BVB muss sich gegen Wölfe beweisen

Wenn VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia am Samstag mit seinen Wölfen im Westfalenstadion
aufschlägt ist ihm bewusst, dass es für sein Team keine einfache Partie wird.


Gerade wenn man die Statistik bemüht, steht für Wolfsburg dort bisher mit 13 Niederlagen,
fünf Remis und nur drei Siegen eine nicht gerade positive Bilanz.
Betrachtet man aber dazu wie Bruno Labbadia mit seinem Team im Vergleich zur vorigen
Saison aufgestellt ist, verspürt er, so wie er sagt, “Einen positiven Druck”, “Die Mannschaft
hat Lust auf diese Situation”, erklärt er weiter, dass er sich auch auf das Stadion und die
Atmosphäre freut.

Konstanz in der Abwehr

Mit der Konstanz, mit der er z.B. seine Abwehr gebaut hat, ist es ihm gelungen die Wölfe mit
dem aktuell siebten Platz wieder an die internationalen Ränge heranzuführen. Gerade auch
in der Fremde ist seine Truppe gut aufgestellt, außer gegen Bayern München. Vor dem 0:6
in München gewann der VfL beide Auswärtsspiele gegen Teams, die in den Top 3 der
Tabelle klassiert waren (2:1 in Frankfurt, 3:0 in Mönchengladbach). “Das Team hat nach
dem Spiel beim FC Bayern gegen Fortuna Düsseldorf (5:2) eine gute Reaktion gezeigt. Das
wollen wir jetzt fortführen.”

Standards als Mittel

Definitiv sieht Labbadia gerade in Standards eine Chance für seine Mannen im
Westfalenstadion und hat daher diese Woche auf diese auch im Training den Focus gelegt.
“Das Hinspiel gegen den BVB war ein enges. Das ist auch jetzt unser Ziel: Das Spiel
ausgeglichen halten. Wir reisen auf jeden Fall mit viel Selbstvertrauen an”.




Personell kann Labbadia fast aus dem Vollen schöpfen, außer Ginczek und Camacho sind
alle mit an Bord.

Dortmunder Trio meldet sich zurück

Auf Seiten der Dortmunder meldet sich das Trio Witsel, Götze und Alcacer wieder fit,
hingegen fällt definitiv Pulisic durch einen Muskelfaserriss erneut aus. Wohl auch für das
Bayern-Spiel wird Pisczek ausfallen. Gehörigen Respekt hat Favre vor den wiedererstarkten
Grün-Weißen und lobt deren Athletik. Vielmehr war dem Schweizer Schlitzohr mal wieder
nicht über den Gegner zu entlocken.

Eigene Defensivleistung im Focus

Jedoch prangert er in seinem eigenen Team die Leistung in der Defensive an. “Das ist
teuer!”, ärgert er sich über zu viele Gegentore.




Er sieht große unnötige Fehler durch Ballverluste in Positionen wo es sehr gefährlich ist
und taktische Fehler, die auf diesem Niveau nicht akzeptabel sind.
Michael Zorc verlangt, “dass man den unbedingten Willen erkennen kann, so wie das in
Berlin der Fall war.”

Beweislast liegt jetzt beim BVB

Beweisen müssen unsere Recken um Kapitän Marco Reus sowieso, dass sie zurecht als
Titelkandidat gehandelt werden, obwohl man in den letzten Wochen von den Bayern
eingeholt und zumindest im Torverhältnis (das ja eigentlich laut Uli Hoeneß nicht zählt),
überholt wurden.




Auch wenn Favre sich mal wieder nicht konkret zum Meisterschaftsrennen
äußern will, waren ja zumindest von anderen Offiziellen Kampfansagen gen Süden zu
vernehmen. Durch diese sind die Borussen nun in der Beweislast und sollten jetzt nach den
beiden gewonnenen Spielen vor der Länderspielpause weiter Taten folgen lassen, will man
weiter im Titelrennen mit dabei sein.
Federn lassen verboten.


Borussia Dortmund: Bürki, Wolf, Weigl, Akanji, Diallo, Witsel, Sancho, Götze, Reus,
Guerreiro, Alcácer

Auf der Bank: Hitz, Balerdi, Hakimi, Zagadou, Toprak, Schmelzer, Delaney, Gomez,
Dahoud, Bruun Larsen

Es fehlen: Pulisic, Piszczek, Philipp



VfL Wolfsburg: Casteels, William, Knoche, Brooks, Roussillon, Gerhardt, Guilavogui, Arnold,
Brekalo, Weghorst, Mehmedi

Auf der Bank: Menzel, Pervan, Itter, Jung, Tisserand, Uduokhai, Verhaegh, Azzaoui, Steffen,
Klaus, Malli, Ntep, Rexhbecaj, Stefaniak, Yeboah, Ginczek

Fraglich: Ginczek
Es fehlt: Camacho


Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart); Assistenten: Günsch (Marburg), Borsch
(Mönchengladbach); Vierter Offizieller: Assmuth (Köln)


29.03.2019, Oliver Römer, Bilder:Archiv




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