Weidenfeller Abschied vor der Süd ?

Wenn ich zurückblicke hatten wir wichtige Momente, die in Erinnerung bleiben werden mit unserer scheidenden Nr. 2, die ja mal unumstrittene Nr.1 im Tor von Borussia Dortmund war: Garant für die Meisterschaften 2011 und 2012, tragische Figur gegen Arjen Robben in Wembley.


Seine Zähluhr steht bei 452 Pflichtspielen für den BVB und dies stets mit vollem Einsatz, zuletzt auch in der zweiten Reihe wie damals zur WM in Brasilien, die er ja als Weltmeister beendete. Ja, nun ist es soweit und die letzten beiden Spiele stehen an. Das Go für die möglichen Einsatzzeiten kam vor zwei Tagen. Bürki raus, Weide rein. Noch einmal vor der Süd auflaufen. Vielleicht bekommt er ja seinen gebührenden Abschied in einem Pflichtspiel.







Der Zweite, wie die einschlägigen Gazetten und Magazine spekulieren, der wohl seinen letzten Auftritt im Westfalenstadion haben wird, ist Peter Stöger.






Einige andere Spieler wird es aber wohl auch treffen, um Raum für “frisches” Personal für den neuen Trainer zu schaffen. Im Hintergrund arbeiten die Herren Zorc, Kehl und Sammer wohl schon auf Hochtouren, um einen neuen Kader für die neue Saison aufzustellen. Das also schon mal zur Einstimmung.


Bei den Mainzern wird es wohl kaum Umstellungen (außer im Tor) zu den letzten Spielen geben werden. Mainz kommt mit einem 3:0 Sieg gegen RaBa Leipzig im Gepäck und einem dadurch aufgeputschten Selbstbewusstsein. Sie belegen momentan mit 3 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz den 14. Tabellenrang. Sie sind wohl, was Saisonfinals angeht, auch schon erprobt sich knapp zu retten. Die Mannen von Trainereigengewächs Sandro Schwarz haben sich auf einen forschen und selbstbewussten Fußball einstellen lassen und kommen mit ihrem feierfreudigen Anhang, der jedes Stadion bereichert.


Personell sieht es bei Mainz außer auf der Torwartposition ganz gut aus. Der Rückhalt der Defensive Rene Adler hatte sich unter der Woche eine langwierige Verletzung zugezogen, sodass für ihn die Saison beendet ist. Wählen kann das Trainerteam zwischen Florian Müller und  Robin Zentner. Ob und wie sich dieser Verlust auf die Stabilität der Abwehr auswirken wird ist fraglich. Der selbsternannte “Karnevalsverein” wird trotzdem versuchen den leicht wiedererstarkten BVB mit seinen Offensiven De Blasis, Öztunali und Muto vor Probleme zu stellen.


Auf der Gegenseite hat Stöger wohl die Qual der Wahl und wird aber wohl die Elf der letzten beiden Spiele auflaufen lassen. Nur hinter Reus und Kagawa stehen noch kleine Fragezeichen.






Für den (noch) Dortmunder Trainer wäre es, “eine nette Geschichte” die Champions League Teilnahme im letzten Heimspiel klarzumachen und er möchte dabei “Spaß” haben. "Wir würden das Gefühl gerne annehmen, unser Ziel zuhause zu erreichen."

Aber der Östereicher verkennt  die Qualitäten der Mainzer nicht und warnt vor dem Umschaltspiel und den Standards. Neben der Qualifikation könnte man mit einem Sieg auch einen versöhnlichen Abschied dieser durchaus bemerkenswert unorthodoxen und verworrenen Saison “feiern”.


BVB:

Bürki, Piszczek, Sokratis, Toprak, Akanji, Weigl, Pulisic, Götze, Reus, Sancho, Philipp
Trainer: Stöger

Bank:

Weidenfeller, Guerreiro, Schmelzer, Toljan, Zagadou, Castro, Dahoud, Kagawa, Sahin, Isak, Schürrle, Yarmolenko


Mainz:

Müller, Brosinski, Bell, Hack, Diallo, de Jong, Gbamin, Serdar, De Blasis, Öztunali, Muto
Trainer: Schwarz

Bank:

Zentner, Bungert, Donati, Holtmann, Baku, Maxim, Quaison, Onisiwo, Ujah


Text: Oliver Römer





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