U23 - schlecht gespielt aber 3:0 gewonnen

aus der Roten Erde berichten

Bodo Lünemann und  Dania Wippermann

Nach zwei Niederlagen in Folge, vor allem nach dem chancenlosen 0:2 am letzten Montag bei der U21 des 1.FC Köln mußte heute unbedingt ein Sieg her um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen. Wie stark die U21 des 1.FC Köln inzwischen geworden ist bewiesen sie am Freitag als sie mit 2:1 beim Spitzenreiter Viktoria Köln gewannen.
Die Viktoria hat jetzt nur noch 3 Punkte Vorsprung auf Rot-Weiß Oberhausen. Für die U23 des BVB geht es darum die Saison nicht vollends zu einer schlechten werden zu lassen.




Die erste Chance im Spiel hatte allerdings Herkenrath. Nach einer Unachtsamkeit in der Dortmunder Hintermannschaft kam Vatovci zum Schuß und zwang Oelschlägel zur ersten Parade. Trainer Terzic hatte sein Team nach der Niederlage in Köln gleich auf vier Positionen geändert.

Bockhorn, Ornatelli, Boadu und Rizzo kamen neu in die Mannschaft. Bah-Traore saß trotz Knieproblemen auf der Bank. In der Borussen-Elf stand auch wieder Leonardo Balerdi, den Argentinier hatten viele schon auf der Bank der großen Borussia in München gesehen.




Dem Abwehrspiel der U23 tut er jedenfalls sehr gut, verfügt er doch über ein sehr gutes Stellungsspiel wirkt sehr ball und paßsicher. Über kurz oder lang wird er sicher in der Bundesliga auftauchen. Aber bei der U23 krankt es ohnehin eher im Sturm. Nachdem man im Winter Pavlidis und Isak in die erste niederländische Liga abgegeben hat fehlt den Jungborussen einfach ein torgefährlicher Stürmer.

Isak hingegen trifft in der Eredivisie wie er will. In seinen elf Spielen traf er inzwischen elf mal ins Schwarze, gestern sogar gegen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Und Sturmpartner Pavlidis gab einige Male die Vorlage zum Tor.




Bei den Jungborussen strahlt momentan einzig Boyamba so etwas wie Torgefahr aus. Selbst gegen das Schlußlicht aus Herkenrath spielte man sich in der ersten halben Stunde nicht eine einzige Torchance heraus. Im Gegenteil, die größte Möglichkeit hatte der TVH als der Ex-BVB II Spieler Pjetrovic ans Lattenkreuz köpfte. Hier hatte Borussia mächtig Glück.

Trainer Terzic versuchte an der Seitenlinie sein Team immer wieder lautstark nach vorne zu treiben, im ersten Durchgang leider vergeblich.

Glück für den BVB das die Gäste im Sturm genauso harmlos waren wie sie selber. So ging man dann auch folgerichtig und leistungsgerecht mit 0:0 zum Pausentee. Das einzige was bis dahin in der Roten Erde strahlte war der Himmel. So hofften die Zuschauer auf eine unterhaltsamere zweite Spielhälfte. Die U23 ist im Gegensatz zur Hinrunde wo man so viele hervorragende Spiele abgeliefert hatte nicht mehr wiederzuerkennen, und dies kann nicht alleine an der Winterabgängen festgemacht werden.




Obwohl mit Philipp Hanke ein schneller Mann auf der Bank saß, der in der Hinrunde für reichlich Furore gesorgt hatte, kam die Elf unverändert zu Hälfte zwei auf den Platz. Der verletzte Marco Hober konnte auf der Tribüne nur tatenlos zusehen wie seine Mannschaftskameraden sich weiter abmühten. Denn viel bessert wurde es auch im zweiten Durchgang nicht. Und dann wechselte Terzic, aber nicht Hanke kam sondern der angeschlagene Bah-Traore. Anscheinend war der Trainer mit dem Offensivspiel seiner Mannen einverstanden. Muß man aber nicht verstehen.
So trist wie das Spiel war auch die Kulisse mit 333 Zuschauern. Und nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit mußten die Gäste schon helfen um den BVB in Führung zu bringen. Eine eigentlich harmlose Flanke köpfte Vatovci über seinen zu weit vor dem Tor postierten Torwächter zur glücklichen 1:0 Führung für die Borussia. Was aber auch bezeichnend für dieses Spiel war. Nach einem Eckball war es dann der gute Balerdi der unhaltbar zum 2:0 vollendete. Und gute 10 Minuten vor dem Ende erhöhte Bockhorn gar noch auf 3:0.

Fazit: Anders als die Profikollegen in München hatte die U23 schlecht gespielt und dennoch gewonnen.

Am nächsten Samstag geht es für die schwarz-gelben zu Rot-Weiss Essen. Dort muß dann schon eine andere Leistung her.

BVB: Oelschlägel, Kilian(55.Bah-Traore), Balerdi, Konate, Duman, Ornatelli(64.Baxmann), Schwermann, Boadu, Bockhorn, Rizzo, Boyamba(85.Wanner).

SR: Philip Holzenkämpfer SRA: Nadine Westerhoff, Kathrin Heimann

Z.: 333

Tore: 1:0 Vatovci (Eigentor), 2:0 Balerdi, 3:0 Bockhorn

Guiseppe Brunetto: „Glückwunsch an Dortmund zum, nach hinten raus, verdienten Sieg. Ich denke das wir bis zur 65. Minute absolut auf Augenhöhe agiert haben im Rahmen unserer Möglichkeiten. Wir haben es auch über weite Strecken geschafft die Paßwege gut zuzustellen. Hatten sogar die Chance hier bei einer an sich spielstarken Mannschaft in Führung zu gehen, aber das Eigentor war dann der Dosenöffner im Spiel. Schade, aber letztendlich muß ich sagen, so ist Fußball. Ich kann auf meine Mannschaft auch nicht sauer sein.“

Alen Terzic: „ Glückwunsch mit welcher Moral sich Herkenrath in den letzten Wochen wehrt das haben wir auch heute leidvoll zu spüren bekommen. Es war sehr unbequem, gegen Herkenrath zu spielen. Die Räume waren sehr eng. Und gegen diesen konterstarken Gegner wurde es dann auch mal gefährlich für uns. Wie das 1:0 entstanden ist, muss für uns heute mal egal sein. Das hat bei uns einiges gelöst. In den letzten zwanzig, dreißig Minuten haben wir es dann besser durchkombiniert, wurden insgesamt besser. Es war sicherlich auch der nachlassenden Moral bei Herkenrath zu verdanken“


07.04.2019, Bodo Lünemann, Fotos: Dania Wippermann




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