BVB-Amateure: "Verdient verloren" oder einfach nur Pech gehabt?

Aus der Roten Erde berichten Jan Kusenberg, Jens Matheuszik und Carmelo Vespa
Die Ausgangslage war klar - das Team von Borussia Dortmund II um Trainer David Wagner fieberte dem ersten Heimsieg der Saison entgegen und diesen wollte die Mannschaft um Kapitän Florian Huebner diesmal gegen die Zweitvertretung des 1. FSV Mainz 05 erzielen. Johannes Focher, neben Zlatan Alomerovic einer der rotierenden Torhüter des BVB II, war Öffnet externen Link in neuem Fensternach dem mit 2:0 gewonnenen Testspiel gegen den FC Zwolle, den Tabellenführer der zweiten niederländischen Liga zuversichtlich, dass man das Spiel gewinnen wird und auch noch "zu Null". Wer jetzt bei Lektüre dieser Zeilen die Überschrift schon vergessen hat - nein, das sollte leider (aus Sicht der BVB-Amateure) nicht der Fall gewesen sein. Aber fangen wir von vorne an… Bei strahlendem Sonnenschein (dennoch war es eher kalt) sah es erst so aus, als ob die Rote Erde einen gewaltigen Zuschauerstrom haben würde - doch es zeigte sich nachher, dass es doch primär die Besucher der zeitgleich stattfindenden Messe Elefant und Maus eh Hund und Pferd waren, die mit ihren PS-starken Gefährten (von 1 PS über beinahe durchgehende Sechsspänner mit 6 PS bis zu den inzwischen eher "normalen" automobilen PS-Geschossen) die Umgebung der Strobelallee bevölkerten. Insgesamt waren es dann aber doch 621 Zuschauer, die den Weg in die Rote Erde fanden - wobei man da noch 3 Personen dazu zählen muss, die auf dem Stadiondach Solarzellen montierten (die von einem gewissen Premium-Sponsor stammen sollten) und sich lieber das Spiel anschauten. Wiederum schauten sich dann Ordner, Verantwortliche des BVB und nachher sogar mehrere Polizisten die "Dachgäste" (Zaungäste würde ja nicht passen) an...

 

Aber zurück zum Spiel: Während die Mainzer auf Profi-Unterstützung verzichteten, waren von den Profis des BVB nominell Damien Le Tallec und Marvin Bakalorz dabei - letzterer zum ersten Mal nach länger Zeit zu einem regulären Spiel von Anfang an. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, wenn Patrick Owomoyela, der zuletzt bei den Amateuren öfters mitspielte um Spielpraxis zu gewinnen, seine Torschussqualitäten nach dem Freitag in Bremen auch hier noch einmal hätte zeigen können.

1. Halbzeit: Dortmunder Tore und ein schmerzhafter Ausfall:

Nicht ausfallend, sondern positiv auffallend war die Unterstützung der Dortmunder Fans die von Beginn des Spieles an quasi wie der sprichwörtliche 12. Mann lautstark die Amateure unterstützen. Das Spiel sollte auch gleich richtig losgehen, mit den ersten torgefährlichen Angriffen. Aus einer Dortmunder Ecke, die Mario Vrancic von rechts schoss und bei der Terrence Boyd seinem Ruf als Torjäger leider nicht gerecht wurde, entwickelte sich leider eine sehr unglückliche Situation: Von rechts wurde auf Jonas Hofmann gespielt, der weit vor dem Strafraum vom Mainzer Daniel Buballa aufgehalten wurde. Im Rahmen dieses grundsätzlich nicht unbedingt kartenwürdigen Einsatzes verletzte sich Hofmann so stark, dass er für längere Zeit am Spielfeldrand behandelt werden musste. (Anm. d. Red.: Hofmann hatte Glück im Unglück - das Handgelenk ist "nur" geprellt.)

1:0 für die Dortmunder in Unterzahl

Noch während Hofmann am Spielfeldrand lag konnte Terrence Boyd in der 7. Spielminute durch starke Laufarbeit den Ball erobern und über den Mainzer Torwart Christian Mathenia ins Tor schießen. Zwar wurde hier das eine oder andere Mal das Wort "Abseits" ausgesprochen, aber Abseits ist bekanntlich wenn der Schiedsrichter pfeift und um hier auch das ganze mal vorweg zu nehmen - davon hat man (aus Sicht des BVB) leider im Verlauf des Spieles noch mehr als genug mitbekommen…

Nach dem Siegtor in Unterzahl wurde Ivan Paurevic eingewechselt, der für den verletzten Hofmann ins Spielfeld kam. Hofmann selber kam noch im Verlauf des Spieles ins Krankenhaus: Verdacht auf Mittelhandbruch. Im Anschluss kamen die Mainzer zu ihren ersten größeren Chancen, wobei hier die Mainzer Fälltspiele anfingen, denn es war immer öfter zu sehen, wie Spieler von Mainz am bzw. im Strafraum die Lehren Newtons in Sachen Gravitation beweisen wollten. Doch der Schiedsrichter zeigte sich hiervon ziemlich unbeeindruckt und die Dortmunder kamen wieder ins Spiel, wobei zu diesem Zeitpunkt die Mainzer doch schon leicht dominiert hatten. Unglücklich jedoch (natürlich nur aus Mainzer Sicht) ein Abwehrfehler von Benedikt Saller in der 17. Spielminute, der Marvin Bakalorz den Ball quasi auf dem Silbertablett lieferte - und da stand es dann schon 2:0, was natürlich von den schwarz-gelben Anhängern begeistert gefeiert wurde.

Doch schon eine Minute später zeigte sich, dass die Mainzer sich mit diesem Ergebnis nicht abgeben würden, denn da war schon wieder die nächste Mainzer Torchance, die jedoch rechts am Tor Fochers vorbei ging. In Folge dessen gab es zwar einige schön anzusehende Kombinationen der Mainzer in der Dortmunder Hälfte, die jedoch von Terrence Boyd und Mario Vrancic gut geklärt wurden. Den Dortmundern gelang es leider nicht aus der sicheren Führung souveräner aufzuspielen und beispielsweise in den nach dem Tor gegebenen Dortmunder Ecken einen weiteren Treffer zu erzielen, der wahrscheinlich den Sack zugemacht hätte. Entweder wurden die Torchancen vertändelt oder aber der Mainzer Keeper Christian Mathenia hatte kein Problem den Ball zu halten. In der 33. Spielminute sollte Mario Vrancic dann eigentlich das 3:0 machen, aber wie schon oben zitiert - Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Das runde Leder ging nach einem Freistoß Vrancics (nach einem Foul des Mainzer Frederic Balls) in die linke Ecke und es gab auch erste Jubelrufe dazu, die leider schnell verstummten. Hatte der FSV Mainz 05 bis dato zwar einige Chancen, so waren doch bis dato keine wirklich hundertprozentigen dabei. Dass die erste hundertprozentige dann in der 37. Spielminute 'reingehen sollte (durch Shawn Parker) war dem Spielverlauf nicht wirklich geschuldet. Beinahe hätte es auch noch am Ende der ersten Halbzeit den Ausgleich gegeben, als nach einem eher theatralisch wirkenden Fall des Anschlußtrefferschützen Parker vor dem Strafraum die Mainzer einen Freistoß erhielten, den Jared Jeffrey souverän ausführte - und der nur vom linken Pfosten davon abgehalten wurde zum Ausgleichtreffer zu werden.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte zeigte sich dann der Dortmunder Frust über den Spielverlauf in einem doch unnötigen Foul Terrence Boyds an gegen Manuel Schneider, das zurecht zu einer gelben Karte führte.

2. Halbzeit: Mainz dreht auf und Dortmund geht unter

Die 2. Halbzeit begann für den Geschmack des Berichterstatters fast schon zu früh (und auch Dortmunds Trainer Wagner war beim erneuten Anpfiff noch nicht auf der Bank bzw. dem Stuhl). Es ging gleich ähnlich rustikal weiter wie zuletzt die erste Halbzeit - da taten sich die Dortmunder und Mainzer nichts und auch der Schiedsrichter nicht mehr, denn die gelbe Karte vom Ende der ersten Halbzeit sollte das einzige Stück Karton des Spieles bleiben. Dem rustikalen Spiel folgten entsprechende Standardsituationen, bei denen es eigentlich keine zwingende Situation mehr gab. In der 56. Spielminute konnte Ensar Enes Baykan einen Gegenangriff der Mainzer quasi alleine klären, in dem er eine Laterne schoß, die ungefähr in der Nähe des Dortmunder Florians niederging. Im kurze Zeit darauf folgenden Gegenangriff war wiederum ein Dortmunder alleine - und leider verstolperte Terrence Boyd die Situation, in der er quasi der einzige Schwarz-Gelbe vor dem Mainzer Tor war. Solche Situationen waren leider exemplarisch für das Dortmunder Spiel und man kann das Phrasenschwein auch hier wieder füllen, wenn man Formulierungen wie "Erst hatte man kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu!" verwendet. Dies galt - zumindestens für den jetzigen Zeitpunkt - nicht für den Dortmunder Torwart Johannes Focher, der innerhalb eines Zeitraumes von wenigen Minuten gleich mehrfach zum Einsatz kam. Marvin Bakalorz, der eine sehr gute erste Halbzeit abgeliefert hatte (in der 2. Hälfte gab es weniger von ihm zu sehen), wurde in der 66. Spielminute ausgewechselt - für ihn kam Onur Cenik aufs Spielfeld.


Ausgleich und Führungstreffer für Mainz

Wenn ein Spiel eher verfahren läuft, entscheiden oft die Standardsituationen. In der 73. Spielminute kam es erneut zu einer solchen, als der Mainzer Shawn Parker von rechts eine Ecke in Richtung Dortmunder Strafraum schoss. Diesen nahm Manuel Schneider von den Gästen auf und beförderte den Ball per Kopf ins Dortmunder Tor - somit stand es nach einer anfänglichen 2:0-Führung von Borussia Dortmund II bereits 2:2.

In Folge dessen merkte man die Aggressivität der Dortmunder Spieler sehr, die weiterhin endlich den ersten Heimsieg erzielen wollten. Doch weder Ensar Enes Baykan (76. Spielminute) noch Marcel Halstenberg (84. Spielminute) gelang es bei ihren Torschüssen den Zähler für die Heimmannschaft zu erhöhen. Direkt nach dem Pfostenschuss Halstenbergs konnte jedoch der frisch eingewechselte Mainzer Lucas Röser einen Fehler des Dortmunder Kapitäns nutzen, um das dritte Mainzer Tor zu erzielen. Nach einer souveränen 2:0-Führung stand es jetzt 2:3 und auch wenn man vom Aberglauben halten mag was man will - der ominöse Heimfluch gehörte anscheinend auch zu den Zuschauern des Spiels.

Die Dortmunder Fans gaben sich mit der sich abzeichnenden Heimniederlage noch nicht zufrieden und versuchten erneut (wie eigentlich fast das ganze Spiel hindurch) die Amateure lautstark zu unterstützen, doch außer ein paar unkontrollieren Pässen nach vorne brachte das eigentlich nichts mehr und die Amateure von Borussia Dortmund II hatten wieder einmal eine Heimniederlage zu verzeichnen.

Statistik zum Spiel 

Borussia Dortmund II: Focher, Huebner, Halstenberg, Vrancic (85. Benatelli), Fring, Hofmann (8. Paurevic), Boyd, Baykan, Bakalorz (66. Cenik), Le Tallec, Hornschuh. FSV Mainz 05 II: Mathenia, Saller, Buballa, Schneider, Meißner, Brill, Parker, Jeffrey, Drum, Gopko, Hoilett (68. Röser). Tore: 1:0 Boyd (7.), 2:0 Bakalorz (17.), 2:1 Parker (37.), 2:2 Schneider (73.), 2:3 Röser (84.) Schiedsrichter: Patrick Schult (Hamburg) Zuschauer: 621 + 3 Arbeiter auf dem Stadiondach + 1 Heimfluch

Stimmen zum Spiel

Martin Schmidt, Trainer FSV Mainz 05 II: Ja, es war da noch eine Rechnung offen, von Mainz - Dortmund vor ein paar Wochen bei uns. Kurz vor Schluß das Siegtor und ich glaube heute konnten wir dann eine kleine Revanche nehmen. Nein, Spaß beiseite - es war ein Spiel, was wir sehr sehr nervös und schlecht begonnen haben. Die ersten 20 Minuten waren wir nicht gut, kassierten zwei doofe Tore und haben uns dann besonnen, was wir eigentlich wollen - dass wir Fußball spielen wollen. Das Tor vor der Pause hat uns Mut gegeben. In der Pause haben wir uns zusammengerauft noch einmal auf unsere Spielprinzipien zurückzukommen. Wir wollten Fußball spielen, haben dann den Ball an den Fuß genommen, versuchten in der gegnerischen Hälfte Druck auszuüben und dann war das sicherlich auch mit dem einen oder anderen Tor auch glücklich. Aber ich denke wir haben es erzwungen, wir wollten was gut machen, vom letzten Spiel her, was wir verhauen haben und ich glaube das ist uns somit gelungen. Ich möchte meinem jungen Team, das knapp über 19 Jahre Altersschnitt hatte, ein Riesenkompliment machen. Heute sind wir ohne Profis hierher gekommen, in letzter Zeit hieß es: "Ihr gewinnt nur, wenn Ihr von oben Verstärkung habt." Jetzt haben wir mal gezeigt - auch mit zwei A-Jugendspielern - das wir das auch so können. Das ist sehr wichtig für mein Team, auch für unsere Arbeit in den nächsten Wochen. Deshalb bin ich heute ein sehr zufriedener Trainer. Sie erwähnten die Revanche wegen dem letzten Spiel. Lag es nicht auch eher daran, dass ihre Mannschaft insgesamt etwas besser war und auch mehr Glück hatte? Ja, das war sicher eingangs auch ein bißchen Spaß von mir. Ich gehöre ja auch zum Trainerstab der ersten Mannschaft und an dem Abend waren wir traurig wegen des verlorenen Spieles. Es war so eine kleine Revanche, aber mit dem anderen Spiel hatte es nicht zu tun. Ich denke, dass wir nach den ersten nervösen Minuten wirklich dann gut gespielt haben und nach hinten raus besser waren. Auch mit dem Ball nach vorne und vor allem heute war auch entscheidend die Arbeit gegen den Ball. Wer mehr Zweikämpfe gewinnt, der gewinnt das Spiel und so war es hintenraus dann auch. Als Sie 1:0 zurücklagen, obwohl Mainz in Überzahl war, was haben Sie gedacht, würde das Spiel ausgehen? Da habe ich nur gedacht: Jetzt wird es schwierig. Nach dem 2:0 habe ich gedacht: Jetzt heute bräuchte es mal einen riesen Erfolg für das Team, denn letztes Mal gegen Schalke lagen wir vorne und haben dann doof hinten raus verloren und da dachte ich mir, warum können wir das nicht auch? Das war dann auch meine Pausenansprache, dass wir die Punkte, die wir gegen Schalke verloren haben, die holen wir uns heute zurück. Dann ging ein Ruck durchs Team und so waren wir in der 2. Halbzeit auch besser. Wer war Ihr bester Spieler auf dem Platz? Es ist heute schwer da einen herauszuheben. Weil das muss sicher einer sein, der geackert hat, der gekämpft hat. Ich könnte auch jeden Torschützen nennen, aber ich würde jetzt mal unseren Amerikaner Jared Jeffrey nennen. Was der heute gerannt ist und gekämpft und gerackert hat. Den möchte ich dann da mal nennen - und natürlich auch die drei Torschützen.

David Wagner, Trainer Borussia Dortmund II:

Natürlich sitze ich hier wieder als enttäuschter Trainer von einer enttäuschten Mannschaft. Keine Frage, allerdings ist es diesmal ein anderer Umstand und man muss ganz klar sagen: Das war heute meiner Meinung nach eine verdienten Niederlage. Wir haben gegen ein gutes, ein sehr gutes Mainz kein gutes Spiel gemacht. Mainz war heute aggressiver wie wir, die waren in den Zweikämpfen präsenter wie wir, wir hatten keine Spielkontrolle - auch nicht nach dem 2:0. Die zwei Tore sind für uns sehr glücklich nach zwei Torchancen gewesen. Nach zwei Schüssen führst Du 2:0. Aber auch das gab uns keine Sicherheit. Wir waren heute einfach nicht gut. Durch die Bank nicht gut. Dem Ganzen setzt natürlich die Krone auf, dass wir wieder aus einer Standardsituation, aus einer Ecke, ein Gegentor kassieren, wir wieder drei Tore zu Hause bekommen. Aber der große Unterschied zu den anderen Heimspielen war, dass wir diesmal nicht gut gespielt haben und eine verdiente Niederlage einstecken müssen. Ich bin mit dem wie wir aufgetreten sind nicht einverstanden. Da war trotz zwei Toren, trotz der 2:0-Führung, nicht die Kontrolle im Spiel, die ich mir erhofft hatte. Es war der erwartet schwere Gegner. Ich hatte das schon im Vorfeld gesagt, dass uns hier was ganz Großes vorgesetzt wird. Ja und das hat sich bewahrheitet. Wir hatten nicht die Lösung parat, die ich mir erhofft hatte. Und zu allem Überfluss ist Jonas Hofmann mit Verdacht auf Mittelhandbruch im Moment im Krankenhaus. Da müssen wir mal gucken, was dabei herauskommt, aber es sieht so aus, als ob er längerfristig ausfallen wird. 3:2 gegen Mainz. Dabei hat der BVB sogar in Unterzahl mit 1:0 geführt. Wie konnte es dann zu der Niederlage kommen? Wir haben sogar dann noch ein 2:0 gemacht und dann 2:0 geführt. Im Endeffekt lag es daran, dass wir es nicht geschafft haben die Spielkontrolle zu erobern, Dominanz auszustrahlen, Ruhe ins Spiel zu bringen und wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Wir waren viel zu nervös, wir hatten viele balltechnische Fehler, wir hatten es zu wenig geschafft im Pressing oder Gegenpressing den Ball zu erobern. Also das war heute alles in allem ein richtig schlechtes Spiel. Normalerweise frage ich nach dem besten Spieler aus Ihrer Sicht. Wer war denn der am wenigstens schlechte Spieler aus Ihrer Sicht? Wenn ich da heute irgendwas gutes sehen möchte - und das fällt mir wirklich schwer - dann kann ich sagen, dass Marvin Bakalorz für das erste Spiel von Anfang an eine gute Halbzeit gespielt hat, mit einem Tor und einer Torvorbereitung. Er braucht zwar noch ein bisschen, dass er das auch über 90 Minuten abrufen kann. Das war aber zumindestens aus seiner Sicht für das erste Spiel von Anfang an ganz ordentlich. Wollen Sie auch was zum Schiedsrichter sagen? Ach, ich fand jetzt der Schiedsrichter hat mit dem Spielausgang eigentlich nichts großes zu tun gehabt. Da war vielleicht die eine oder andere unglückliche Situation dabei, aber alles in allem müssen wir uns an unsere Nase fassen. Es gibt ja diesen so genannten Heimfluch. Ist es vielleicht ein psychologisches Problem, dass man zu Hause sehr gut spielt und hier zu Hause dann doch Hemmungen hat? Ich sage ganz klar Nein, weil jedes Heimspiel ist für sich selber zu bewerten und wird auch für sich selber gespielt. Da hat das vorherige Spiel keinen Einfluss. Aber Fakt ist, dass wir in den Heimspielen viel mehr Gegentore bekommen als in den Auswärtsspielen und wir in den Heimspielen viel weniger Punkte gesammelt haben. Das ist Fakt, aber ich würde jetzt nicht von einem psychologischen Problem reden.

Marvin Bakalorz:

Marvin, der "Heimfluch" bleibt bestehen- Woran lag es heute? Jetzt schienen die Gegentore recht unglücklich - wie ärgerlich ist das

Johannes Focher

Jo, du hast letztes Spiel ein Ende des Fluches versprochen, was stand dem heute im Weg?
Tja, zu wenig Durchschlagskraft in der zweiten Halbzeit, zu passives Zweikampfverhalten und dann hat es fußballerisch eben heute nicht für besseres gereicht. Unglücklich waren sie nicht - eher hochverdient für Mainz. In manchen Phasen des Spiels haben wir ja fast um Gegentore "gebettelt". Ich denke, dass wir im Großen und Ganzen hier ein gutes Spiel abgeliefert haben, von Anfang an richtig in die Zweikämpfe gegangen sind, aber dass die Mainzer heute sehr stark waren - das war ausschlaggebend.
 Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailJan Kusenberg (Fotos, Stimmen), Jens Matheuszik (Bericht, Stimmen), Carmelo Vespa (Fotos) - 15.10.2011


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