ULTRA-Anreise gestoppt – BVB auf seinem Weg nicht zu stoppen!

Aus dem Schwarzwald-Stadion in Freiburg
berichten Ingo Berchter und Adam Pretty


Große Lücken sah man zu Spielbeginn auf der Gästetribüne. Die Anreise von über 500 Dortmunder Fans wurde durch einen Erdrutsch zwischen Rastatt und Baden-Baden gestoppt. Die meisten dieser Fans traten von Karlsruhe die Heimreise an. Das merkte man anfangs durchaus an der akustischen Unterstützung.

Das Team der Schwarz-Gelben ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, und machte stattdessen ihr Ding. Der BVB zeigte die konzentrierteste Leistung unter Peter Bosz. Borussia Dortmund nahm diesen Gegner ernst wie jeden anderen, setzte bei jedem Ballverlust zum Gegenpressing nach und ließ im gesamten Spiel etwa vier Aktionen des Gegners zu. Alle Spieler beteiligten sich daran, sich als Anspielstationen anzubieten und verlorengegangenen Bällen nachzusetzen.




Aber drei Spieler sind besonders hervorzuheben:
Nicht nur wegen seiner drei Tore wurde Pierre Emerick Aubameyang zum Man of the Match gewählt. Auba zeigte auch einen herausragenden Einsatzwillen und Eifer, er schreckte nicht vor weitesten wegen zurück, um verlorengegangenen Bällen nachzusetzen und sie zurückzuerobern. Sein Einsatz wirkte wie ein Zeichen an seinen Mannschaftskollegen Dembélé. Völlig zurecht nahm Aubameyang stolz und gut gelaunt am Ende des Spiels den Spielball mit in den Mannschaftsbus.

Beste-Flanke zur Führung

André Schürrle lief in seinen 60 Spielminuten vielleicht so viel wie mancher Mannschaftskollege in 90. Eben noch an der Entstehung eines Angriffs beteiligt, lief er schon zurück bis in die Abwehr, um den Ball zurückzuerobern – um anschließend unverzüglich wieder den Weg nach vorne zu suchen. Schürrle belebte das Spiel und wurde auch von seinen Kollegen immer wieder gesucht. Sein Comeback darf als gelungen gelten.




Als geglückt kann man auch den Einstand von Niklas Beste in der ersten Mannschaft bezeichnen. Beste lief viel, bot sich immer wieder an, und durfte immer wieder die Ecken von rechts schlagen, was seine Laufstrecke nicht unerheblich verlängerte. Darüber hinaus war er der Spieler mit den meisten Ballkontakten und den meisten Flanken. Eine seiner Flanken fand Ersatzmittelstürmer Marc Bartra, der diese trocken zum 0:1 einnetzte. Bosz hätte den Youngster gewiss nicht bis zum Schluss auf dem Spielfeld gelassen, wenn er mit seiner Leistung nicht zufrieden gewesen wäre.

Borussia Dortmund hat sich dieser Pflichtaufgabe entledigt, wie man es in den letzten Jahren im Pokal zu tun pflegte: die Dinge ernst nehmen, um Spaß an ihnen zu haben. So kann es in der Saison weitergehen.
An der causa Dembélé werden die BVB-Verantwortlichen aber keinen Spaß haben.


Ingo Berchter, Fotos: Getty Images - 13.08.2017








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