Berlin, Berlin – Willkommen in Berlin

Nochmal ein Heimspiel für die Schwarzgelben vor der Länderspielpause – diesmal in unserer Ausweichheimspielstätte Olympiastadion.

Der BVB – die Nr.1 bei den Fans im deutschen Osten – vor Leipzig und Hertha – mobilisiert die Begeisterten zwischen Ostsee und SlowakeiTschechien, zwischen Harz und Polen.



Endlich wird das Olympiastadion wieder einmal ausverkauft sein, freut sich Herthas kaufmännischer Geschäftsführer, während der sportliche Leiter betrübt zur Kenntnis nimmt, dass bei diesem Spiel die legendäre Ostkurve nicht unumstrittener Chef im Ring sein wird, sondern ihr akustisch vom Marathontor her mächtig Paroli geboten wird. Schwarz-Gelb wird allüberall auf den Rängen – außer in der Ostkurve – präsent sein.

Und es ist zu schade, dass Axel Witsel nicht mit nach Berlin reisen wird, sonst würde er nach seinem beeindruckten Feedback zur Stimmung im Westfalenstadion nach dem Stuttgart-Spiel vielleicht feststellen: ‚Wow – so einen Support habe ich auswärts noch nie erlebt.‘



Gegenüber der Bild äußerte sich Berlins Übungsleiter Dardai so: ‚Vor voller Hütte zu spielen macht allen Spaß. Wir haben gegen Dortmund fast immer gut ausgesehen. Wir müssen hochkonzentriert sein und fehlerfrei. Wir dürfen den schnellen Spielern keinen Platz bieten, müssen die Räume eng machen, damit sie ihre Top-Geschwindigkeit gar nicht erst erreichen.‘

Übersetzt heißt das: Der Berliner Fan wird keine Heimmannschaft zu sehen bekommen. Hertha wird tief stehen, schlimmstenfalls mit einer doppelten Fünferkette. Und wird darauf hoffen, dass man nach einem Dortmunder Ballverlust im Labyrinth der Berliner Beine Kalou, Ibisevic oder den genesenen Selke mit einem Konter auf die Reise schicken kann. Mit dieser Strategie ist Hertha schon erfolgreich gewesen gegen den BVB, aber auch schon eingebrochen.




Beides wird Favre wissen. Seine Devise wird nicht lauten ‚Stabilität von Brillanz‘ sondern ‚Brillanz baut auf Stabilität auf‘.  Da Witsel verletzt fehlt wird Hakimi wohl zunächst draußen bleiben und Weigl mit Akanji sowie dem Umschüler Wolf und Diallo die Viererkette bilden. Delaney möglicherweise mit Guerreiro wird das Getriebe der Dortmunder Maschine bilden, in dem zwischen den Gängen möglichst schnell geschaltet wird.

Götzeus (die Kilometerfresser im Spiel gegen Stuttgart) werden Anspielstationen suchen und finden oder selber Lücken reißen und Sancho und Alcacer werden so schnell da auftauchen, wo Gefahr droht, wie es Pal Dardai befürchtet.




Bei der Rückkehr von Favre an seine ehemalige Wirkungsstätte trifft er in Dardai auf einen Trainerkollegen, der damals sein Spieler war. Der bezeichnete nun gegenüber der Presse seinen ehemaligen Fußballlehrer als einen Gefühlstrainer, der alles aus der Nase und dem Bauch heraus macht und entscheidet, und von dem er deswegen nichts lernen könne.  

Nun denn: Sind wir neugierig, ob der ehemalige ungarische Nationalcoach zumindest nach dem Spiel sagen kann, etwas dazugelernt zu haben.


So könnten sie spielen:


Hertha BSC: Jarstein – Stark, Rekik, Torunarigha – Lazaro, Grujic, Maier, Mittelstädt – Duda – Ibisevic, Kalou

Auf der Bank: Kraft, Baak, Klünter, Pekarik, Plattenhardt, Dardai, Darida, Dilrosun, Jastrzembski, Leckie, Lustenberger, Skjelbred, Selke

Es fehlen: Luckassen (Syndesmoseverletzung), Kade (Trainingsrückstand), Köpke (Knie)


Borussia Dortmund: Bürki – Wolf, Weigl, Akanji, Diallo – Delaney – Sancho, Götze, Reus, Guerreiro – Alcácer

Auf der Bank: Hitz, Balerdi, Hakimi, Zagadou, Toprak, Schmelzer, Gomez, Dahoud, Bruun Larsen

Es fehlen: Witsel (Faserriss), Piszczek (Ferse), Philipp (Außenbandteilriss im Knie)


15.03.2019, Text: Ingo Berchter, Bilder: (Archiv)





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