Good Bye, Lewy!

Der Öffnet externen Link in neuem FensterTag des Abschiedes ist gekommen. Vor der letzten Heimpartie gegen die TSG 1899 Hoffenheim wird Robert Lewandowski offiziell verabschiedet. Nach vier Spielzeiten bei Borussia Dortmund möchte er nun einen Tapetenwechsel und geht zum FC Bayern München – ablösefrei. In einer Bilderschau schaut die Kirsche auf die Karriere von Lewy im BVB-Trikot. Wir bedanken uns für viele schöne Tore und Momente! Der BVB hatte Robert lange auf dem Zettel. Im Sommer 2010 wechselte Lewy von Lech Posen für 4,5 Millionen Euro zum BVB. Seine Empfehlung: Mit 18 Treffern wurde er Torschützenkönig der polnischen Liga. Er schoss Posen praktisch alleine zur Meisterschaft. Bei den Schwarzgelben hatte der Pole zu Beginn keinen leichten Start. Er musste sich hinter Lucas Barrios einordnen und war nur Stürmer Nummer zwei. Dennoch setzte Jürgen Klopp auf ihn und brachte ihn immer wieder von der Bank aus. Doch das Sturmtalent deutete sehr früh sein Potenzial an. Bei seinem dritten Bundesligaeinsatz traf er zum ersten Mal. In der 74. Spielminute wurde Lewy im Derby auf Schalke eingewechselt. Nur kurze Zeit später netzte er zum 0:3 ein. Endstand: 1:3. (Foto aus dem Rückspiel Am 15. Spieltag gegen den 1.FC Nürnberg gab Klopp ihm das Vertrauen und ließ in von Beginn an ran. Er spielte über die volle Distanz und dankte es seinem Trainer mit einem Treffer kurz vor Schluss (88.). Auch auf dem internationalen Parkett konnte Lewandowski sich austoben. Beim 3:0- Heimerfolg gegen den ukrainischen Vertreter Karpaty Lwiw besorgte er den Endstand (89.). Besonders bitter: Beim 0:0 gegen Paris Saint Germain hatte er kurz vor Schluss den Siegtreffer auf dem Fuß. Schlussendlich schied der BVB in der Gruppenphase aus. Am Saisonende stand der Meistertitel. Lewys Bilanz: in insgesamt 43 Spielen traf er acht Mal und bereitete er vier weitere Tore vor. Er selbst über seine erste BVB-Spielzeit: "Es war eine neue Sprache, ich habe etwas Zeit gebraucht. Nach der ersten Saison habe ich mich dann richtig gut gefühlt." Neue Saison, neue Topstürmer. Endlich war Lewandowski beim BVB angekommen. In der Vorbereitung setzte er sich gegenüber Barrios durch und wurde Stürmer Nummer eins. Er gab die Trikotnummer 7 ab und stürmte fort an mit der Neun auf dem Rücken. Doch bereits beim ersten Pflichtspiel der Saison gab es einen Dämpfer. Gegen die Blauen musste man eine Niederlage im Supercup im Elfmeterschießen hinnehmen. Dies entpuppte sich als Glücksfall heraus. Denn die Regel besagt: Der Verlierer des Supercups wird deutscher Meister – gilt nur bedingt. Robert zeigte, dass er sich weiterentwickelt hatte. Er kämpfte für das Team und legte weite Wege zurück. Er stellte sich komplett in den Dienst der Mannschaft. Zum Lohn gab es am 8. Spieltag einen Dreierpack gegen den FC Augsburg. Seine erste Champions-League-Saison war so ernüchternd wie die vorherige EL-Spielzeit. In der Gruppenphase war Schluss. Bei der 3:1-Auswärtsniederlage gegen Olympiakos Piräus erzielte Lewy den zwischenzeitlichen Ausgleich. Insgesamt zahlten die Schwarzgelben ein hohes Lehrgeld in der Königsklasse. Die Chancenverwertung wurde praktisch ein Dauerthema. Doch in der Bundesliga und im DFB-Pokal lief alles nach Maß. Am 30. Spieltag fiel die Entscheidung in Sachen Meisterschaft. Der BVB siegte daheim mit 1:0. Siegtorschütze: Robert Lewandowski per Hacke. Die Titelverteidigung war geschafft. Piszczek, Blaszczykowski und Lewandowski gehörten zu den Säulen des Teams. Viele Treffer gingen auf das Konto des Trios. Zeitweise schwärmte ganz Fußball-Deutschland von "Polonia" Dortmund. Lewandowskis Saisonbilanz: 47 Spiele- 30 Tore und zwölf Assists. Doch am 12.05.12 krönte Lewy seine starke Saison und ballerte die Bayern im Alleingang aus dem Berliner Olympiastadion. 5:2 gewann der BVB das Pokalfinale. Der Pole steuerte drei Treffer bei. (Foto vom Augsburg-Spiel) Auch in der Saison 2012/13 war der Angreifer einer der Leistungsträger beim BVB. Nach einem mäßigen Start knipste er spätestens ab dem 7. Spieltag regelmäßig. Dabei zeigte sich auch ziemlich schnell, dass der SC Freiburg zu seinen Lieblingsgegner zählt. In bislang sieben Partie gegen die Breisgauer netzte Lewy zehn Mal ein. Gegen kein anderes Team traf er öfters. In der Champions League machte der polnische Nationalspieler ebenfalls auf sich aufmerksam. Am ersten Spieltag traf er in der 87. Spielminute zum Sieg gegen Ajax Amsterdam. Dies stellte den Startschuss für eine überragende Spielzeit im internationalen Wettbewerb dar. Es gab aber auch Rückschläge. Gegen den Hamburger SV sah der BVB-Neuner nach einem Foulspiel an Rafael van der Vaart die Rote Karte. Er wurde für zwei Spiele gesperrt. Seine Antwort nach der Rückkehr: In den nächsten sieben Spielen traf in jedem mindestens ein Mal. Dann machte Robert sein Meisterstück. Beim Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid erzielte er alle vier Treffer beim 4:1-Heimspielerfolg. Eine Partie für die Geschichtsbücher. Damit machte er sich ein Denkmal beim BVB und ebnete den Weg ins Finale nach Wembley – welches bekanntlich verloren ging. Spätestens ab dieser Spielzeit hatten alle namenhaften europäischen Spitzenklubs Lewandowski auf dem Wunschzettel. Die Zahlen sprechen für sich: In insgesamt 49 Partie erzielte er 36 Tore und 13 weitere Treffer vor. Trotz Bayern-Interesses blieb der BVB hartnäckig und gab den Polen nicht ab. Eine Ablösesumme fiel angesichts des auslaufenden Vertrags im Sommer weg. Doch die Verantwortlichen entschieden sich richtig. An der Einstellung und dem Einsatz von Lewandowski änderte sich gar nichts. Der Stürmer hing sich weiterhin rein und gab sein Bestes. Im Winter war dann klar: Er wechselt in Richtung München. Doch auch danach war Lewy Profi durch und durch. Er rackerte und ackerte für das Team. Beim geschichtsträchtigen Auswärtssieg gegen Arsenal in London steuerte er einen Assist und einen Treffer bei. Lewy ist nun mit 18 Toren der beste BVB-Torjäger im Europapokal. Gegen Zenit St. Petersburg unterstrich Robert einmal mehr seine Qualität. Er machte zwei Buden im Achtelfinale-Hinspiel. Der BVB siegte 4:2 in Petersburg. Beim Rückspiel wurde er zum tragischen Helden. Er sah eine zweifelhafte dritte Gelbe Karte – ein Spielsperre. Ausgerechnet im Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid fehlte er. Ein Schlüsselmoment für das Ausscheiden!? In der Bundesliga hat er noch Einiges vor. Zwar ist die Meisterschaft futsch, doch die Torjägerkanone ist noch zum Greifen nah. Beim 6:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart glückte ihm ein Dreierpack. Mit derzeit 18 Toren führt Lewandowski gemeinsam mit Bayerns Mario Mandzukic die Torschützenliste an. Die Kanone ist zum Greifen nah. Sein BVB-Bilanz (Stand heute) ist außergewöhnlich. In 184 Spielen für den erzielte er 101 Treffer und bereitete 44 Weitere vor. Eine Mission hat Robert Lewandowski noch. Er hat immer betont, dass er sich mit einem Titel verabschieden will. Die Borussia hat nur noch eine Chance, um die Saison mit einem Titel abzuschließen. Man steht im DFB-Pokalfinale in Berlin. Der Gegner: Ausgerechnet der künftige Arbeitgeber des Angreifers. Wir danken dir für die schöne gemeinsame Zeit. Danke für die Tore und atemberaubenden Momente. Du kamst als Rohdiamant zum BVB und gehst als fast vollendeter Weltstar. Wir wünschen dir persönlich alles erdenklich Gute! ps.: Schenk uns dem Pott als Abschiedsgeschenk! Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailArthur Makiela, 03.05.2014


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