Reise in die (Trainer-)Zukunft?

Borussia Dortmund gegen die TSG Hoppenheim - was sind das nicht immer für Duelle gewesen. Und auch dieses letzte Heimspiel verspricht eine Menge Zündstoff. Da wäre die natürliche Rivalität und Abneigung gegen ein auf Mäzentum aufgebautes System, das sich erstaunlicherweise im oberen Tabellenbereich der Bundesliga etabliert hat. Ach, wie schön wäre es doch gewesen, wenn annodazumal der BVB mit einem schnöden Heimsieg die Blauen zurück in die Zweite Liga geschickt hätten...

In diesem Jahr überstrahlt aber ein Duell jedes andere Duell: Peter Stöger gegen Julian Nagelsmann. Gibt der zukünftige BVB-Trainer in dem Stadion seine Visitenkarte ab, das ab Sommer sein neues Wohnzimmer werden soll? Oder zeigt der Ösi-Peter, dass ihm nur kurzfristig die Geißböcke ausgebüxt sind und er tatsächlich der Aufgabe der Borussia auch über den Sommer hinaus gewachsen ist?




Nach dem erfolgreichen Start als BvB-Coach in Mainz, wartet nun die Heimpremiere auf Peter Stöger und seine Elf. Der BvB beendete seine Serie von zuletzt 8 sieglosen Bundesliga-Spielen in Folge und blieb erstmals seit dem 3:0 Erfolg am 5.Spieltag in Hamburg ohne Gegentor. Durch den 2:0 Auswärtserfolg konnte der Neutrainer der Schwarz-Gelben ein weiteres Abrutschen aus den oberen Tabellenrängen erst einmal verhindern und wieder etwas an Boden gut machen. Mit einem weiteren Sieg gegen die TSG Hoffenheim könnte man an dem Tabellennachbarn vorbeiziehen und sich weiter den Champions-League Rängen nähern.

Peter Stöger freut sich dabei endlich mal die gelbe Wand im Rücken zu haben, anstatt gegen sie zu spielen. Eine Statistik müsste ihm Mut machen, denn die letzten fünf BvB-Trainer blieben bei ihrem Heim-Debüt ungeschlagen. Zudem verloren die Borussen keines ihrer letzten 9 Pflichtspiele gegen Hoffenheim, 5 Siege und 4 Remis. Die Heim-Bilanz gegen die TSG sieht dabei aber noch besser aus: Lediglich eine Heimniederlage stehen 3 Remis und 7 Siegen gegenüber. Der Auswärtserfolg am Dienstag sollte den Westfalen wieder Selbstvertrauen verliehen haben, um die Hinrunde am Samstagabend (18:30 Uhr) gegen die Kraichgauer positiv zu beenden.




Stöger wechselte in Mainz personell auf 3 Positionen vor allem defensiv durch. So spielten Toprak für Subotic und Toljan für Bartra in der Abwehr und Weigl für Dahoud im Mittelfeld. Der Erfolg gab ihm Recht und somit dürfte er für das anstehende Heimspiel nicht viel Anlass haben die Aufstellung großartig zu verändern. Denn für Stöger sei dieses Spiel momentan wichtiger als das in der nächsten Woche anstehende DFB-Pokal Auswärtsspiel in München. Daher gibt es für ihn auch keinen Grund bestimmte Spieler für die schwere Auswärtsaufgabe zu schonen.


Text: Maik Bolte, Bilder: Archiv












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