Noten zum Spiel: Freiburg - BVB

In einem trotz 82% Ballbesitz eher langweilig ausgerichteten Offensivspiel, sind die Noten dementsprechend. Seine größte Spannung zogen diese 90 Spielminuten daher aus dem 1. Platzverweis nach Videobeweis...

Roman Bürki:
Hatte einen geruhsamen Nachmittag und spielte weitestgehend einen klassischen „Letzter Mann“-Part. Ausnahme war die 6. Minute, als er sich Freiburg's Kleindienst gegenübersah, der frei auf das Dortmunder Gehäuse zustürmte. Doch der Keeper warf sich dem Sturmführer entgegen und wurde angeschossen. Note: 3

Lukasz Piszczek: Zu viele Fehler und Unkonzentriertheiten im Spielaufbau. Wieder gestattete er zu viel Raum hinter sich für Konter. Sein Offensivspiel entfaltet kaum Wirkung, seine Flanken werden immer schlechter. Hatte dennoch zwei Hundertprozentrige (62./Volleyschuss) und (82./Kopfball), von denen mindestens eine sitzen musste. Note: 4,5

Marcel Schmelzer: Riesenpech für den Kapitän! Gerade erst kam er nach überwundenem Außenband-Teilriss ins Team zurück, da zieht er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon wieder einen Bänderriss zu. Nach nur 27 Minuten beendete Ravet seinen Arbeitstag durch ein böses Foul. Ohne Note.

Sokratis: Er ist ja irgendwie zu bedauern. Mit den meisten Ballkontakten ausgestattet, kann er nichts geschickt einleiten in Richtung Ankurbelung von Offensivaktionen. Das ist ihm einfach nicht gegeben. Defensiv ist er eine Bank, auf die man sich verlassen kann und konnte. Note: 3

Marc Bartra: Erster Pechvogel des Tages. Musste bereits nach 18 Minuten mit einer Verletzung im Leistenbereich den Platz verlassen, daher ebenfalls ohne Note.


Jeremy Toljan blieb in Freiburg lediglich nur die Rolle des interessierten Zuschauers

Gonzalo Castro: Jeder konnte es sehen: Spielmacher ist „Gonzo“ nicht! Zwar rennt er viel, hat auch oft den Ball, aber keinen Mut für schnelle Kurzpassvarianten in die Box. Sein dezenter Auftritt fand nach der Pause seinen Höhepunkt in einer einzigen Vorlage auf Aubameyang, die dieser aber verpasste (56.). Note: 4,5

Nuri Sahin: Zu keiner Zeit gelang es dem zuletzt Hochgelobten, das Spiel zu prägen. Auch er hatte oft den Ball am Fuß, vermochte es aber nicht, gefährliche Aktion einzuleiten.Erwähnenswert blebt lediglich seine präzise Flanke auf Piszczek, die dieser aber vorbei köpfte (82.). Note: 4

Mario Götze: An Arbeitseifer war er ein Vorbild. War überall zu finden und bemühte sich permanent, Lücken in „the great wall“ zu finden. In dieser Form ist er eine Bereicherung. Als er in der 79. Minute den Platz verließ, hatte er alles rausgehauen was ging – z.B. mit genialen Lupfer auf Pulisic (47.) und klugem Anspiel auf Philipp (64.), welches die besten BVB-Chancen markierten. Note: 3

Christian Pulisic: Er war bislang immer ein Aktivposten in den bisher absolvierten Pflichtspielen, doch in Freiburg fand er seinen Meister im SCF-Kapitän Günter. Der einzige gefährliche Schuss des US-Boys wurde von Schwolow entschäft (47.). Insgesamt aber wenig auffällig und dazu mit ungewohnt hoher Fehlerquote. Note: 4,5

Pierre-Emerick Aubameyang: Der Torschütze vom Dienst fand gar nicht statt. Solche Spiele sind auch nicht sein. Ein verunglückter Kopfball ging deutlich übers Tor (10.), ein abgewehrter Drehschuss vom Elfmeterpunkt (42.) und ein weiterer Kopfball (54.), waren seine unzufriedenstellende Ausbeute des Tages, denn Referee Benjamin Cortus verhinderte seinen dritten Saisontreffer, als er mit wenig Fingerspitzengefühl den Vorteil abpfiff (80.). Note: 4,5

Maximilian Philipp: Beim 20 Millionen-Neuzugang scheint die Ablösesumme wie eine große Bürde auf den Schultern des Youngster zu liegen. Er wirkt gehemmt und es gelingt ihm wenig. Ex-Kollege Kübler räumte ihn zudem mehrfach unsanft ab (15./22.). Seine beste Szene hatte der Berliner nach klugem Zuspiel von Götze, aber er verfehlte das Tor um Zentimeter (64.). Note: 4

Ömer Toprak: Er kam in Minute 18 schon recht früh für Marc Bartra an alter Wirkungsstätte hinein. Für ihn gilt ähnliches wie für Sokratis – auch er ist ohne gewinnbringende Ideen in der Spieleröffnung. Zudem verlor er kurz nach seiner Einwechslung in gefährlicher Situation einen Zweikampf gegen Kleindienst (25.), was ihn schlecht aussehen ließ. Note 3,5

Dan-Axel Zagadou: Der junge Franzose kam bereits in der 32. Spielminute für Schmelzer ins Spiel und machte seine Sache wieder ordentlich. Man kann von ihm aktuell keine Wunderdinge erwarten, denn Sturmläufe sind sein Ding nicht als gelernter Innenverteidiger. Er ist dafür solide im Passspiel. Note 3,5

Andrey Yarmolenko: Peter Bosz gönnte seinem Neuzugang ab der 79. Minute noch eine Viertelstunde Anschwitzen und erste Ballkontakte in der Bundesliga. Er kam für Götze ins Spiel und bot sich ständig an, was aber niemand sah – geschweige denn nutzte. Ohne Note

Opens window for sending emailRedaktion, 10.09.2017




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