
Kurzinterview mit Mats Hummels:
Mats, wie schafft ihr es bis Mittwoch die Nachlässigkeiten nach den 2:0-Führungen gegen Stuttgart und Wolfsburg abzustellen?
Weder glaube ich, dass wir am Mittwoch schnell hoch führen werden, noch, dass einer von uns im Spiel abschalten wird, da es gegen die Bayern geht.
Wie sehr freust Du Dich auf Mittwoch?
Wie alle anderen freue ich mich sehr darauf. Alle Fans freuen sich auf das Spiel, da es normalerweise ein richtig gutes wird.
Neven Subotic:
Der Meisterschaftskampf wird noch länger dauern. Da alles sehr knapp ist denke ich nicht, dass es diesmal schon drei Spieltage vor Saisonende einen Meister geben wird. Wir werden uns bemühen, unsere Aufgaben zu erledigen, denn was die direkten Konkurrenten machen, können wir nicht beeinflussen, außer an den beiden kommenden Spieltagen.
Kurzinterview mit Ilkay Gündogan:
Ilkay, wie sieht eure Vorbereitung auf Mittwoch aus?
Die Trainingsbelastung wird bei so kurz aufeinanderfolgenden Spielen nicht so hoch sein, das Hauptaugenmerk wird auf der Regeneration liegen, damit wir topfit und in Höchstform sind, um die Bayern zu schlagen.
Liegt der Druck bei den Bayern, das Spiel gewinnen zu müssen, höher als bei euch?
Wir machen uns selber den Druck, ein ordentliches Bundesligaspiel zu bestreiten und die drei Punkte vor heimischer Kulisse einfahren zu wollen. Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir stellen es nicht ins Rampenlicht. Wir werden es wie jedes Bundesligaspiel angehen und versuchen unsere Topform zu erreichen. Dann sind wir stark genug, um die Bayern zu schlagen.
Ist die Partie so eine Art Endspiel um die Meisterschaft? Wenn ihr gewinnt, hättet ihr schon sechs Punkte Vorsprung…
Das interessiert uns nicht. Danach stehen noch weitere schwere Spiele an. Davon lassen wir uns nicht locken.

Kurzinterview mit Mannschaftskapitän Sebastian Kehl:
Sebastian, ist das Bayern-Spiel das Spiel der Spiele?
Nein. Natürlich ist es ein wichtiges Spiel, aber nicht das alles entscheidende. Egal wie es ausgeht, die Meisterschaft wird dadurch nicht entschieden. Sowohl wir, als auch die Bayern mit der Champions League, haben noch viele besondere Spiele vor uns, die darüber entscheiden werden, wo es für uns langgeht. Das ist eine spannende Zeit und es ist schön, dabei zu sein.
Ist es ein psychologischer Vorteil, dass ihr die letzten drei Spiele gegen die Bayern gewonnen habt?
Damit haben wir uns weniger beschäftigt und werden das auch nicht unbedingt noch tun. Wir haben ein Heimspiel und sind seit 23 Spielen unbesiegt, all das gibt uns Selbstvertrauen, um am Mittwoch gut aufzutreten. Wobei es für die Bayern um deutlich mehr geht als für uns. Wir freuen uns darauf!
Mario Gomez trifft und trifft und trifft. Wie verteidigt man gegen so einen Spieler?
Robert Lewandowski hat auch wieder Tore erzielt und trifft und trifft und trifft. Natürlich ist Mario Gomez ein wichtiger Spieler für die Bayern. Aber mit unserer Abwehr haben wir – wenn wir mal das Stuttgart-Spiel ausklammern – sehr wenige Gegentore bekommen. Von daher ist mir da nicht angst und bange wegen Mario Gomez.
Wie groß ist der Vorteil für euch, dass die Bayern gegen euch gewinnen müssen?
Damit beschäftigen wir uns nicht. Wir können und wollen nicht auf Unentschieden spielen. Wir werden nach vorne spielen und genauso wie in den letzten Duellen mutig, couragiert auftreten und alles geben. Dann wird man sehen, wie die Bayern darauf reagieren.
Wie fällt Dein Zwischenfazit der bisherigen Saison aus? Das erste Saisonziel, die Champions League-Qualifikation, ist erreicht…
Ein Zwischenfazit ziehen wir vor dem Bayern-Spiel nicht. Wir haben bisher eine gute Saison gespielt und die Champions League-Qualifikation ist zwar sicher, aber darüber hinaus ist noch nichts erreicht.

Kurzinterview mit Vereinspräsident Reinhard Rauball:
Herr Rauball, wenn alle nun von einem vermeintlichen Endspiel sprechen, ist das dann auch ein Kompliment für Borussia Dortmund, dass man sich in dieser Etage befindet?
Unsere Leistung, mit der wir seit 23 Spielen ungeschlagen sind und davon 4/5 gewonnen haben, ist uns Kompliment genug. Das ist eine sensationelle Beständigkeit. Das ist für mich wichtig, darauf kann man gut aufbauen. Auch wenn es eine Plattitüde ist: Nichts ist erfolgreicher als Erfolg! Damit ist schon viel gesagt.
Sehen Sie die Bayern am Mittwoch stärker unter Druck als den BVB?
Beide Mannschaften stehen unter Druck. Wir haben drei Punkte Vorsprung. Und ich habe lieber drei Punkte Vorsprung als drei Punkte Rückstand. Dem können Sie entnehmen, ob ich das für komfortabel oder für gefährlich halte.
Glauben Sie, dass in Sachen ‚Ballyhoo‘ im Vorfeld des Spiels noch etwas aus München kommt oder hat sich das totgelaufen?
Am Mikrofon werden keine Punkte geholt. Man kann das zwar aufwärmen und nochmal alles wiederholen, aber ich halte da nichts von und werde mich dazu auch nicht verleiten lassen.
Wie gehen sie das Spiel an – mit westfälischer Gelassenheit?
Ganz genau. Ich bin seit über 30 Jahren in dem Geschäft. Was sollte mir da noch Angst machen?
Keine Ahnung. Es gibt da ja alle möglichen Sachen, die einen beschäftigen könnten. Wenn man sich da ab und an den Geschäftsführer anguckt…
(lächelt) … Der ist ja auch noch nicht so lange im Geschäft.
Kurzinterview mit Marcel Schmelzer
Marcel, wird der Sieger des bevorstehenden Spiels gegen Bayern München am Ende deutscher Meister?
Ich denke, dass wird sich erst am Ende der Saison entscheiden.
Ist es ein Vorteil für euch, dass die Bayern unter Druck sind und gewinnen müssen?
Bayern muss gewinnen, aber wir wollen unbedingt gewinnen. Deswegen werden wir alles daran setzen, die drei Punkte in Dortmund zu behalten.

Sportdirektor Michael Zorc:
Wir haben mit 66 Punkten genauso viele Punkte wie zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison. Daran sieht man, dass wir seit Monaten auf einem absoluten Top-Niveau spielen. Nur die Bayern sind diese Saison stärker als letztes Jahr und spielen auf einem ähnlich hohen Niveau. Das wird insgesamt eine enge Kiste, da wir danach noch schwere Spiele haben in Schalke und gegen Gladbach, um nur diese zwei zu nennen. Mit einem Sieg gegen die Bayern würden wir natürlich einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen.
Shinji Kagawa:
Das ist ein ganz wichtiges Spiel am Mittwoch. Dabei wollen wir aber unseren Spaß am Fußball nicht verlieren. Gerade zu Hause ist es wichtig, dass wir voller Freude ins Spiel gehen.
Patrick Meiß - 09.04.2012
Kooperationspartner