der beste und kompromissloseste Abwehrspieler! Warf sich immer wieder aufopferungsvoll in die Zweikämpfe und gewann sie meistens (65.4 %). Allerdings deckte Caiuby mehrfach Schlafmützigkeiten auf und machte mehr Arbeit, als ihm lieb war - so auch beim frühen Ausgleichstreffer. Note: 3



Marc Bartra: Der spanische Rückkehrer gefiel vor allem als Spieleröffner. Weltklasse sein Pass auf Auba in der 32. Minute, als dieser auf und davon zog. Zeigte drei Wochen nach seiner Leistenverletzung noch nicht ganz wieder der Alte. In der Defensive fehlt ihm noch die Sicherheit im Zusammenspiel mit Sokratis. Note: 3,5

Jeremy Toljan: „Jerry“ bemüht sich sichtlich, braucht aber noch Zeit. Der Gegner hatte ihn als Schachstelle ausgemacht setzte immer wieder Max in Szene, was gelang. Zudem erhielt der Linksverteidiger die Gelbe Karte kurz vor Spielende, als er einen Fehler mit einem taktischen Foul ausbügelte. Note: 4

Shinji Kagawa: War sofort da! Sein erstes Ausrufezeichen setzte er in der dritten Minute, als er einen Distanzschuss gefährlich abfeuerte (3.). Aber Borussias Mittelfeldspieler machte es anschließend besser und zelebrierte mit seinem Weltklasseheber von der Strafraumgrenze das Tor des Monats (23.). Note: 3


Elfmeter nach dem Videobeweis für Borussia Dortmund. Kaum einer im Stadíon hatte das gesehen...


Julian Weigl
: „Jule wirkte gehemmt. Lag es daran, dass er am Ort seiner Knöchelbruch-Verletzung gehemmt war? Jetzt spielt er wieder, braucht aber offensichtlich noch Zeit, um wieder wertvoll für’s Team zu sein. In Augsburg lief er jedenfalls der Musik pausenlos hinterher und ließ den einen oder anderen Sprint vermissen. Note: 4,5

Mahmoud Dahoud: Was war denn mit „Mo“ los? Eigentlich ist der Ball sein Freund, doch bis zu seiner gerechtfertigten Auswechslung nach gut einer Stunde standen lediglich 26 Pässe(!) in seiner Agenda. Scheiterte gegen Ende der ersten Halbzeit an Marwin Hitz (42.) – mehr Nennenswertes gab es nicht. Note: 4,5

Andrey Yarmolenko: Er ist ein Star und lässt sich das nicht anmerken. Andrey bringt die Mannschaft sofort weiter mit seinem Fleiß und Spielwitz. War erneut an allen BVB-Toren beteiligt. Legte Augsburg zuerst den Ball eben mit der Hacke zur frühen Führung ins Netz (4.) und legte auch Shinji den Ball zum 2:1 in den Lauf. Etwas weniger Übersteiger (färben auf andere Stürmer ab!), dann isses prima. Note: 3

Pierre-Emerick Aubameyang: Sein 200. Spiel für Borussia gipfelte in einem gebrauchten Tag. Andere würden sagen: Eine Frechheit! Dabei liegt ihm der Gegner eigentlich. Wirkte lustlos, gewann nur 10 Zweikämpfe und versaubeutelte die frühzeitige Entscheidung (15./32.) dämlich bis arrogant. Verschoss aufreizend lässig den Elfmeter zur möglichen Entscheidung (80.) Note: 6

Christian Pulisic: Der agile US-Boy kam diesmal nicht so zum Zug wie gewohnt. Er versuchte es allerdings immer wieder mit seinen Dribblings, Löcher in die FCA-Deckung zu reißen. Mit zwei Torschüssen und drei Torschuss-Assists lag er dennoch nicht unter seinem Niveau. Note: 3

Gonzalo Castro: Kam in der 57. Minute für den nicht stattfindenden Dahoud und war sofort spürbar besser im Spiel (91% Passquote). Er bemühte sich Ideen und Ordnung in ein zerfahrens Spiel zu bringen. Schlussendlich gelang es auch ihm nicht, das Mittelfeld wieder zurück zu erobern Note: 3,5

Maximilian Philipp: Der ausgepumpte Yarmolenko machte in der 63. Minute für ihn Platz, doch der Neuzugang aus Freiburg fand keinen Schuhanzieher, um noch herein zu finden. So blieben die erhofften Impulse über die linke Seite aus. Note: 4

Ömer Toprak: Wurde als Stabilitätsfaktor in der 80. Minute für Shinji Kagawa rein geworfen, um für die letzten zehn Minuten den Abwehrchef einer Dreierkette zu geben. Das gelang ihm fehlerlos. Ohne Bewertung.


Opens window for sending emailRedaktion, 01.10.2017



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