Im Tecklenburger Land wird es enger!

Die Ackerbürgerstadt Bevergern ist ein Stadtteil von Hörstel, gelegen am Fuße des Teutoburger Waldes. Sie ist vor allem bekannt für seine schöne Lage am „Nassen Dreieck“ - dort wo Mittellandkanal und Dortmund-Ems-Kanal sich treffen. Außerdem kennt man den Ort für seinen Karneval, der auch hier jedes Jahr im heimischen Rosenmontagszug seinen Höhepunkt findet. 
Leider – und das muss man (bedauerlicherweise) erwähnen - galt Hörstel, jene Region zwischen Rheine im Westen und Ibbenbüren im Osten gelegen, aber auch lange Zeit als blaue Bastion. Ein großer Fanclub der ungeliebten Nachbarn aus Gelsenkirchen hatte dafür jahrelang Sorge getragen und sich munter als Platzhirsch gefühlt. Das war jedoch vielen ein Dorn im Auge und damit sollte definitiv Schluss sein - dachten sich einige BVB-Fans aus dem 5000 Seelen-Ort und begannen zu handeln. Man war sich schnell einig, dass es allmählich einfach Zeit wurde, die vielen dort ansässigen Borussen-Freunde zusammen zu bringen. 
Gesagt, getan! Und so wurde am 19. Mai 2011 nach akribischer Vorbereitung beherzt der Fanclub „SCHWARZ-GELB Bevergern“ im Heimathaus jener Region des Tecklenburger Landes ins Leben gerufen, wo sich bis heute eine alte Form der Karfreitagsprozession bis in die Neuzeit bewahrt hat.
Nach der Gründung stießen auch schnell haufenweise Gleichgesinnte aus den umliegenden Stadtteilen Riesenbeck und Hörstel dazu und der Gasthof „Zum Adler“ ein Traditionshaus im Herzen der historischen Altstadt Bevergerns, wurde flugs zum Vereinslokal auserkoren. Seitdem wird dort jedes Spiel des BVB zusammen auf einer Leinwand verfolgt. 


Der Nachwuchs des Fanclubs stimmt sich auf den Support für Borussia Dortmund ein...
Und schon Ende 2011, nach den ersten Monaten mit grandiosem Sommerfest, einer nicht minder tollen Weihnachtsfeier und vielen schönen Stunden bei Vereinswirt Clemens, zählte der junge Verein bereits 50 Mitglieder.
Doch dieses rapide Wachstum stieß an anderer Stelle an Grenzen, die keiner so vermutet hatte. Denn zunächst musste man dem starken Andrang in Richtung Westfalenstadion Rechnung tragen, denn die Kartenversorgung von Seiten des BVB stellte sich noch als relativ überschaubar dar. Daher waren Busfahrten zu den Spielen des BVB noch nicht vom Start weg realisierbar, was zunächst einmal etwas die Euphoriebremse betätigte. Doch der Vorsitzende Werner Schweder und sein Stellvertreter Christian Schönfelder steckten nicht auf und so wurde die erste gemeinsame Tour zunächst erst einmal 2012 im Rahmen einer Stadionbesichtigung in Angriff genommen. 

Trotz der mangelnden Kartennachfrage waren immer einige Mitglieder im Stadion und konnten so an grandiosen Erlebnissen, wie etwa die Titelverteidigung in der Liga 2012, dem Gewinn des DFB-Pokals und dem Einzug ins CL-Finale nach Wembley 2013 hautnah teilhaben und alles live miterleben. 
Begünstigt durch den anhaltenden Erfolg der Mannschaft und die steigende Beliebtheit, die insbesondere auch durch Persönlichkeiten wie Jürgen Klopp befeuert wurden, schlossen sich im Laufe der Zeit immer mehr schwarzgelbe Fußballfreunde aus dem Umland dem neuen Fanclub an. 
Aktuell sind 140 Mitglieder aus allen Altersgruppen dem am 9. Mai 2011 gegründeten Verein angeschlossen und es wird inzwischen längst regelmäßig ein Bus zu den Heimspielen in die Westfalenmetropole eingesetzt. Gelenkt wird dieser übrigens überwiegend vom 1. Vorsitzenden Werner Schweder (Bild unten) höchstselbst. Und weil man sofort auf den Geschmack gekommen ist, stehen längst auch die ersten Auswärtsfahrten auf der Agenda der Westfalen.

Als ein witziges Bonmot kann man überdies auch werten, dass sich nur knapp 200 Meter entfernt vom eigenen Vereinslokal die Stammkneipe der Blauen befindet, von wo der neidische Blick zum erfolgreichen Pendant hinüber allgegenwärtig mit Händen zu greifen ist. Dieser geographischen Nähe war es wohl auch geschuldet, dass sich nach dem souveränen Derbysieg in der Hinrunde der Saison 2013/14, ein Teil des Vorstandes aufmachte, um dort mal nach dem Rechten zu schauen. Die Begeisterung hielt sich hüben wie drüben natürlich in engen Grenzen, aber trotzdem wurde einige Male gemeinsam auf das Wichtigste angestoßen, was es gibt auf der Welt: König Fußball im Ruhrpott!   
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailHolger W. Sitter, Karsten Keller (Bilder) – 12.03.2014

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