Schweres Los – gutes Omen: BVB zieht für die 2. Runde Union Berlin

Sonntag, früher Abend: In der BVB-Fankneipe in Berlin, im Hotspot in Neuruppin, überall in Brandenburg und Berlin sind Fans in schwarz und  gelb vor Bildschirmen und Leinwänden versammelt, um das Auftreten ihrer Borussia zum Saisonstart zu verfolgen. Parallel tickern überall die Smartphones die Auslosung der Begegnungen für die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal.  Und im Topf sind nur noch zwei Teams: Die Eisernen aus Köpenick und die Schwarzgelben aus Dortmund. Und im Gegensatz zu ihren Fankollegen , die im Einzugsgebiet des VRR beheimatet sind hoffen die Berliner und Brandenburger auf ein Auswärtsspiel für ihren BVB – und ein Heimspiel für sich selbst, gilt doch das (unter Faneinsatz ausgebaute) Stadion an der Alten Försterei – ebenso wie beispielsweise das Millerntor - unter Fans als eine der edelsten Adressen im deutschen Fußball. Doch es kommt anders, Dortmund zieht das Heimspiel – und das ist vielleicht, angesichts der Schwere des Gegners, auch gut so. Aktuell stellen die Berliner die Spitze der zweiten Liga dar. Nach einem Remis gegen Aufstiegsfavorit Köln und einem Sieg bei Carl Zeiss Jena nahmen die Eisernen zuletzt den Weltpokalsiegerbesieger von der Reeperbahn auseinander und ihm zugleich die Tabellenführung ab. Union hat sich mit Schmiedebach und Reichel, Andersson und Hübner Qualität und Erfahrung eingekauft und wird von den Trainerkollegen neben dem HSV, dem FC Köln und Ingolstadt zu den Aufstiegsaspiranten gezählt. Trainiert werden die Unioner wie die Borussen von einem Schweizer Trainer. Urs Fischer spielte in seiner letzten Saison beim FC Zürich, als Lucien Favre kurz vor Saisonende den Verein übernahm. Und seine erste Station als Herrentrainer war Co-Trainer beim FC Zürich, nachdem Favre sein dortiges Engagement als Meister und Schweizer Trainer des Jahres beendet hatte. Die beiden Herren sind sich also schon des Öfteren begegnet. Die Auseinandersetzung mit dem Zweitligisten wird das 9. Pflichtspiel in der laufenden Saison für unsere Borussen sein. Gegen einen Berliner Gegner – hieß er Hertha, Union oder Tasmania – ist der BVB noch jedes Mal im Pokal weitergekommen. Beim letzten Mal – auch gegen Union, auch in der 2. Runde – kam der BVB nach Elfmeterschießen weiter und gewann am Ende das Finale in Berlin. Da auch in dieser Saison Nervenstärke und Kampfkraft in Dortmund ein Zuhause haben, dürfen  die Borussenfans auch diesem Pokalfight optimistisch entgegensehen – auch wenn sie ihn vielleicht nicht im Stadion und auch nicht bei der ARD sehen können. Text: Ingo Berchter Bilder: Archiv


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