U23 verliert schwaches Spitzenspiel

Aus der Roten Erde berichten

Bodo Lünemann und Dania Wippermann

Mit dem SV Rödinghausen erschien der punktgleiche Tabellendritte im Stadion Rote Erde. Der SVR ist wohl die größte Saisonüberraschung, denn die wenigsten Experten hatten die Rödinghausener so weit oben  in der Tabelle erwartet.

Offenbar schießt Geld doch Tore. Die Borussen wiederum wollten und mußten beweisen, dass der überraschende 2:0 - Auswärtssieg im letzten Spiel kein Zufallsprodukt war und der Trend tatsächlich wieder nach ober zeigt. Ein spannendes Spiel war demnach zu erwarten. Gespannt war man auch, wie sich Herbert Bockhorn nach dem öffentlich gewordenen Interesse seines ehemaligen Trainers von Huddersfield nun präsentieren würde.




An einem kalten März Abend traf der Vierte auf den Dritten. Ein Spitzenspiel könnte man meinen, doch was dann beide Mannschaften den 1.048 Zuchauern boten war weniger als mäßig.
Beide Mannschaften begannen sehr verhalten und Torraumszenen waren absolute Mangelware. Das Spiel fand ausschließlich im Mittelfeld statt wo sich beide Mannschaften zudem auch neutralisieren, sodass es zu einem ganz schwachen Regionalligaspiel werden sollte. Von einem Spitzenspiel war man so weit entfernt wie die Erde zum Mond.




Einzig positiv anzumerken war, dass zumindest beide Abwehrreihen sicher standen. Eine ganz, ganz schwache 1.Halbzeit sollte folgen, die keinen Zuschauer auch nur annähernd erwärmen konnte. Der erste nennenswerte Torschuß kam dann auch von keinem Stürmer, sondern von Mory Konate, der mit einem Distanzschuß Torwächter Heimann prüfte, der aber keine Mühe hatte den Schuß abzuwehren.

Erst in der 30.Minute kam dann auch Rödinghausen mal zu einer gefährlichen Aktion. Einen gefährlichen Schuß von Engelmann konnte Oelschlägel gerade noch zur Ecke abwehren, ein Weitschuss nach dem folgenden Eckball wurde von Oelschlägel in Klassemanier entschärft. Da hätte es schon gut und gerne 0:1 stehen können.



Die Jungborussen kamen einfach nicht ins Spiel, obwohl Massimo Ornatelli jetzt stärker wurde und einige vielverprechende Angriffe nach vorne trug. Aber im Angriff hakte es zur Zeit, was auch der erkrankte Philipp Hanke und der verletzte Marco Hober von der Tribüne aus mitansehen mussten.
Nach dem Aderlass in der Winterpause wo gleich Pavlidis und Isak abgegeben wurden, scheint Boyamba zu sehr auf sich allein gestellt zu sein im BVB Sturm. Und Pavlidis und Isak hätte man heute sehr gut gebrauchen können. Trafen doch beide an den beiden letzten Spieltagen hintereinander in der niederländischen Eredivisie für ihren neuen Verein Willem II Tilburg ins Schwarze.




Mehr noch, traf doch Alexander Isak auf Vorlage von Pavlidis im Halbfinale gegen AZ Alkmaar zum Ausgleich und sicherte seiner Elf das Elfmeterschießen, wo er auch traf, und somit das Endspiel gegen Ajax Amsterdam. Aber leider spielen beide nicht mehr in schwarz-gelb, und somit hoffte man auf Tore von Boyamba - die fielen aber nicht.
Und Herbert Bockhorn ? Er lieferte ein sehr dezentes Spiel ab mit ganz viel Luft nach oben. Das Spiel an sich wurde zwar in Halbzeit 2 etwas lebhafter, aber es als gut zu bezeichen wäre doch arg übertrieben. Und so kam es wie es bei solchen Spielen kommen mußte. Ein Standard mußte her. Leider war das glückliche Ende nicht auf Borussias Seite.



Sechs Minuten vor dem erlösenden Apfiff köpfte Kunze einen Eckball zum Siegtreffer für die Ostwestfalen ein. Glücklich, aber nicht unverdient ging Rödinghausen damit erstmals nach der Winterpause als Sieger vom Platz und kletterte auf Platz 2 der Tabelle. Die Borussen werden sich arg steigern müssen wollen sie im oberen Drittel der Tabelle bleiben. Es wartet also noch eine Menge Arbeit auf den neuen Trainer Alen Terzic.

Teddy de Beer meinte nah dem Spiel: „Es gibt halt Tage da läuft einfach nichts, da kannst du machen was du willst“.





BVB:
Oelschlägel, Rente, Konate, Bockhorn, Rizzo, Duman, Boyamba, Kilian, Ornatelli(86.Tekiela), Bah-Traore(70.Sechelmann), Gomez(70.Wanner).

SR: Robin Braun  SRA: Andre Berger, Bastian Lang

Z.: 1.048


Alen Terzic: „ In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwergetan. Rödinghausen hatte die Grundordnung zum Spiel davor verändert, konsequent verteidigt und war gefährlich.
Uns hat einfach die Schärfe im Abschluss gefehlt. In der 2. Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht als in der 1. Dass das Tor nach einer Standardsituation gefallen ist, war meiner Meinung nach auch abzusehen. Es ist bitter für uns und wir sind auch sehr enttäuscht.“


Enrico Maaßen: „ Ich glaube wir sind der absolut verdiente Sieger heute. Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert und wir wussten ja, dass es gegen Dortmund schwer wird. Ich glaube auch schon im Hinspiel haben wir eines unserer besten Spiele gezeigt als wir 4:3 verloren haben.
Meine Mannschaft hat heute kaum was zugelassen und hat sehr sauber gespielt. Wir haben heute auf dem sehr, sehr schwierigen Platz versucht guten Fußball zu spielen. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg.“



08.03.2019, Bodo Lünemann (Text), Dania Wippermann (Fotos)




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