Ohne Furcht gegen Frankfurt und gemeinsam gegen Rassismus

Die Jagdszenen in Chemnitz und das rassistische Rechtsbündnis in der Erzgebirgsmetropole veranlassen Borussia Dortmund, sein Bekenntnis gegen Rechts zu erneuern. Der BVB wird gegen Frankfurt ohne den Schriftzug des etatmäßigen Trikotsponsors Evonik auflaufen, stattdessen werden die Spieler Schriftzug 'Borussia  verbindet - Gemeinsam gegen Rassismus' auf der Brust tragen. Das wirft ein besonderes Licht auf die Partie gegen den amtierenden Pokalsieger und Gegner aus dem vorherigen Pokalfinale, mit der am Freitag Abend der dritte Spieltag eröffnet wird.
Mit der Frankfurter Eintracht kommt einer der erklärten  Lieblingsgegner der Borussia ins Westfalenstadion. Gegen keinen Gegner gab es mehr Siege, gegen keinen mehr Heimsiege als  gegen die Hessen. Auch die jüngeren Statistiken sehen die Schwarzgelben gegen die wahlweise schwarzrot oder schwarzweiß Gewandeten im Vorteil: Die Heimspiele in diesem Jahrzehnt endeten allesamt mit Heimsiegen.
Neben diesen und anderen Statistiken spricht auch die aktuelle Form für den BVB. Während Borussia von drei Pflichtspielen nur das Remis in Hannover nicht siegreich gestalten konnte und zudem beim Drittligisten Osnabrück in ungewohnter Aufstellung ein überzeugendes 6:0 erzielte, gelang den Frankfurter lediglich ein Sieg in vier Pflichtspielen. Neben der desillusionierenden Niederlage im Supercup gegen das neue Team ihres Ex-Trainers schied der amtierende Pokalsieger auch völlig verdient gegen den Viertligisten Ulm aus. In der Bundesliga unterlagen die Hessen nach dem Auftaktsieg in Freiburg zuhause gegen Werder.
Und auch der Kader hilft Neu-Coach Adi Hütter nicht im Duell mit dem ebenfalls neuen Dortmunder Übungsleiter. Nachdem sich jetro Willems mit einer dummerhaften Tätlichkeit gegen die Elf von der Weser selbst aus der Partie genommen hat, verletzte sich beim Freundschaftsspiel Israels in Belfast mit Taleb Tawatha auch noch der  letzte Linksverteidiger der Eintracht. Zudem fehlen Chandler, Salcedo, Paciencia und möglicherweise auch Rebic. Hütter wird wohl entweder mit Bayreuther neben Ndicka den zweiten Youngster bringen, oder er zieht den rechts schon unsicheren da Costa auf links.
Demgegenüber kann Favre trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Toprak, Guerreiro und  vermutlich auch Pulisic fast aus dem Vollen schöpfen. Spannend wird sein zu beobachten, ob Favre angesichts der auf der Hand liegenden Schwachstellen des Gegners versuchen wird neue Kombinationen auszuprobieren, z. B. Alcacer im Zusammenspiel mit den formstarken Kagawa und Bruun Larsen zu bringen - das würden wir gerne sehen.
Also: 'Alaam - die Hesse Komme!' von den Rodgau Monotones ist weiter die heimliche Landeshymne der Gäste - aber kein Schlachtruf, der am Freitag im Westfalenstadion ertönen wird. Dafür sppricht bei den Hessen weder Form noch Personal. Wir gehen also mit BVB-Fan David Odonkor, der im Expertentipp bei den Kollegen von Reviersport dem BVB eine erfolgreiche Saison prognostizierte und tipppen ebenfalls: 3:0
So könnten sie spielen:
BVB:
Bürki;
Piszczek - Akanji - Diallo - Schmezer;
Witsel;
Kagawa - Delaney;
Bruun Larsen - Alcacer - Reus
SGE:
Trapp;
Beyreuther - Abraham - Russ - Ndicka;
Torro - Fernades; 
Müller - Gazinovic - Kostic;
Haller
Text: Ingo Berchter
Bilder: Archiv


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